Rasen-Wachstum mit Startdünger beschleunigen

rasen2Eine frisch gesäte Rasenfläche soll möglichst schnell dicht bewachsen sein, damit sie betreten werden kann. 

Hierbei hilft ein Rasenstartdünger, der das Saatgut bei der Keimung und beim ersten überirdischen Wachstum unterstützt. Dieser spezielle Dünger kann aber auch für bereits angelegte Grünflächen, die dringend eine Regeneration benötigen, sowie bei der Verlegung eines Rollrasens verwendet werden.

Die Besonderheiten des Startdüngers

Frisch gesäter Rasen und junge Graspflanzen benötigen eine andere Zusammensetzung von Nährstoffen als bereits vorhandene Grünflächen. Sie müssen zunächst einmal Wurzeln bilden und brauchen hierfür vor

allem Phosphor. Der Stickstoff im Startdünger sorgt dagegen für ein schnelles Wachstum in die Höhe, sodass bald die ersten Halme aus dem Boden sprießen und diese eine sattgrüne Farbe haben. Auch ein wenig Kalium ist in einem Startdünger enthalten. Er kräftigt die Pflanzen, damit sie eine gute Standfestigkeit bekommen. 

Stickstoff, Kalium und Phosphor sind auch in anderen Rasendüngern enthalten. Diese unterscheiden sich jedoch von Starterdüngern dadurch, dass diese drei Bestandteile in anderen Verhältnissen gemischt werden. Bei Starterdüngern überwiegt der Anteil an Stickstoff und Phosphor, damit sich erst einmal Grashalme bilden. Kalium ist bei der Neuanlage des Rasens jedoch zunächst noch nicht so wichtig und wird erst dann in größeren Mengen gebraucht, wenn sich bereits eine geschlossene Grasfläche gebildet hat.

Anwendung des Rasenstartdüngers
  • Die Ausbringung eines Startdüngers für den Rasen kann gleichzeitig mit der Aussaat des Rasens erfolgen, besser ist es jedoch, den Dünger schon vorher auf der Fläche zu verteilen und ihn leicht in den Boden einzuarbeiten, sodass er bei Wind nicht fortgeweht wird.
  • Die beste Zeit für die Anlage einer neuen Rasenfläche ist das Frühjahr, sodass der Rasen bis zum Winter genügend Zeit hat, kräftige Wurzeln zu bilden. Wurde dieser Zeitpunkt verpasst, kann die Aussaat noch bis zum Herbst erfolgen, in diesem Fall sollte jedoch ein Termin gewählt werden, an dem die Außentemperatur nicht ganz so hoch ist.
  • In jedem Fall sollte der Himmel am Tag der Aussaat und am besten auch noch in den Tagen danach
    bedeckt sein, denn eine starke Sonneneinstrahlung führt leicht zum Austrocknen des Bodens und verhindert dadurch die Keimung des Saatguts.
  • Starterdünger wie auch die Rasensaat können von Hand auf der Rasenfläche verteilt werden.
  • rasen-duenger flBesser ist es jedoch, hierfür einen Streuwagen zu verwenden, damit der Dünger und die Samen gleichmäßig verteilt werden und später keine Löcher entstehen. Hierdurch wird auch gleichzeitig der direkte Kontakt mit dem Düngemittel eingeschränkt, der bei empfindlichen Personen zu gesundheitlichen Problemen führen kann.
Starterdünger für eine bereits vorhandene Rasenfläche

Auch ein schon etwas älterer Rasen kann durch einen Startdünger verbessert werden. In diesem Fall empfiehlt es sich, den Rasen zunächst zu vertikutieren, um Moos und Unkraut zu entfernen und für die nötige Belüftung der Wurzeln zu sorgen. Löcher, die hierbei entstanden sind, können mit einer Nachsaat ausgebessert werden. Diese Samen sind wiederum dankbar für ein wenig Unterstützung in Form eines Startdüngers, sodass sich die Fehlstellen bald wieder schließen.
 
Die richtige Zeit zur Rasenpflege ist entscheidend

Damit es im Sommer mit einem wunderbaren Rasen auch wirklich klappt, ist es entscheidend, in der richtigen Jahreszeit mit der Rasenpflege zu beginnen. Sobald die ersten

Sonnenstrahlen nach dem Winter auf die Erde gelangen, sollte man sich um seinen Rasen kümmern. Ergreift man jetzt die richtigen Maßnahmen, muss man sich im Sommer fast nur noch um das Mähen des Rasens kümmern.

Anfang April gilt als die beste Zeit, um den ersten Schnitt vorzunehmen. Dabei sollte die Schnitttiefe ca. fünf Zentimeter betragen. Dann sollte der pH-Wert des Rasens gemessen werden, da er für das Wachstum des Rasens und für die Widerstandskraft gegen Unkraut sehr wichtig ist.

In nahezu jedem Baumarkt und Gartencenter kann man einen solchen pH-Tester kaufen und ihn nach Herstellerangaben durchführen. Stimmt der pH-Wert nicht mit den Empfehlungen überein, dann ist er nicht in der Lage, die Nährstoffe aus dem Dünger richtig aufzunehmen. In der Folge wird der Rasen anfällig gegen Krankheiten und Pilze und auch Unkraut kann sich schneller breit machen.

Wie wird richtig gedüngt?

Wenn der pH-Wert zu gering ist, sollte mit einem gelöschten Rasenkalk dagegen angegangen werden. Wie viel Kalk dabei zum Einsatz kommen muss, kann man den Herstellerangaben entnehmen. Wichtig ist: niemals kalken und gleichzeitig düngen! Das Kalken sollte vier Wochen vor dem Düngen erfolgen.

Ist der pH-Wert zu hoch, wurde in den letzten Jahren zu wenig gedüngt. Durch die Düngung wird der pH-Wert gesenkt. Gedüngt wird am besten mit einem Startdünger, der auch als Frühjahrsdünger bekannt ist. Er gibt dem Rasen all die Nährstoffe, die für ihn wichtig sind, damit der nach der harten Winterpause, in der Rasen auch eine Wachstumspause einlegt, braucht.

Am besten ist es, wenn vor der Düngung der Rasen vertikutiertwird, da so die Nährstoffe besser in die Wurzeln gelangen können. Entscheidend ist, dass der Frühjahrsdünger ein Stickstoff-Betonter Dünger ist. Mit ihm kann das Wachstum perfekt angeregt werden.