Einen Blumenstrauß zu besonderen Anlässen zu verschicken, ist eine schöne Geste. Der Versand von Pflanzen bietet Hobbygärtnern zudem eine Möglichkeit, eigene Zier- und Nutzpflanzen gegen Züchtungen von anderen Gartenliebhabern einzutauschen.

Pflanzenwachstum beachten

Auf dem Transportweg müssen Pflanzen mit einem begrenzten Angebot an Licht und Sauerstoff auskommen. Daher ist es nicht sinnvoll, die sensible Ware in ihrer Hauptwachstumsphase zu verschicken. Bei den meisten Zimmer- und Gartenpflanzen erstreckt sich diese vom Frühjahr bis in den Sommer hinein, während das Wachstum im Herbst allmählich in einen Ruhezustand übergeht. Besonders viel Energie wird zur Entwicklung von Blättern, Blüten und Samen benötigt. Um energieraubende Faktoren zu minimieren, sollten Sie verwelkte Blütenreste rechtzeitig vor Fruchtreife und Samenentwicklung abknipsen. Schnittblumen stellen eine Ausnahme dar, denn sie werden mitten in der Vegetationsperiode abgeschnitten. Diese Phasen geben Ihnen Hinweise zur idealen Versandzeit:

  • Zimmerpflanzen sind gerade verblüht
  • Gartenpflanzen befinden sich nicht in der Blattentwicklung
  • Blumensträuße frisch und ohne Zeitverzögerung direkt nach dem Schnitt

Hinweis: Vermeiden Sie das Verschicken in heißen Phasen oder während Frostperioden, denn in beiden

Fällen kann Wassermangel ein Problem darstellen.

Efeutute Senker für Versand vorbereiten

Versandunternehmen vergleichen

Auf der Suche nach dem passenden Versandpartner spielt die Versandzeit eine bedeutende Rolle, damit Ihre Zimmerpflanzen und Blumen sicher an den Bestimmungsort gelangen. Bei allen großen Versandunternehmen liegt die Lieferzeit bei ein bis zwei Werktagen im Standardversand. Bis auf DHL unternehmen die Dienstleister mehrere Zustellversuche, was sich negativ auf die Gesundheit der Pflanzen auswirkt. Hinsichtlich der weiteren Paketbehandlung nach einem missglückten Zustellversuch gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen:

  • DHL bietet Möglichkeit der Abholung innerhalb von sieben Tagen in einer Filiale
  • Hermes unternimmt bis zu drei Zustellversuchen an den Folgetagen
  • DPD leistet zwei weitere Versuche, wenn das Paket nicht im Shop abgegeben wurde
  • UPS versucht zwei zusätzliche Zustellungen an den folgenden Werktagen

Richtig einpacken

Damit die Gewächse beim Transport keinen Schaden davontragen, müssen sie fest und ohne Spielraum im Paket liegen. Freiräume sollten mit Dämmmaterialien gefüllt werden, um einen Puffer zu erzeugen. Hierfür eignet sich Holzwolle, Zeitungspapier,

Stroh oder Styropor. Wichtig ist, dass Topfpflanzen und Blumen versehentliche Stürze oder Würfe des Kartons unbeschadet überstehen. Wenn möglich, sollten Sie durch Schnittmaßnahmen den Energieverbrauch der Pflanzen einschränken. Dadurch sparen Sie gleichzeitig Platz im Karton. Schnittblumen und Sträuße müssen nicht beschnitten werden. Die grundsätzliche Vorgehensweise sieht für Zier- und Nutzpflanzen im Topf folgendermaßen aus:
  • Zimmerpflanzen, Stauden und Sträucher einkürzen
  • Topfpflanzen und Blumensträuße vollständig in Papier einwickeln
  • Blätter und Triebe dabei nach oben legen

Tipp: Machen Sie nach dem Verpacken den Schütteltest. Wenn beim Bewegen klappernde Geräusche aus dem Karton kommen, müssen Sie weiteres Füllmaterial einfüllen.

Eierkartons aus Pappe

Eierbehälter liefern eine ideale Verpackung für kleine Pflänzchen, die in einer Kokosfasertablette angezogen wurden. Jungpflanzen mit Erdballen lassen sich ebenfalls in den Aussparungen platzieren, wenn Sie den Wurzelballen in feuchtes Küchenpapier einwickeln. Allerdings birgt diese Methode die Gefahr, dass die Gewächse aufgrund von Stürzen aus ihrem Platz im Eierkarton herausfallen.

Pflanzen versenden im Eierkarton

Um das zu verhindern, hilft der folgende Trick:

  • befeuchteten Wurzelballen in Frischhaltefolie wickeln
  • Folie an der Pflanzenbasis vorsichtig zu einem Trichter formen
  • mit einem Gummi fixieren
  • doppelseitiges Klebeband in die Steckplätze im Karton kleben
  • Gewächse auf die Klebefläche setzen

Tipp: Plastikbehälter von Joghurt und Margarine sind gleichermaßen gut als Verpackung geeignet.

PET-Flaschen

Leere Plastikflaschen dienen als Universalverpackung für kleinere Topfpflanzen. Hinsichtlich der Größe haben Sie die Auswahl zwischen 500 Milliliter,

einem Liter und 1500 Milliliter. Wählen Sie die Behältnisse entsprechend der Topfgröße aus. Schneiden Sie den oberen Teil des Behälters so ein, dass der Deckel an einem schmalen Bereich mit dem unteren Flaschenteil verbunden bleibt. Klappen Sie nun die Flasche auf und platzieren Sie die Pflanze mitsamt Plastiktopf darin. Sollte sich das Gewächs in der Plastikflasche bewegen, befestigen Sie den Pflanztopf mit Klebeband in der Verpackung.

Pflanzen versenden in einer PET-Flasche

Pappkartonreste

Möchten Sie größere Gartenpflanzen versenden, können Sie sich mit Resten von Kartonverpackungen einen sicheren Schutzmantel basteln. Heben Sie den Wurzelballen aus dem Beet und beschneiden Sie die Pflanze. Kürzen Sie sowohl Wurzeln als auch oberirdische Pflanzenteile ein. Setzen Sie das Gewächs in einen Plastiktopf und befeuchten Sie das Substrat. So bereiten Sie das Paket zum Versenden vor:

  • Topf in eine Plastiktüte verpacken und diese mit einem Gummi befestigen
  • zwei Pappflächen in der Größe der Seitenflächen des Versandkartons zurechtschneiden
  • eingewickeltes Pflanzgefäß mit Klebeband auf eine der Pappen anbringen
  • zweites Pappstück auf die gegenüberliegende Seite an den Plastiktopf kleben
  • Konstruktion in den Transportkarton schieben und Hohlräume ausfüllen

Plastiktüten und Papprollen

Pflanzen sicher in Pappröhre versenden

Größere Ableger und Stecklinge können Sie sicher in eine Rolle von Küchen- oder Toilettenpapier verpacken. Für kurze Triebspitzen reicht ein Gefrierbeutel mit Zipper aus. Legen Sie die Pflanzenteile in den Beutel, geben Sie einige Spritzer Wasser hinzu und ziehen Sie den Zippverschluss bis zu einem kleinen Spalt zu. Pusten Sie Luft durch die Öffnung und verschließen Sie die Verpackung vollständig.