Eisen gehört zu den wichtigsten Mineralien, die eine Pflanze für ein gesundes Wachstum benötigt. Doch oft kommt es aufgrund der Bodenbeschaffenheit oder der falschen Düngung zu einem Eisenmangel. Zeigt die Pflanze daher ein vermindertes Wachstum oder gelbe Blätter, sollte sofort gehandelt werden. Um die Pflanzen wieder mit genügend Eisen zu versorgen, helfen auch verschiedene Hausmittel.

Symptome beim Eisenmangel

Pflanzen zeigen typische Symptome, die auf einen Eisenmangel zurückzuführen sind. In der Regel ist in Dünger sowie auch im Boden genügend Eisen enthalten, um einen Mangel zu verhindern. Doch durch eine Überdüngung von Nitraten, bei einem besonders humoshaltigen Boden, einem pH-Wert-Anstieg auf 7,5,
zum Beispiel auch durch das Gießen mit sehr kalkhaltigem Wasser kann ein Eisenmangel in der Erde und somit auch bei der Pflanze entstehen. Der Eisenmangel wird an den folgenden Symptomen erkannt:
  • gelbe Blätter
  • charakteristisch hierbei, die Blattadern bleiben grün
  • meist junge Blätter betroffen
  • Wachstumsstörungen bei längerfristigem Eisenmangel
Tipp: Wird dem Eisenmangel beim Erkennen dieser Symptome nicht gegengesteuert, dann können die Pflanzen im schlimmsten Fall absterben.

Oft betroffene Pflanzen

Es gibt durchaus Pflanzen, die mit wenig Eisen auskommen und daher auch seltener von einem Eisenmangel betroffen sind. Andere Pflanzen wiederum benötigen viel Eisen und zeigen daher auch schneller die Symptome für einen Eisenmangel. Hierzu gehören die folgenden Pflanzen:
  • Erdbeeren
  • Brombeeren
  • Himbeeren
  • Rosen
  • Hortensien
  • Magnolien
  • Rhododendren und Azaleen
  • Apfelbäume
  • Paprika
  • Tomaten
Daher sollte gerade bei diesen Pflanzen auf einen geringen pH-Wert von 4,5 und somit einem sauren Boden geachtet werden, damit diese genügend Eisen zur Verfügung haben.

Tipp: Tomaten gelten als Starkzehrer. Daher benötigen diese einen besonders hohen Bedarf an allen Nährstoffen, um eine gute Ernte zu gewährleisten. Werden Tomaten jedoch in Mischkultur mit anderen Pflanzen angebaut, dann kann es bei diesen durchaus aufgrund der starken Zehrung der Tomaten zu einem Eisenmangel kommen.

Eisenmangel verhindern

Das Beste ist, einen Eisenmangel direkt von Anfang an zu verhindern. Zeigen daher die Pflanzen die ersten Symptome von Eisenmangel, dann ist es zu empfehlen, eine Bodenanalyse durchzuführen. Auf diese Weise wird festgestellt, ob ein genereller Eisenmangel besteht oder ob der Boden das Eisen nur schlecht abgeben kann. Besteht ein genereller Eisenmangel, sollte entsprechend gedüngt werden. Muss die Eisenaufnahme der Pflanze über den Boden nur verbessert werden, dann eignen sich die folgenden Maßnahmen:
  • einen verdichteten
    Boden gut auflockern
  • gegen Staunässe eine Drainage anlegen
  • kein kalkhaltiges Gießwasser nutzen
  • besser aufgefangenes Regenwasser zum Gießen nehmen
  • so wird ein Ansteigen des pH-Wertes des Bodens verhindert
  • nicht mit Nitraten oder Kalk düngen
Ist der Boden verdichtet oder entsteht Staunässe, dann können die Pflanzen das Eisen, das immer noch im Boden ist, nicht aufnehmen. Dies liegt daran, dass das Eisen nicht wasserlöslich ist und die Pflanzen dieses erst umwandeln müssen. Dies gelingt am besten bei einem pH-Wert von 4,5.

Tipp: Oft sind auch Kübelpflanzen von einem Eisenmangel betroffen. Dies liegt vor allem daran, dass viele Nährstoffe, wie auch Eisen, mit dem Gießwasser ausgeschwemmt werden. Daher ist es ratsam, einmal im Jahr, spätestens alle zwei Jahre die Erde im Kübel vollständig zu erneuern.

Kaffeesatz nutzen

Kaffeesatz gegen EisenmangelWurde ein Eisenmangel an den Pflanzen beobachtet, können verschiedene Hausmittel eingesetzt werden, um dem Boden entsprechend wieder Eisen zuzuführen. Hierzu gehört Kaffeesatz, der unter die Erde gemischt wird. Vor allem Kaffeetrinker haben diesen natürlichen Dünger ständig zur Hand. Zwar enthält der Kaffeesatz kein Eisen, ist jedoch leicht sauer und kann so zu einem niedrigen pH-Wert im Boden verhelfen, was wiederum die Eisenaufnahme begünstigt.

Abgestandenes Bier

Ein sehr guter Dünger ist abgestandenes Bier. Dieses enthält wegen der enthaltenden Hefe neben dem erforderlichen Eisen auch Kalzium, Natrium, Kalium und Phosphor. Daher ist Bier als Dünger nicht nur bei einem Eisenmangel zu empfehlen. Beim Düngen wird hierbei wie folgt vorgegangen:
  • das Bier sollte nicht mehr schäumen
  • daher die Flasche öffnen
  • ein bis zwei Tage stehen lassen
  • mit Wasser vermengen
  • als Gießwasser an die betroffene Pflanze geben
Tipp: Natürlich reicht es nicht aus, die vom Eisenmangel betroffene Pflanze nur ein- oder zweimal mit einem Hausmittel zu düngen. Dieses sollte über einen längeren Zeitraum am Anfang täglich, später alle zwei bis drei Tage gegeben werden, bis sich die Pflanze wieder erholt hat. Danach wird dann ganz normal alle zwei bis vier Wochen weiter gedüngt.

Grüner Tee

Nicht nur für den Menschen ist Grüner Tee sehr gesund, auch für die Pflanzen. Denn dieser Tee enthält sehr viel Eisen und ist daher auch für die durchgängige Düngung von Himbeeren und Brombeeren sehr gut geeignet. Zeigt eine Pflanze daher die Symptome von Eisenmangel, dann sollte sie wie folgt mit grünem Tee gedüngt werden:
  • aufgießen und abkühlen lassen
  • mit Wasser verdünnen und Pflanze gießen
  • wer viel Grünen Tee trinkt, sollte den Teesatz verwahren
  • dieser wird unter die Erde gemischt

Alaun

Bereits die Großeltern hatten Alaun als Hausmittel für alle erdenklichen Dinge im Haus. Ob zum Gerben von Fellen, Beizen von Möbeln oder aber auch zum Stillen von blutenden Wunden. Alaun ist in der Apotheke erhältlich und wird heute von Gartenfreunden gerne bei Hortensien eingesetzt, um diese blau zu färben. Aber auch als schnelle Lösung gegen einen Eisenmangel bei Pflanzen kann Alaun eingesetzt werden. Hierbei wird wie folgt vorgegangen:
  • Pulver in Wasser auflösen
  • für die Menge auf die Herstellerangaben achten
  • dann zum Gießen der betroffenen Pflanzen verwenden
  • über mehrere Wochen alle zwei bis drei Tage wiederholen
  • danach Pflanze wieder wie gewohnt düngen
  • sobald sie sich vom Eisenmangel erholt hat

Blattdüngung

Eine Blattdüngung schafft es gleichzeitig mit den eingesetzten Hausmitteln, einen Eisenmangel schnell zu beheben. Allerdings muss für die Blattdüngung der spezielle Dünger hierfür in einem gut sortierten Fachhandel besorgt werden. So wird das benötigte Eisen direkt über die Blätter aufgenommen. Die Hausmittel jedoch können weiterhin als regulärer Dünger genutzt werden. Bei der Blattdüngung muss jedoch genau nach Herstellerangaben gehandelt werden. Ansonsten könnten die Blätter der betroffenen Pflanzen weiteren Schaden in Form einer Verbrennung
nehmen.