Wie überwintern Mücken?

Wie überwintern Mücken?

Zur Familie der Mücken gehören tausende verschiedener Arten, von denen viele auch in Mitteleuropa leben. Sie unterscheiden sich in Aussehen, Lebensweise und auch in ihrer Strategie, die sie zur Überwindung der kalten Jahreszeit entwickelt haben.

muecken3 flBesonders interessant ist jedoch für die meisten Menschen die Überwinterung der Stechmücken, die in den Sommermonaten zu einer wahren Plage werden können.

Nur die Weibchen überleben

Bei den Stechmücken sterben alle Männchen im Herbst. Vorher befruchten sie jedoch noch die Weibchen, sodass diese

im folgenden Jahr für die Arterhaltung sorgen können. Diese Paarung erfolgt in großen Schwärmen meist während der Dämmerung, in denen die Mücken Artgenossen des anderen Geschlechts am Summen ihres Flügelschlags erkennen. Im Spätherbst suchen sich die befruchteten Weibchen dann einen geschützten Platz, überwintern dort und legen erst im folgenden Frühjahr ihre Eier ab. Diese deponieren sie meist in Paketen auf einem stehenden Gewässer, wo bereits nach kurzer Zeit der Nachwuchs schlüpft. Einige
href="garten-im-sommer/insektenabwehr/stechmuecken-muecken-dauerhaft-vertreiben.html">Mückenarten wie die Waldmücken legen ihre Eier jedoch schon vor dem Winter ab, in diesem Fall überwintern die Eier und es kommt zum Schlüpfen der Larven, wenn die Stelle, an der die Eier abgelegt wurden, überschwemmt wird.

Mücken überwintern oft auf dem Grundstück

Befruchtete Weibchen der Stechmücken überwintern gern in der Nähe von Menschen, denn dort finden sie vor der Eiablage das nötige Blut, das sie wegen der darin enthaltenen Proteine für die Bildung von Eiern benötigen. Ohne fremdes Blut wären sie nicht in der Lage, Eier zu produzieren und damit für eine Nachkommenschaft zu sorgen, deshalb sind es nur die Weibchen, die für die Mückenstiche bei Menschen verantwortlich sind. Sie suchen sich daher gern einen Platz in Häusern oder auch kleineren Gebäuden auf dem Grundstück wie Geräteschuppen oder Gartenhäuser. Auch Kellerräume und vor allem Ställe, in denen Vieh gehalten wird, sind bei den Mücken sehr beliebt.

Die Kältestarre der Mücken

Mücken fallen im Winter in eine Kältestarre, in der alle Körperfunktionen reduziert werden, sodass sich der Herzschlag und der Stoffwechsel stark verlangsamt. Dadurch verbrauchen sie äußerst wenig Energie und kommen für eine lange Zeit mit den körpereigenen Vorräten aus. Kälte und selbst Minustemperaturen machen ihnen im Winter nichts aus. Daher ist die Annahme, nach einem besonders strengen Winter würde es im darauf folgenden Sommer weniger Mücken geben, nicht richtig. Ganz im Gegenteil leiden die Mücken viel mehr unter einem relativ warmen Winter und überleben in diesem Fall die Überwinterung oft nicht. Dieser Verlust wird jedoch schnell wieder ausgeglichen, wenn die Bedingungen für die Eiablage im darauf folgenden Frühjahr entsprechend gut sind.