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Rigips anzubringen ist einfach. Die Unterkonstruktion zu montieren gestaltet sich aufwendiger, denn von ihr hängen Sicherheit und Lebensdauer der eingezogenen Wand ab. Welche Abstände einzuhalten sind, zeigen wir hier.

Unterkonstruktion

Rigipsplatten werden nicht direkt an Wand oder Decke befestigt. Stattdessen muss zunächst eine Basis konstruiert und fixiert werden. Diese kann aus Holz oder Metall bestehen. Bei Wänden reicht eine einfache Lattung aus. Bei Decken ist zusätzlich eine Konterlattung erforderlich, um den notwendigen Halt zu erzeugen. Die Funktion der Konstruktion unter den Rigips Elementen liegt zum einen im Ausgleich von Unebenheiten der Wand oder Decke und zum anderen in einer sicheren Fixierung. Zudem kann der Zwischenraum von Wand und Rigips zur zusätzlichen Dämmung genutzt werden.

Bei dem Entwurf der Basis muss auf verschiedene Faktoren geachtet werden. Dazu gehören unter anderem:

  • Abstand zwischen den Waagerechten und Senkrechten abhängig von den Maßen der Rigipsplatten
  • Angaben des Herstellers beachten
  • kann aus Holz oder Metall bestehen
  • notwendige Tragfähigkeit abhängig vom Plattengewicht
  • stabile Balken oder Profile wählen

Hinweis: Als Verbindungselement zwischen Untergrund und Rigips muss die Unterkonstruktion einer hohen Belastung standhalten. Daher ist die Stabilität entscheidend. Art und Abstände innerhalb Basiselemente sind aus diesem Grund vor allem von dem Gewicht der Platten abhängig. Je größer deren Stärke und umso höher damit das Gewicht ausfällt, desto kleiner muss der Abstand zwischen den Balken oder Profilen sein.

Wände

Für Wände ist eine einfache Lattung vollkommen ausreichend. Sie besteht aus zwei waagerecht verlaufenden Balken oder Profilen, zwischen denen senkrecht stehende Balken eingesetzt und fixiert werden.

Der Abstand ist abhängig von den Eigenschaften der Rigipsplatten. Bei diesen handelt es sich um:

  • Ausrichtung
  • Breite
  • Stärke

Bei 125 Zentimeter breiten Platten bietet sich eine Befestigung an drei Balken an, um größtmögliche Stabilität zu erzielen. Bei 62,5 Zentimeter breiten Platten kann das ebenfalls sinnvoll sein, wenn eine große Stärke und damit ein größeres Gewicht gewählt wird.

Tipp: Für eine Konstruktion aus Holz sollten Balken mit einer Breite von wenigstens vier Zentimetern verwendet werden. Besser geeignet sind sechs Zentimeter. Hierdurch entsteht eine größere Auflagefläche und dadurch mehr Platz für das Anschrauben der Rigipsplatten.

Konterlattung

Die Konterlattung basiert auf der einfachen Lattung. Sie wird

jedoch um waagerecht verlaufende Balken oder Profile auf der gesamten Fläche erweitert. Hierdurch entsteht ein Gitter. Anwendung findet sie bei Decken.

Die Abstände sind hier wiederum abhängig von den Maßen der Platten. Darüber hinaus entscheidet jedoch auch, ob Holzbalken oder Metallprofile zum Einsatz kommen.
Metallprofile weisen eine höhere Tragkraft und ein geringeres Gewicht auf. Daher können sie in größeren Abständen angebracht werden. Hier sind die Angaben des Herstellers entscheidend.

Abstände an Wänden

Rigipsplatten finden sich in verschiedenen Maßen. Als Standard bei der Breite gelten:

  • 60 cm
  • 62,5 cm
  • 125 cm

Bei 60 und 62,5 Zentimetern kann die Breite als Anhaltspunkt für die Abstände zwischen den senkrecht verlaufenden Balken genutzt werden. Dieser entspricht exakt der Breite der Platten. Ausgehend von der Wand werden demnach 60 beziehungsweise 62,5 Zentimeter abgemessen und an den waagerecht verlaufenden Balken angezeichnet. Die Senkrechten werden so zurechtgeschnitten, dass sie exakt zwischen die Waagerechten eingefügt oder besser noch eingeklemmt werden können. Einsetzen und Fixieren durch Schrauben erfolgen an den markierten Stellen. Die Balken sind dabei so auszurichten, dass die Markierung exakt in ihrer Mitte liegt. Auf diese Weise bleibt für beide anzubringende Platten rechts und links ausreichend Überstand des Holzes für das Festschrauben.

Rigips: Unterkonstruktion Abstand

Bei sehr schweren Ausführungen oder Platten mit einer Breite von 125 Zentimetern ist eine zusätzliche Fixierung in der Mitte angeraten. Auch hier wird also ein senkrechter Balken aller 62,5 Zentimeter eingesetzt und die Platte wird links, mittig und rechts an den darunter verlaufenden Balken verschraubt.

Bei vom Standard abweichenden Maßen ist zu beachten, dass die Rigipsplatten jeweils an den Kanten und gegebenenfalls entlang der Mitte mit der Unterkonstruktion zu verschrauben sind.

Abstände an Decken

An Decken wird die gitterförmige Konstruktion als Basis angewendet, da sie eine höhere Tragkraft aufweist. Hierfür wird zunächst die sogenannte Grundlattung angebracht. Dabei handelt es sich um die Balken oder Latten, die direkt an der Decke befestigt werden. Auf diese Grundlattung wird die Quer- oder Traglattung geschraubt. Dabei handelt es sich um quer verlaufende Latten. Sie dienen der Befestigung der Rigipsplatten.

Bei Holzbalken sollte ein Abstand von jeweils 50 Zentimetern zwischen den einzelnen Elementen nicht überschritten werden. Das gilt für beide Varianten der Lattung. Für Metallprofile können andere Werte gelten. Hier sind die Angaben des Herstellers entscheidend.