Die Mischkultur ist nicht für jede Pflanze geeignet. Paprikapflanzen gehören jedoch zu denen, die sich mit richtigen Nachbarn besser entwickeln können, als allein. Wir stellen 12 empfehlenswerte Pflanzpartner vor.

Mischkultur

Gemeinsame Pflanzungen verschiedener Sorten werden seit Generationen praktiziert. Schon früher erkannten Landwirte und Gärtner, dass sich Pflanzen bei einem gleichzeitigen Aufwuchs auf einer Fläche gegenseitig beeinflussen. Die Kombination verschiedener Sorten kann sich positiv aber auch negativ auf die einzelnen Pflanzen auswirken.

Die Vorteile der Mischkultur:

  • effiziente Nutzung des vorhandenen Platzes
  • gegenseitige Abwehr von Schädlingen und Krankheiten
  • Unterstützung der
    Bestäubung
  • Abgabe bodenverbessernder Stoffe durch bestimmte Arten
  • Reduzierung der Bodenerosion
  • Schutz vor Austrocknung des Bodens durch dauerhaften Bewuchs
  • Beitrag zum Erhalt der Biodiversität
  • Verringerung von Unkraut

Hinweis: Vermeiden Sie Mischkulturen von Pflanzen der gleichen Familie, da diese von gleichen Schädlingen befallen werden und an gleichen Krankheiten erkranken können. Kombinieren Sie Pflanzen, die die Schädlinge der Nachbarn abwehren können.

Geeignete Pflanzennachbarn

Basilikum (Ocimum basilicum)

Basilikum - Ocimum basilicum

  • Basilikum ist ebenso wärmeliebend wie alle Paprikaarten.
  • Das Gewürzkraut zieht Bienen und bestäubende Insekten an.
  • Basilikum schützt die Pflanzennachbarn vor Mehltau.
  • Die weiße Fliege und auch Kohlweißlinge machen einen großen Bogen um ihn.
  • Das kommt den anderen Partnern im Beet zugute. 

Boretsch (Borago officinalis)

Borretsch - Borago officinalis

  • Wer einen Garten hat, sollte auf Boretsch nicht verzichten.
  • Mit seinen blauen Blüten sieht die Gewürz- und Heilpflanze sehr schön aus.
  • Sie zieht Bienen und Hummeln magisch an und die Bestäubung von Paprikagemüse und anderen Pflanzen im Garten ist gesichert.
  • Das beliebte Küchenkraut trägt zur Bodenverbesserung bei.

Dill (Anethum graveolens)

Dill - Anethum graveolens

  • Dill auf dem Paprikabeet hält Blattläuse fern.
  • Das Würzkraut gehört zu den Schwachzehrern.
  • Es besitzt eine lange Pfahlwurzel.
  • Eine Nährstoffkonkurrenz zu den Paprikapflanzen ist nicht zu befürchten.

Gurken (Cucumis sativus)

Gurken - Cucumis sativus

  • Gurken und Paprika ergänzen sich nicht nur im Salat.
  • Auch im Gemüsebeet beeinflussen sich die beiden Nutzpflanzen positiv.

Info: Der Vitamin C Gehalt der reifen Paprikafrüchte wird von keinem anderen Gemüse übertroffen?

Kamille (Matricaria chamomilla)

Kamille - Matricaria chamomilla

  • Die Echte Kamille liebt ebenso wie alle Paprikaarten die Sonne.
  • Sie zieht Bienen und andere blütenbesuchende Insekten an.

Knoblauch (Allium sativum)

  • Knoblauch und Capsicum vertragen sich ausgezeichnet in Mischkultur auf einem Beet.
  • Die scharfe Zwiebelpflanze schützt vor Pilzbefall und trägt zur gesunden Entwicklung der Paprikapflanzen bei.

Kohl (Brassica)

Grünkohl - Brassica oleracea

  • Kohl und Paprika sind perfekte Partner.
  • Nahezu alle Kohlsorten gehören zu den Starkzehrern.
  • Die Ansprüche an den Standort sind ähnlich wie bei Paprikapflanzen.
  • Wärme, Sonne, regelmäßige Wasser- und Düngergaben sind erforderlich.

Möhren (Daucus carota subsp. sativus)

Möhren - Karotten - Daucus carota subsp. sativus

  • Möhren wachsen gut auf gut beschatteten, lockeren, humosen Böden mit wenig Unkraut.
  • In Mischkultur mit Paprikapflanzen und Zwiebeln hat Unkraut kaum eine Chance.

Ringelblume (Calendula)

Ringelblume - Calendula officinalis

  • Ringelblumen sollten in keinem Garten fehlen.
  • Die hübschen Blüten in Gelb und Orange ziehen Bienen, Schmetterlinge und Hummeln als Bestäuber für andere Gemüse und Obstbäume an.
  • Ringelblumen
    halten Schnecken, Drahtwürmer, Fadenwürmer und andere Schädlinge fern.
  • Die dekorative Pflanze benötigt nur wenig Nährstoffe, so dass sie keine Konkurrenz für die Nutzpflanzen darstellt.

Rosmarin (Salvia rosmarinus)

  • Rosmarin ist eine beliebte Bienenfutterpflanze.
  • Möhren, Kohl und Capsicum können sich in Partnerschaft mit dem Gewürz- und Heilkraut prächtig entwickeln.

Studentenblume (Tagetes)

Studentenblumen - Tagetes

  • Die Studentenblumen mit den leuchtenden Blüten sind nicht nur hübsch anzusehen, sie wirken positiv auf Pflanzen in der Nachbarschaft.
  • Sie ziehen Nützlinge an und vertreiben mit ihren Duftstoffen Nematoden, Ameisen und Weiße Fliegen.
  • Tagetes haben ähnliche Ansprüche an den Standort wie Paprikapflanzen.

Tomaten (Solanum lycopersicum)

Stabtomaten

  • Viele Gerichte enthalten sowohl Tomaten als auch Paprika.
  • Die beiden vitaminreichen Gemüsesorten vertragen sich auch auf dem Beet sehr gut.
  • Sie haben ähnliche Ansprüche an den Standort.

Schlechte Pflanznachbarn

Für eine Paprika-Mischkultur ungeeignet sind:

  • Auberginen (Solanum melongena)
  • Bohnen (Phaseolus vulgaris)
  • Erbsen (Pisum sativum)
  • Fenchel (Foeniculum vulgare)
  • Kapuzinerkresse (Tropaeolum)
  • Kartoffeln (Solanum tuberosum)
  • Lauch (Allium ampeloprasum)
  • Rote Beete (Beta vulgaris)

Standortansprüche von Paprikagemüse

  • Paprika (Capsicum) gehört zu den Starkzehrern.
  • Er benötigt nährstoffreiche Erde.
  • Der Standort sollte möglichst warm und sonnig sein.
  • Achten Sie darauf, dass die Paprikapflanzen nicht austrocknen.
  • Im Sommer müssen regelmäßig gegossen werden.
  • Düngen Sie mit organischem Dünger oder mit Brennnesseljauche.