Zecken (Ixodida) machen sich gerne in heimischen Gärten breit. Doch zum Glück gibt es effektive Vorbeugungsmaßnahmen und Bekämpfungsmethoden, sodass Sie das Risiko eines Zeckenbisses deutlich reduzieren können! 

Natürliche Feinde

Zecken haben eine Vielzahl an natürlichen Fressfeinden, wie beispielsweise Singvögel. Diese können mit Vogelhäusern und Futterstellen in den Garten gelockt werden. Doch Vorsicht: Singvögel sind nicht nur natürliche Freunde von Zecken, sondern können auch Wirten sein! Deshalb ist es ratsam,

Vogelhäuschen und Futterstellen nicht in unmittelbarer Nähe zum Haus oder zu Kinderspielgeräten anzubringen. Neben Singvögeln machen auch die folgenden Fressfeinde den Zecken das Leben schwer:

  • einige Pilzarten, z.B.: Metarhizium anisopliae und Beauveria bassiana
  • Fadenwürmer
  • Zeckenerzwespe

Hinweis: Große Ameisennester können ebenfalls dazu führen, dass die Zeckenpopulation gering bleibt.

Gartenpflege

Mit der richtigen Gartenpflege wachsen und gedeihen nicht nur Pflanzen, denn auch Zecken können mit einigen Handgriffen vorgebeugt werden. Hierfür muss man zunächst wissen, dass Zecken feuchte und schattige Umgebungen lieben. Im Garten finden sich oftmals viele Stellen, die somit die idealen Voraussetzungen für die Plagegeister mit sich bringen, wie beispielsweise hohes Gras. Gestrüpp und Unkraut bieten den idealen Schlupfplatz für Mäuse - den wichtigsten Wirten von Zecken. Mit diesem Wissen ausgestattet, können Hobbygärtner einer Zeckenplage entgegenwirken:

  • Gras regelmäßig mähen
  • von Frühjahr bis Herbst
  • lose Blätter rasch entfernen
  • Gestrüpp und Unkraut entfernen
  • vor allem in der Nähe von Steinwänden, Holzhafen und Rasenrändern

Bepflanzung geschickt planen

Nicht nur die Pflege der Gartenpflanzen, sondern auch deren Bepflanzung sollte gut überlegt sein. Wer das Risiko von Zecken im eigenen Garten reduzieren möchte, sollte die Pflanzen und Dekoration so wählen, dass möglichst viel Sonnenlicht in den Garten gelangt. Denn Zecken mögen weder sonnige noch trockene Orte. Eine

Umzäunung des Gartens verhindert zudem, dass Wirte, wie zum Beispiel Igel oder Füchse, in die Grünoase gelangen und Zecken einschleppen. Zudem können Hobbygärtner folgende Vorbeugungsmaßnahmen treffen:

  • Wege in bewaldeten Bereichen verbreiten
  • Bodendecker nur spärlich verwenden
  • Pufferzone zwischen Rasenflächen und Sträuchern
  • trennt Lebensbereich von Zecken und Menschen

Pflanzen gegen Zecken

Rosmarin - Rosmarinus officinalis

Der Garten bietet sich hervorragend an, um Pflanzen gegen Zecken anzubauen. Denn zahlreiche Pflanzen verströmen einen intensiven Duft, den die Plagegeister so gar nicht mögen. Praktisch dabei ist: Die ätherischen Öle werden von vielen Menschen als angenehm duftend wahrgenommen. Hinzu kommt, dass einige der Gewächse auch in der Küche verwendet werden können. Wer Zecken mit Pflanzen aus dem Garten fernhalten möchte, sollte daher die folgenden Gewächse anbauen:

  • Rainfarn (Tanacetum vulgare)
  • Katzenminze (Nepeta mussinii)
  • Schmalblättriger Lavendel (Lavandula angustifolia)
  • Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
  • Dalmatinische Insektenblume (Tanacetum cinerariifolium)

Hinweis: Katzenminze gilt als Heilpflanze, der zahlreiche positive Wirkungen zugesagt werden. Ein frisch gekochter Tee kann, unter anderem, fiebersenkend, krampflösend und antibakteriell

wirken.

Zitruswasser

Ein weiteres Hausmittel gegen Zecken ist Zitruswasser, das Hobbygärtner schnell und einfach selbst herstellen können. Für die Zubereitung werden lediglich 500 Milliliter Wasser und zwei Zitrusfrüchte, wie Zitronen, Limetten, Orangen oder Grapefruits, benötigt. Das Wasser wird zunächst zum Kochen gebracht und die Früchte in Scheiben geschnitten. Anschließend landen die Zitronenscheiben im Wasser und werden eine rund eine Minute mitgekocht. Das Zitruswasser muss nun weitere 60 Minuten leicht köcheln, ehe es abgekühlt und in einen Sprüher gefüllt wird. Um Zecken aus dem Garten mit Zitruswasser zu vertreiben bzw. vorzubeugen, wird am besten wie folgt vorgegangen:

  • an kühle, feuchte und dunkle Stellen im Garten versprühen
  • regelmäßig anwenden
  • nach jedem Regenguss auffrischen

Zeckenrollen

Zeckenrollen haben sich als äußerst effektiv im Kampf gegen Zecken erwiesen und bringen zugleich den Vorteil mit sich, dass sie biologisch abbaubar sind. Die Rollen sind mit natürlicher Baumwolle gefüttert und mit einem zeckentötenden Wirkstoff behandelt. Allerdings werden die Zecken nicht per se in diese Rollen gelockt, sondern deren wichtigste Wirten: Mäuse. Diese fühlen sich in den gefütterten Zeckenrollen besonders wohl und nisten sich dort gerne ein. Während den Nagern durch den enthaltenen Wirkstoff keinerlei Schaden zugefügt werden, werden Zecken dadurch abgetötet. Praktisch ist auch, dass die Anwendung von Zeckenrollen sehr simpel ist:

  • Zeckenrollen 2x jährlich im Garten auslegen
  • an Plätzen, wo sich Mäuse gerne aufhalten
  • in der Nähe von Komposthaufen oder Gartenhäusern