Heimische Laubgehölze pflanzen – den Insekten zuliebe

Heimische Laubgehölze pflanzen – den Insekten zuliebe

Nektarpflanzen für Insekten – Nahrung für Insekten

In vielen Gärten mittlerweile zu finden, ökologisch jedoch nicht zwangsläufig sinnvoll, mitunter sogar recht umstritten, sind Koniferen. Auch andere Nadelgehölze werden in heimischen Gärten zusehends beliebter.

pfeifenstrauch_flGerade weil diese bis auf wenige Ausnahmen immergrün und damit auch im Winter optisch ansprechend sind, werden sie als Sichtschutz gern genutzt. Positiv wird in diesem Zusammenhang auch gewertet, dass insbesondere  Koniferen schnell und dicht wachsen und damit  vor neugierigen Blicken schützen. 

Kritiker wenden jedoch ein, dass gerade die vermehrte Pflanzung von Nadelgehölzen in heimischen Gärten Gleichklang und
Uniformität  und nicht die gewünschte Pflanzen- und Baumvielfalt fördere. Nachteilig mag sich zudem auswirken, dass Verschnitt von Koniferen schwerer gehäckselt werden kann und damit schwerer wiederverwendbar als Laubgehölzverschnitt ist.

Insektenschutz fängt bei der Baum- und Gehölzwahl im Garten an

Ein entscheidender Punkt, der im Rahmen der Debatte pro und kontra Nadelgehölze angeführt wird,  ist jedoch, dass die mitunter als Koniferenwahn bezeichnete Gartenumgestaltung auch viele Insekten zurückgedrängt hat. Dass Koniferen vielerorts heimischen Gehölzen den Rang abgetragen haben, hat leider mehr oder minder auch zur Folge, dass viele Insekten aus unseren Gärten verschwunden sind. Nichtheimische Nadelgehölze bieten weitaus weniger Insekten Unterschlupf und Nahrung als heimische Arten. Insbesondere Hecken, die breit und buschig wachsen können, sind Tummelplatz für Insekten, aber auch andere Tierarten. 

Wenngleich Koniferen & Co. durchaus ihre Berechtigung haben,  so sollte doch ein ausgewogenes Verhältnis vorliegen, ganz auf heimischen Laubgehölze zu verzichten ist insbesondere aus ökologischer Sicht nicht empfehlenswert.