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Pflanzen im Schlafzimmer – gesund oder schädlich? 11 ideale Pflanzen

Wer sein Schlafzimmer mit den hübschen Zierpflanzen dekorieren möchte, kann sich zugleich etwas gut tun! Denn Pflanzen verbessern nachweislich die Luftqualität eines Raumes, wobei manche von ihnen sogar Schadstoffe aus der Luft filtern können. Nachstehend finden Sie eine Liste jener Pflanzen, welche sich besonders gut für das Schlafzimmer eignen. Doch Vorsicht: Nicht immer sind Pflanzen im Schlafzimmer eine gute Wahl!

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Pflanzen verbessern Luftqualität

Guter, erholsamer Schlaf ist von vielerlei Faktoren abhängig. Eine große Rolle spielt hierfür die Luftqualität innerhalb des Schlafzimmers: Denn um besonders gut zu schlafen, ist eine ausreichende Menge Sauerstoff bei einer möglichst geringen Kohlendioxid-Konzentration von Nöten. Ist der Kohlendioxid-Gehalt in der Luft zu hoch, fährt der menschliche Körper in den sogenannten „Sparflammenmodus“. Betroffene Personen sind trotz ausreichend Schlaf nicht ausgeschlafen und fühlen sich wie gerädert. Allerdings hat eine Studie der NASA bestätigt, dass die Luftqualität eines Raumes mithilfe von Pflanzen maßgeblich verbessert werden kann:

  • Pflanzen nehmen Kohlendioxid auf
  • und geben Sauerstoff ab
  • die meisten Pflanzen stellen die Photosynthese nachts ein
  • allerdings gibt es einige Pflanzen, welche auch nachts Sauerstoff abgeben
  • diese werden CAM-Pflanzen genannt

Zahlreiche Pflanzen können zudem Schadstoffe wie Trichlorethylen, Formaldehyd und Benzol aus der Luft filtern. Diese gelangen unter anderem durch Reinigungsmittel, Lacke, Klebstoffe oder Zigarettenrauch in die Luft und können gesundheitliche Probleme hervorrufen. Einige der Symptome sind beispielsweise Irritationen von Augen, Nase und Mund, Kopfweh, Schwindel und Übelkeit.

11 ideale Pflanzen für das Schlafzimmer

Die NASA empfiehlt grundsätzlich zwischen 15 und 18 luftreinigende Pflanzen auf einer Wohnfläche von rund 170 Quadratmeter. Demnach sollte sich in einem etwa 9 Quadratmeter großen Raum mindestens eine luftreinigende Pflanze befinden. Die NASA hat zudem im Zuge einer Studie getestet, welche Pflanzen die Luftqualität am meisten verbessern. Nachstehend finden Sie eine Liste von dekorativen Zierpflanzen für das Schlafzimmer, welche sich positiv auf die Luftqualität auswirken:

Aloe vera

Die heilende Wirkung der Aloe vera ist mittlerweile weit verbreitet, weshalb das Heilpflänzchen oft Einzug in das heimische Wohnzimmer findet. Zudem trägt das Pflänzchen zur Verbesserung der Raumluft bei, denn sie filtert den Stoff Formaldehyd aus der Luft. Wer auf der Suche nach einer Pflanze für das Schlafzimmer ist, ist mit der Aloe vera ebenfalls gut beraten. Denn die Aloe vera zählt zu den CAM-Pflanzen und hat somit die Fähigkeit, auch nachts Sauerstoff abgeben zu können. Dadurch verbessert sich die Luftqualität im Schlafzimmer, wodurch wiederum ein erholsamer Schlaf gefördert wird.

  • Lateinische Bezeichnung: Aloe vera
  • Synonyme: Echte Aloe
  • Gattung: Aloen (Aloe)
  • Wuchshöhe: 40 bis 50 Zentimeter
  • Besonderheiten: Flüssigkeit der Blätter hat heilende Wirkung
Tipp:

Bei kleinen Schnitten oder Verbrennungen kann die Flüssigkeit der Blätter Abhilfe verschaffen. Hierzu wird ein Stück des Blattes abgeschnitten und anschließend die Flüssigkeit auf die betroffene Stelle geschmiert.

Birkenfeige

birkenfeige Ficus benjamina

Die Birkenfeige ist ein hübscher, grüner Baum mit leicht gewellten Blättern. Neben dem dekorativen Aspekt hat die Pflanze jedoch auch den Vorteil, dass sie besonders effektiv Schadstoffe aus der Luft filtert. Um die positive Wirkung der Pflanze zu nutzen, ist es erforderlich, sie an einen hellen sowie zugfreien, fixen Standort zu platzieren. Denn sowohl ein schneller Standortwechsel als auch Lichtmangel verträgt die Birkenfeige gar nicht gut. Daher kann es insbesondere in den dunklen Wintermonaten vorkommen, dass das Bäumchen aufgrund des geringen Lichtangebots seine Blätter abwirft.

  • Lateinische Bezeichnung: Ficus benjamina
  • Synonyme: Benjamini
  • Gattung: Maulbeergewächse (Moraceae)
  • Wuchshöhe: 2 bis 5 Meter
  • Besonderheiten: kann Allergien auslösen

Bogenhanf

Der Bogenhanf zählt zu den beliebtesten Zimmerpflanzen, zurecht! Denn er gilt nicht nur als pflegeleicht, sondern ist zudem auch äußerst dekorativ. Neben seinem hübschen Erscheinungsbild hat er zudem die Fähigkeit, auch nachts Sauerstoff abzugeben und Kohlendioxid aufzunehmen. Obendrauf kann die Pflanze die üblichen Haushaltsgifte aus der Luft filtern und bei Kopfschmerzen sowie Bluthochdruck helfen. Wird der Bogenhanf an einem hellen Standort platziert und einmal wöchentlich gegossen, kann er maßgeblich zur Verbesserung der Luftqualität beitragen.

  • Lateinische Bezeichnung: Sansevieria
  • Synonyme: Schwiegermutterzunge
  • Gattung: Spargelgewächse (Ruscaceae)
  • Wuchshöhe: 10 bis 80 Zentimeter
  • Besonderheiten: ist giftig für Menschen und Haustiere

Chrysantheme

Chrysantheme - Chrysanthemum

Die Chrysantheme ist eine mehrjährige Zimmerpflanze und stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum. In hiesigen Regionen wird sie zumeist als einjährige Pflanze auf dem Balkon oder dem Garten angebaut. Allerdings kann sie auch problemlos im Innenraum kultiviert werden, sofern die Temperaturen nicht dauerhaft über 15 Grad liegen. Ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen im Schlafzimmer bekommt der Pflanze besonders gut. Wird die Chrysantheme in der Schlafstube platziert, sorgt sie zudem für einen erholsamen Schlaf. Denn das farbenprächtige Pflänzchen hat die Fähigkeit, Schadstoffe aus der Luft zu filtern.

  • Lateinische Bezeichnung: Chrysanthemum
  • Gattung: Korbblütler (Asteraceae)
  • Wuchshöhe: 30 bis 60 Zentimeter
  • Besonderheiten: Berührung der Pflanze kann bei Allergikern zu Hautirritationen führen

Efeutute

Die immergrüne Efeutute ist die ideale Pflanze für das Schlafzimmer, denn sie fühlt sich auch an schattigen Plätzchen wohl. Zudem ist sie äußerst pflegeleicht, denn sie benötigt lediglich etwas Morgensonne und muss nur einmal wöchentlich gegossen werden. Wird die Kletterpflanze fachgerecht gepflegt, schmückt sie das Schlafzimmer nicht nur mit ihrem attraktiven Laub, sondern filtert zugleich das schädliche Benzol aus der Luft.

  • Lateinische Bezeichnung: Epipremnum
  • Synonyme: Goldranke, Tongapflanze
  • Gattung: Aronstabgewächse (Araceae)
  • Wuchshöhe: bis zu 3 Meter
  • Wuchsform: Kletterpflanze
  • Besonderheiten: giftig für Mensch und Haustier

Einblatt

Von dem Einblatt gibt es rund 50 bis 60 Arten, welche vom tropischen Amerika bis hin zu den Salomonen vorkommen. Je nach Art hat das Einblatt entweder dekorative Blätter oder lange haltbare Blütenstände, weshalb sie in hiesigen Regionen gerne als Zimmerpflanze gehalten wird. Die hübsche Pflanze dient nicht nur als Blickfang, sondern verbessert zugleich die Luftqualität im Raum. Denn das Einblatt zieht schädliche Stoffe, wie beispielsweise Benzol und Formaldehyd, aus der Luft. Zudem geben ihre Blüten Feuchtigkeit ab, wodurch wiederum allergieauslösende Keime in der Luft unterdrückt werden können. Das Einblatt fördert somit nicht nur einen erholsamen Schlaf, sondern verhindert zugleich das Austrocknen der Nase und Augen.

  • Lateinische Bezeichnung: Spathiphyllum
  • Synonyme: Blattfahne, Friedenslilie, Schneidenblatt, Spaltenblume
  • Gattung: Aronstabgewächse (Araceae)
  • Wuchshöhe: 40 bis 80 Zentimeter
  • Besonderheiten: kann allergieauslösend wirken

Efeu

Kletterefeu - Hedera helix

Der Efeu benötigt nicht viel Sonne und wächst am besten bei einer Temperatur von 10 bis 18 Grad. Das Schlafzimmer eignet sich daher optimal als Standort für das pflegeleichte Pflänzchen. Dort fundiert er nicht nur als Blickfang, sondern befreit zugleich die Luft von Verunreinigungen. Zudem reguliert er die Luftfeuchtigkeit innerhalb des Raumes und wirkt sich positiv auf die Symptome von Allergien und Asthma aus.

  • Lateinische Bezeichnung: Hedera helix L.
  • Synonyme: Immergrün, Rankenefeu, Wintergrün, Mauerpfau, Eppig
  • Gattung: Efeugewächse (Araliaceae)
  • Wuchshöhe: bis 20 Meter
  • Besonderheiten: giftig für Mensch und Haustiere

Gerbera

Die Gerbera wächst in der freien Natur hauptsächlich in Madagaskar, Afrika und im tropischen Asien. Mittlerweile sind rund 30 Arten der hübschen Pflanze bekannt, welche mehrjährig und nicht winterhart sind. Dank ihrer farbenprächtigen Blüten erfreut sich die Gerbera an großer Beliebtheit. Wird die Gerbera im Schlafzimmer platziert, sorgt sie für einen erholsamen Schlaf. Denn das Pflänzchen gibt sehr viel Sauerstoff ab und erleichtert dadurch die Atmung beim Schlafen. Sie eignet sich daher ideal für Personen, welche an Apnoe (Atemstillstand) leiden und ist auch für Allergiker die ideale Pflanze für das Schlafzimmer.

  • Lateinische Bezeichnung: Gerbera
  • Gattung: Korbblütler (Asteraceae)
  • Besonderheiten: kann das gesamte Jahr über blühen

Grünlilie

Grünlilie - Chlorophytum comosum

Die Grünlilie ist eine schnellwüchsige Pflanze, welche sich ideal für Anfänger eignet. Denn das immergrüne Pflänzchen verzeiht den ein oder anderen Pflegefehler. Wird sie an einen hellen Standort platziert und fachgerecht gepflegt, schmückt sie nicht nur den Raum, sondern verbessert zugleich die Luftqualität. Denn die Grünlilie absorbiert sowohl Gerüche als auch Schadstoffe aus der Luft. Eine Studie der NASA ergab, dass das Pflänzchen rund 90 Prozent des Stoffes Formaldehyd aus der Luft entfernt.

  • Lateinische Bezeichnung: Chlorophytum comosum
  • Synonyme: Brautschleppe, Grüner Heinrich, Graslilie
  • Gattung: Liliengewächsen (Liliaceae)
  • Wuchshöhe: 30 bis 40 Zentimeter
  • Besonderheiten: eignet sich auch als Hängepflanze

Jasmin

Das exotische Pflänzchen besticht mit ihren elfenbeinfarbenen Blüten, welche zugleich einen angenehmen Duft versprühen. Auf viele Personen wirkt dieser Duft beruhigend und Schlaf anstoßend, weshalb die Jasmin gerne im Schlafzimmer gehalten wird. Geruchsempfindliche Menschen sollten die Pflanze jedoch mit Vorsicht genießen, da deren Schlaf von dem Duft gestört werden könnte. Wer sich dazu entschließt, die Zimmer-Jasmin zu halten, sollte diese an ein helles Plätzchen mit viel Tageslicht stellen und regelmäßig gießen.

  • Lateinische Bezeichnung: Jasminum
  • Synonyme: Zimmer-Jasmin, Duft-Jasmin
  • Gattung: Ölbaumgewächse (Oleaceae)
  • Wuchshöhe: bis zu 2,5 Meter
  • Besonderheiten: dient zur Herstellung von ätherischen Ölen

Lavendel

Lavendel im Schlafzimmer

Der Lavendel hat schon seit vielen Jahrhunderten seinen festen Platz in der Aromatherapie. Heutzutage kommt der Lavendel oftmals bei Trauer, depressiven Verstimmungen oder erhöhtem Blutdruck zum Einsatz. Denn der Duft dieser Pflanze wird beruhigend sowie entspannend und ist Schlaf fördernd. Demnach kann ein im Schlafzimmer platzierter Lavendel den Schlaf positiv beeinflussen. Allerdings gilt auch hier, dass geruchsempfindliche Menschen den Lavendel lieber nicht im Schlafzimmer halten sollten.

  • Lateinische Bezeichnung: Lavandula angustifolia
  • Synonyme: Echte Lavendel, Schmalblättriger Lavendel
  • Gattung: Lippenblütler (Lamiaceae)
  • Wuchshöhe: 60 bis 100 Zentimeter
  • Besonderheiten: dient als Heil- und Küchenkraut

Tipps für Pflanzen im Schlafzimmer

Wenngleich die meisten Personen von Pflanzen im Schlafzimmer profitieren, gibt es dennoch einige Ausnahmen. Insbesondere Personen, welche eine Hausstauballergie haben oder an Heuschnupfen leiden, sollten Pflanzen im Schlafzimmer besser meiden. Denn nicht selten dienen die Pflanzen als Auffangstelle für Pollen oder Staub und können daher allergische Reaktionen auslösen. Ebenso sollten geruchsempfindliche Menschen auf duftende Pflanzen im Schlafraum verzichten, denn diese können aufgrund des Duftes Kopfweh bekommen. Wer sich dazu entschließt, Pflanzen im Schlafzimmer zu halten, sollte zudem auf Folgendes achten:

  • viele Pflanzen erhöhen die Luftfeuchtigkeit
  • dadurch steigt die Gefahr von Schimmel
  • deswegen regelmäßig lüften
  • herkömmliche Blumenerde kann Pilzsporen enthalten
  • besser ist: Tongranulat oder Blumenerde aus Kokosfasern
  • Pflanzen nicht direkt neben dem Kopf platzieren
  • erkrankte Pflanzen aus dem Raum bringen
Autor Heim-Redaktion

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