Die Pfefferminze ist weit verbreitet und hat sich als beliebtes Heilkraut bei der Zubereitung von Getränken und Speisen etabliert. Neben den vielfältigen Verwendungszwecken ist die Pflanze auch noch extrem pflegeleicht. Das Gewächs lässt sich sowohl im Gartenbeet als auch in einen Blumentopf auf dem Balkon oder der Terrasse kultivieren. Allerdings hält sich im Volksglauben hartnäckig das Gerücht, dass die Pfefferminze nach dem Blühen giftig wird.

Richtig ernten

Die Pfefferminze trägt den botanischen Namen Mentha piperita und gehört zur Familie der
Lippenblütengewächse. Die Kräuterpflanze lässt sich als Tee aufbrühen oder in Salaten zum Verfeinern einsetzen. Darüber hinaus dienen die würzigen Blätter als Bestandteil von leckeren Cocktails. Sobald die Pflanze im Frühling ausreichend Blätter ausgebildet hat, lassen sich fortlaufend einige davon abpflücken. Jedoch dürfen nie zu viele auf einmal entnommen werden, um das Gewächs nicht unnötig zu schwächen. Zum Herbstende sollte die Pflanzen ganz herunter geschnitten werden, dadurch erhöht sich deren Winterhärte. Jedoch eignen sich die spät geernteten Stängel nur dann für den Konsum, wenn die Sommermonate sehr warm und trocken waren. Als Folge eines kühlen und regnerischen Sommers können die Blätter der Pfefferminze nur ein geringfügiges Geschmacksaroma ausbilden.
  • Ideal ist das Entnehmen der Blätter am frühen Morgen
  • Vorsichtig von der Pflanze zupfen
  • Alternativ ganze Stängel abschneiden
  • Den gewünschten Stängel ganz weit zurückschneiden
  • Stängel treiben nach dem Abernten erneut aus
  • Generell lässt sich Pfefferminze bis zum ersten Frost ernten
  • Schmecken frisch oder getrocknet gleichermaßen gut
  • Blätter lassen sich für lange Haltbarkeit einfrieren
Tipp: Beim Ernten dürfen die Stiele auf keinen Fall anreißen, da sich an dieser Stelle schnell ein Befall mit Schädlingen ausbreiten kann. Deshalb sollten nur scharfe und desinfizierte Schneidewerkzeuge verwendet werden.

Zeitpunkt der Ernte

Pfefferminze - Mentha piperitaWährend der Blütezeit verlieren die Blätter der Pfefferminze beim Geschmack an Intensität, da
die Kräuterpflanze ihre ganz Kraft in die Ausbildung der Blüten investiert. Im Anschluss bilden sich aus den Blüten Samen aus, welche der Vermehrung dienen. Dies ist ein entscheidender Prozess im Lebensverlauf der Pflanze, wichtiger als der fortlaufende Austrieb von neuen Blättern. Deshalb enthalten die Blätter während der Blühphase weit weniger ätherische Öle und verlieren ihren prägnanten Minz-Geschmack. Wenn das Gewächs zu groß wird, dann sollte es an mehreren Zeitpunkten großzügig zurückgeschnitten werden. Allerdings dürfen die Blätter bei einem Befall mit Krankheiten und Schädlingen nicht konsumiert werden. In diesem Fall müssen zuerst entsprechende Maßnahmen zur Bekämpfung erfolgen, bevor die Pflanze erneut für den Verzehr geeignet ist.
  • Kleine Mengen lassen sich laufend ernten
  • Verstärkt Blätter im Frühling entnehmen
  • Vor der Blütezeit einen großen Teil der Blätter abernten
  • Auch während der Blütezeit lassen sich einzelne Blätter ernten
  • Dann sind die Blätter aber geschmacklich weniger intensiv
  • Pflanze wird zu keinem Zeitpunkt giftig
  • Nach dem Verblühen wird der Geschmack der Blätter herber
  • Selbst dann lassen sich diese immer noch ernten
  • Bei stark wucherndem Wachstum kräftig zurückschneiden
  • Starker Rückschnitt wetterabhängig bis September oder Oktober möglich
Tipp: Wenn die Blätter während der Blütezeit geerntet wurden und extrem herb schmecken, dann sollten diese nicht frisch verzehrt werden. In diesem Fall bietet sich das Trocknen der Blätter an, da diese dadurch etwas die bittere Geschmacksnote verlieren.

Blütezeit

Pfefferminze - Mentha piperitaDie Blütezeit kann je nach Aussaat und Witterung differenzieren. Unter Hobbygärtnern hat sich das Gerücht verbreitet, dass die Blätter der Pfefferminze zu diesem Zeitpunkt nicht mehr geerntet werden können, da die Pflanze dann giftig wird. Allerdings entspricht dieses Gerücht definitiv nicht den Tatsachen. Im Anschluss an die Blüte lassen sich aus den Blüten Samen einsammeln, aber nur, wenn vorher eine Befruchtung der Pflanze stattgefunden hat. Danach sollten die gänzlich vertrockneten
Blüten sehr vorsichtig von der Pflanze gepflückt und leicht ausgeschüttelt werden. Die darin enthaltenen Samen fallen dann von ganz alleine heraus.
  • Blüht normalerweise zwischen Juni und August
  • Kann während warmer Wetterlagen bis September blühen
  • Bildet kleine und weiß-rosafarbene Blüten aus
  • Blätter sind dann weniger aromatisch, aber nicht giftig
  • Schmecken während und nach der Blüte etwas bitterer
  • In den Blüten bilden sich Samen zur Fortpflanzung aus

Essbare Blüten

Neben den Blättern der Pfefferminze lassen sich auch die Blüten essen. Jedoch fehlen den Blüten die würzigen Aromastoffe, deshalb sind diese für das Aufbrühen von Pfefferminztee nicht besonders gut geeignet. Darüber hinaus eignen sich die Blüten ebenfalls nicht für die Herstellung von Pfefferminzöl, da diese fast keine ätherischen Öle enthalten.
  • Blüten eignen sich als Zutat für Süßspeisen
  • Lassen sich zu Marmelade und Sirup verarbeiten
  • Geben der sommerlichen Bowle eine frische Geschmacksnote
  • Schön anzusehen als würzige Garnitur auf dem Salat