Wie überwintern Schnecken?

Wie überwintern Schnecken?

Schnecken können sowohl als Ei wie auch als ausgewachsenes Tier überwintern. In beiden Fällen benötigen sie jedoch einen Platz, wo sie vor starkem Frost und vor allem vor Wind geschützt sind.

schnecken3 flDenn bei ihnen besteht nicht nur die Gefahr, dass sie im Winter erfrieren, sondern auch dass sie austrocknen.

Die Überwinterung der Schneckeneier

Schnecken legen ihre Eier im Herbst an geschützten Stellen ab, um die Eier vor der Kälte im Winter zu schützen. Hierzu nutzen sie Hohlräume unter

Steinen, liegen gebliebenen Brettern oder dem Brennholz im Garten. Ebenso kommen eine dickere Schicht Laub, wärmende Pflanzen wie Moos oder die Kübel und Pflanzgefäße in den Gärten infrage. Dort werden die Eier in einer großen Anzahl abgelegt, wo sie bis zum nächsten Frühjahr überdauern und erst dann die Jungtiere schlüpfen.

Strategien, mit denen Schnecken sich schützen

Auch erwachsene Schnecken müssen sich im Winter vor der Kälte schützen und überwintern daher mit Vorliebe unter dicken Laubschichten und anderen
isolierenden Materialien.
  • Nacktschnecken, also alle Schnecken ohne Gehäuse, haben außerdem die Möglichkeit, sich in den Boden einzugraben, solange er noch frostfrei ist. Dort sind sie nicht nur vor Frost, sondern auch vor dem kalten Wind geschützt, der ihren Körper austrocknen könnte.
  • Auch für Schnecken mit Gehäuse ist das Eingraben in den Boden bis zu einem gewissen Grad möglich.
  • Einige Arten wie zum Beispiel die Weinbergschnecken haben aber zusätzlich die Strategie entwickelt, sich komplett in ihr Haus zurückzuziehen und die Öffnung mit einer Schicht Kalk zu verschließen. Diesen Deckel belassen sie den ganzen Winter über auf ihrem Gehäuse und entfernen ihn erst im Frühling wieder.
Der Winterschlaf der Schnecken

Haben die Schnecken einen günstigen Unterschlupf gefunden, fallen sie dort in einen Winterschlaf. Dann sinkt allmählich ihre Körpertemperatur und ihr Herzschlag und ihre Atmung verlangsamen sich extrem. Auf diese Weise sparen die Tiere viel Energie und kommen deshalb für einige Monate ohne jede Nahrung aus. Stattdessen verbrennen sie die Fettreserven, die sie sich während des Sommers und des Herbstes angefressen haben. Nach einem nahrungsreichen Sommer reichen diese Reserven aus, um alle wichtigen Lebensfunktionen bis zum Frühling aufrecht zu erhalten.

Hin und wieder kann es vorkommen, dass eine Schnecke aus dem Winterschlaf kurzzeitig erwacht - normalerweise bewegen sich die Tiere während des Winters jedoch nicht, um nicht unnötig Energie zu vergeuden. Erst bei steigenden Temperaturen erwachen die Schnecken wieder, graben sich wieder aus dem Boden aus bzw. öffnen den Deckel ihres Gehäuses und beginnen damit, wieder Nahrung aufzunehmen und sich zu paaren.