Geht es einem Baum nicht gut, kann das unterschiedliche Ursachen haben: von Schäden, die durch Frost entstanden sind, bis hin zu einem Befall mit tierischen Schädlingen. Richtig ernst zu nehmen sind vor allem die Baumkrankheiten, die durch eine Infektion mit Mikroorganismen ausgelöst werden. Diese Erkrankungen stellen eine ernsthafte Gefahr für den Baum dar. Während Pflegefehler oder auch ein Schädlingsbefall meist noch gut eingedämmt werden können, ist eine Infektion nur sehr schwer zu behandeln.

Diagnose

Wodurch die Erkrankung des Baumes hervorgerufen wurde, kann nur eine exakte Diagnose zeigen. Dabei ist es wichtig, herauszufinden, ob es sich um eine parasitäre oder nichtparasitäre Baumkrankheit handelt. Außerdem ist abzuklären, ob eine infektiöse Krankheit oder ein Schädlingsbefall vorliegt, der behandelt werden muss.
Nichtparasitäre Schäden
  • Frostschäden
  • Schäden durch Dürre
  • Störungen in der Nährstoffaufnahme
  • übermäßige Nässe
  • Umwelteinflüsse wie Abgase, Streusalz und saurer Regen

Parasitäre Schadursachen

  • Kleinsäuger
  • andere Schädlinge wie Insekten und deren Larven (Frischholz- und Trockenholzinsekten)
  • Pilze
  • Viren
  • Bakterien

Nichtparasitäre Schadursachen

Der Anteil der nichtparasitären Schäden an Bäumen ist sehr hoch. Nicht immer sind Insekten oder Mikroorganismen daran schuld, dass der Baum erkrankt ist. Zu den häufigsten Ursachen zählen die Auswirkungen spezieller Standortverhältnisse, Witterungsbedingungen oder auch Nährstoff- und Wasserversorgung. Jede einzelne Baumart hat ganz bestimmte Ansprüche bezüglich des Bodens, der Lichtverhältnisse und der klimatischen Ansprüche. Je stärker diese Bedingungen vom artspezifischen Optimum am Heimatstandort abweichen, umso anfälliger wird der Baum gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Zu den nichtparasitären Baumkrankheiten gehört
beispielsweise:

Omorikasterben

An der Serbischen Fichte (Omorikafichte) treten im Spätsommer oder Herbst gelegentlich Nadelaufhellungen auf, später färben sich die Nadeln braun und fallen ab. Tritt der Nadelwurf langjährig auf, kann der gesamte Baum absterben. Besonders betroffen sind hierbei die Triebspitzen des Baumes. Die Ursache hierfür liegt in einem gestörten Ernährungszustand.
  • Ursache: Zu dieser Erkrankung kommt es meist bei mäßig sauren oder stark verdichteten Lehm- oder Tonböden, die zu Staunässe neigen. Bei dieser Fichtenart ist die Versorgung mit Magnesium besonders wichtig. Enthält der Boden sehr viel Kalium, führt das zu einer Verminderung der Magnesiumaufnahme.

  • Maßnahmen: Omorikafichten dürfen nicht mit kaliumbetonten Düngern und/oder Kalk versorgt werden. Empfohlen wird im Frühjahr ein mineralischer Volldünger, Bittersalz und ein spezieller Magnesiumdünger.

Parasitäre Erkrankungen

Ist ein Baum erkrankt, muss zunächst einmal herausgefunden werden, ob es sich um eine echte Krankheit oder einen Befall mit einem Schädling aus dem Insektenreich handelt. Mikroorganismen dringen vor allem durch Wunden in die Leitungsbahnen der Gehölze ein und können durch die Leitungsbahnen den ganzen Baum infizieren. Häufigste Ursache für eine Erkrankung sind Pilze, es gibt aber auch Baumkrankheiten, die durch Viren oder Bakterien verursacht werden.

Pilzerkrankungen

Baumkrankheiten, die durch Pilze hervorgerufen werden, kann man hauptsächlich vorbeugend begegnen. Ist die Infektion erst einmal sichtbar, gibt es meist kein Pflanzenschutzmittel, um den Erreger abzutöten. Ist der Befall noch nicht sehr weit fortgeschritten, kann eine Ausbreitung eingedämmt werden, indem erkrankte Pflanzenteile großzügig bis ins gesunde Holz geschnitten werden. Pilzinfektionen treten bevorzugt bei feuchter Witterung auf.

Welkeerreger

Neben Wassermangel und Staunässe können vor allem pilzliche Schaderreger die Ursache für das Welken der Bäume sein.

Grauschimmel
Im Frühjahr können bei feuchter, kalter Witterung die jungen Triebe und Blüten von verschiedenen Bäumen und Sträuchern vom Grauschimmelpilz (Botrytis cinerea) befallen werden.

Schadbild: Die jungen Triebe sowie die Blüten von Laub- und Nadelgehölzen werden plötzlich schlaff und braun. Gefüllte Blüten, die nur schlecht abtrocknen, verfaulen. Hält die Feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum an, bildet sich auf den Blüten ein grauer Flaum.

Betroffene Pflanzen: fast alle Laub- und Nadelgehölze

Maßnahmen: Schneiden Sie befallene Pflanzenteile sofort großzügig heraus. Vermeiden Sie stickstoffbetonte Dünger und sorgen Sie für eine gute Belüftung der Triebe.

Monilia-Spitzendürre
Der Pilz (Monilia laxa) dringt über die Blüten in die Gehölze ein und kann bei Regen oder vermehrter Taubildung ganze Äste zum Absterben bringen.

Schadbild: Während und nach der Blütezeit werden die Blüten und die Blätter an den Triebspitzen braun und hängen schlaff herunter.

Betroffene Gehölze:
  • Mandelstrauch
  • Zierkirsche
Maßnahmen: Möglichst zeitig alle abgestorbenen Triebe bis ins gesunde Holz zurückschneiden. Behandlungen mit Fungiziden zur Vorbeugung sind möglich. Beachten Sie bitte die aktuellen Hinweise des Pflanzenschutzamtes!

Stamm- und Wurzelfäule
Verdichteter Boden und Staunässe begünstigen einen Befall mit der Stamm- und Wurzelfäule, die durch den Pilz Phytophthora ausgelöst wird.

Schadbild: Im unteren Stammbereich bilden sich violett verfärbte, schwammige Faulstellen, die nach Bittermandel riechen. Die Blätter infizierter Bäume färben sich fahlgrün und rollen sich an den Zweigspitzen zusammen. Durch den Erreger kann der ganze Baum absterben.

Betroffene Gehölze: alle Gehölzarten

Maßnahmen: Schneiden Sie alle Faulstellen großzügig bis in das gesunde Gewebe heraus. Setzen Sie (falls möglich) den Baum um und sorgen Sie für ein gut durchlässiges Substrat. Im Extremfall müssen abgestorbene Pflanzen möglichst zeitig entfernt werden. Am selben Standort darf über mehrere Jahre kein Baum oder Strauch gepflanzt werden.

Wirtelpilz (Verticillium-Welke)
Der Wirtelpilz (Verticillium) dringt über die Wurzeln in den Baum ein, verbreitet sich über die Leitungsbahnen und verstopft sie, wodurch der Wassertransport beeinträchtigt wird. Zudem scheidet der Wirtelpilz Giftstoffe aus, die ein Welken der Blätter verursachen. Eine eindeutige Diagnose ist nur durch ein Labor möglich.

Schadbild: Einzelne Äste welken plötzlich und sterben ab. Oft ist die Erkrankung nur einseitig sichtbar. Besonders ausgeprägt sind die Symptome in Trockenperioden, die im Frühsommer auftreten.

Betroffene Gehölze:
  • Essigbaum
  • Fächerahorn
  • Götterbaum
  • Japanische Ahornarten
  • Kastanie
  • Magnolie
  • Perückenstrauch
  • Trompetenbaum
Maßnahmen: Meiden Sie nasse Standorte, die sich im Frühjahr nur langsam aufwärmen. Bei beginnendem Befall alle infizierten Zweige bis ins gesunde Holz zurückschneiden.

Blattfleckenerreger

Ein sehr dichter Bewuchs, schlecht belüftete Lagen sowie Jahre mit häufigen Regenschauern und hoher Luftfeuchtigkeit fördern diese Baumkrankheiten. Um einer Anfälligkeit vorzubeugen, ist ein fachgerechter Auslichtungsschnitt maßgeblich. Nicht alle Blattflecken sind parasitären Ursprungs, häufig sind auch starke Temperaturschwankungen oder Nährstoffprobleme schuld oder es handelt sich um einen Sonnenbrand.

Blattbräune

Neben der Miniermotte ist die Blattbräune, die durch den Pilz Guignardia aesculi verursacht wird, der häufigste Erreger an Rosskastanien. Bei Platanen kommt es gelegentlich zu einem Befall mit der Blattbräune, die durch den Erreger Apiognomonia veneta verursacht wird. Die Baumkrankheit entwickelt sich bevorzugt auf der Rinde und breitet sich fortschreitend auch auf die Blätter aus. Der Pilz überwintert in der Rinde und im Herbstlaub.

Schadbild: Es kommt zu lokalem Zellsterben in Form von braunen, eingesunkenen Flecken (Blattnekrosen) auf dem Laub, die die Blattadern überwinden können. Bei starker Nekrose rollt sich der Blattrand nach oben und die Blätter fallen frühzeitig ab. Die Blätter färben sich bei Platanen von den Blattnerven her schwarz.

Betroffene Gehölze:
  • Rosskastanie
  • Platane
Maßnahmen: Beseitigen Sie abgefallenes Laub, damit kann eine Neuinfektion vorgebeugt werden.

Schorfpilze

Bei feuchter Witterung im Frühjahr können die Sporen dieser Pilze auf dem abgestorbenen Laub überwintern und die Bäume infizieren.

Schadbild: Oliv-braune bis schwarz gefärbte Flecken auf den Blättern, Früchten und Blüten von verschiedenen Baumarten. Die Triebspitzen sterben ab.

Betroffene Gehölze
  • Feuerdorn
  • Zieräpfel
  • unterschiedliche Laubbäume
Maßnahmen: Pflanzen Sie widerstandsfähige Sorten und beseitigen Sie im Herbst das Laub. Ein Auslichtungsschnitt sorgt für bessere Belüftung in der Krone.

Schrotschusskrankheit

SchrotschusskrankheitNeben einer Pilzinfektion gibt es viele andere Ursachen für die Schrotschusskrankheit. Die betroffenen Gehölze sollten deshalb im Labor untersucht werden.

Schadbild: Auf den Blättern bilden sich rotbraune Flecken, die später aus dem Blattgewebe herausfallen und Löcher zurücklassen, die aussehen, als wären sie durch einen Schuss mit einem Schrotgewehr verursacht.

Betroffene Gehölze
  • Zierkirsche
  • Zierpflaume
  • Lorbeerkirsche
Maßnahmen: Optimaler Standort und ausgewogene Wasserversorgung sind sehr wichtig. Mulchen Sie die Bäume und übersprühen Sie das Laub abends nicht mit Wasser, damit die Blätter in der Nacht trocken sind.

Wacholderrost/Birnengitterrost

Gerade in stadtnahen Regionen kommt es in letzter Zeit immer wieder zu Rostinfektionen an Wacholdern. Hierbei handelt es sich um einen Befall mit dem Pilz Gymnosporangium fusum, der auch auf der Birne auftritt (Birnengitterrost).

Schadbild: Im Frühjahr wachsen an den Zweigen bis zwei Zentimeter lange, zapfenförmige, gelblich-braune Gebilde heran. Die Zweige des Wacholders beginnen, sich zu verdrehen und abzusterben.

Befallene Gehölze:
  • Wacholder
  • Birne
  • Weißdorn
  • Vogelbeere
  • Apfelbaum
  • Felsenmispel
Maßnahmen: Werden im Garten oben genannte Bäume kultiviert, müssen sie in einem Mindestabstand von 800 m gepflanzt werden. Da es kaum Gärten in dieser Größenordnung gibt, ist eine gemeinsame Kultivierung nicht empfehlenswert. In frühem Stadium ist ein Herausschneiden betroffener Astpartien möglich. Gegen den Pilz gibt es kein Bekämpfungsmittel.

Weymouthskieferblasenrost

An fünfnadeligen Kiefern wie der Weymouthskiefer treten im Frühjahr gelegentlich Infektionen mit dem Pilz Cronartium ribicola auf.

Schadbild: Aus der Rinde wachsen erbsengroße gelbe Blasen heraus, die gelbliches Sporenpulver abgeben. Die Rinde ist rissig und es kommt zu starkem Harzfluss. Der Pilz kommt auch auf der Schwarzen Johannisbeere vor (Johannisbeerensäulenrost) und ist in der Lage, den Wirt zu wechseln. Befallene Bäume sterben meist nach einigen Jahren ab.

Befallene Gehölze:
  • Weymouthskiefer
  • Zirbelkiefer
  • Mädchenkiefer
  • Pinselkiefer
Maßnahmen: Befallene Bäume umgehend aus dem Garten entfernen. Keine Schwarzen Johannisbeeren mit diesen Bäumen zusammen im Garten kultivieren.

Echter Mehltau

Rhododendron mit MehltauDer Echte Mehltau (Erysiphales) ist ein Pilz, der nahezu alle Pflanzenarten befallen kann. Im Gegensatz zu allen anderen Pilzarten ist der Echte Mehltau ein sogenannter Schönwetterpilz, der in warmen, trockenen Witterungsperioden auftritt.

Schadbild: Deutlich sichtbare weiße Beläge auf der Blattoberseite, an Blüten und Früchten. Der Pilz dringt in das Blattgewebe ein und ernährt sich dort. Junge Triebe und Blätter wellen sich, rollen sich ein oder sind missgebildet. Später bilden sich auf dem weißen Belag braune oder schwarze Fruchtkörper.

Befallene Gehölze: nahezu alle Gehölzarten

Maßnahmen: Das Pilzgeflecht überwintert in den Knospen oder auf den Trieben. Diese müssen herausgeschnitten werden. Auf abgestorbenen Blättern ist der Pilz nicht überlebensfähig.

Holz zerstörende Pilze

Diese Pilze befallen vorzugsweise stark geschwächte Gehölze oder abgestorbenes Gewebe.

Rotpustelkrankheit

Am deutlichsten ist die Rotpustelkrankheit (Nectria cinnabarina) im Winter zu erkennen. Der Pilz baut totes Holz ab und kann zum Absterben des ganzen Baumes führen.

Schadbild: Auf kahlen Ästen oder dem Stamm zeigen sich zahlreiche zinnoberrote, stecknadelkopfgroße Pusteln.

Befallene Gehölze:
  • vergreiste Hainbuchenhecken
  • vom Frost geschädigte Gehölze an ungünstigen Standorten
Maßnahmen: Kranke Pflanzenteile herausschneiden und im Hausmüll entsorgen. Gefährdete und infizierte Gehölze dürfen nicht zu trocken stehen, deshalb ist durchdringendes Gießen notwendig.

Bakterielle Erreger

Neben Pilzen können auch Bakterien durch Verletzungen in den Baum eindringen und dort für Schaden sorgen. Es gibt eine Vielzahl bakterieller Erreger, die Laub- und auch Nadelbäume infizieren können. Zu den Häufigsten gehört:

Feuerbrand

Feuerbrand ist eine gefährliche Baumerkrankung und die bedeutendste bakterielle Krankheit an Kernobst, die durch das Bakterium Erwinia amylovora verursacht wird. Sie kann sich seuchenartig ausbreiten. Die Bakterien blockieren das pflanzliche Immunsystem. In der Regel treten Infektionen zur Blütezeit auf, wenn gleichzeitig feuchtwarme Witterungsbedingungen herrschen.

Schadbild: Bei einer Infektion verfärben sich Blätter, Blüten und Früchte Dunkelbraun bis Schwarz und sehen aus wie verbrannt. Triebspitzen krümmen sich hakenartig, das Laub vertrocknet und schrumpft ein. Bei hoher Luftfeuchtigkeit treten milchige Tropfen (Bakterienschleim) aus.

Befallene Gehölze:
  • Apfel
  • Birne und Felsenbirne
  • Quitte
  • alle Weißdornarten
  • Feuerdorn
  • Birne
  • Eberesche (Vogelbeere)
  • alle Mispelarten
  • Quitten
Maßnahmen: Eine Bekämpfung ist derzeit nicht möglich. Bei frischen Infektionen befallene Triebe bis weit ins gesunde Holz zurückschneiden, in einer Plastiktüte vom Grundstück entfernen und kleine Mengen über den Restmüll entsorgen. Alternativ größere Mengen verbrennen. Feuerbrand ist meldepflichtig, deshalb muss unbedingt die Pflanzenschutzbehörde informiert werden.

Tipp: Benutzen Sie zum Herausschneiden erkrankter Triebe ausschließlich steriles Werkzeug, das Sie nach jedem Schnitt wieder neu desinfizieren (beispielsweise mit Alkohol). Sonst infizieren Sie womöglich auch die gesunden Triebe!

Überblick

Einige Baumarten sind besonders anfällig für bestimmte Krankheiten. Sind Schädigungen an der Pflanze erkennbar, muss es sich nicht immer um eine Baumkrankheit handeln. In vielen Fällen sind tierische Schädlinge am Werk. Eine eingehende Untersuchung des Baumes gibt meist schon Aufschluss darüber, ob es sich um "echte Baumkrankheiten" oder um einen Befall mit Insekten handelt.

Nadelgehölze
  • Eibe (Taxus): Welkeerreger (Schädlinge: Gallmilben, Woll- und Schildläuse, Rüsselkäfer)
  • Fichte (Picea): Welkeerreger (Schädlinge: Spinnmilben, Blattläuse, Miniermotten)
  • Kiefer (Pinus): Rost (Schädlinge: Woll- und Schildläuse, Blattwespen, diverse Schmetterlinge)
  • Lebensbaum (Thuja): keine häufigen Baumkrankheiten (Schädlinge: Minier- und Gespinstmotten)
  • Wacholder (Juniperus): Rost (Schädlinge: Spinnmilben, Woll- und Schildläuse, Miniermotten)
Laubgehölze
  • Ahorn (Acer): Welkeerreger, Blattfleckenerreger, Blattbräune, Echter Mehltau (Schädlinge: Gallmilben, Zikaden, Blattläuse, Woll- und Schildläuse, Schmetterlinge)
  • Birke (Betula): keine häufigen Krankheiten bekannt (Schädlinge: Blattläuse, Blattwanzen, Minier- und Gespinstmotten)
  • Buche (Fagus): Blattbräune (Schädlinge: Gallmilben, Blattläuse, Woll- und Schildläuse, Schmetteringe)
  • Eiche (Quercus): Echter Mehltau (Schädlinge: Spinnmilben, Blattläuse, Blattwespen, Schmetterlingsraupen wie der Eichenprozessionsspinner, Blattkäfer)
  • Feuerdorn (Pyracantha): Schorf (Schädlinge: Blattwespen)
  • Hainbuche (Carpinus): bei gesunden Pflanzen selten (Schädlinge: Spinnmilben, Gallmilben, Blattläuse und Schmetterlinge)
  • Kastanie (Aesculus): Welkeerreger, Blattbräune, Rost und Echter Mehltau (Schädlinge: Minier- und Gespinstmotten, Schmetterlinge)
  • Linde (Tilia): Blattbräune (Schädlinge: Spinnmilben, Gallmilben, Blattläuse, Woll- und Schildläuse)
  • Platane (Platanus): Blattbräune (Schädlinge: Minier- und Gespinstmotten)
  • Robinie (Robinia): erkranken nur selten (Schädlinge: Gallmilben, Minier- und Gespinstmotten)
  • Trompetenbaum (Catalpa): Welkeerreger (Schädlinge: kaum bekannt)
  • Ulme (Ulmus): Welkeerreger (Schädlinge: Gallmilben, Blattläuse, Woll- und Schildläuse, Blattsaugerflöhe)
  • Weide (Salix): Blattfleckenerreger, Rost, Echter Mehltau (Schädlinge: Spinnmilben, Gallmilben, Blattwespen, Schmetterlinge, Blattkäfer)
  • Weißdorn/Rotdorn (Crataegus): Blattfleckenerreger, Rost (Schädlinge: Spinnmilben, Blattläuse, Schmetterlinge)
  • Zierapfel (Malus): Schorf, Schrotschuss, Echter Mehltau (Schädlinge: Blattläuse, Woll- und Schmierläuse, Schmetterlinge, Rüsselkäfer)
  • Zierkirsche (Prunus): Welkeerreger, Blattfleckenerreger, Schorf, Schrotschuss (Schädlinge: Blattläuse, Blattwespen, Minier- und Gespinstmotten, Schmetterlinge)

Vorbeugende Maßnahmen

Sie können gleich bei der Auswahl der Baumsorte und des Standortes einiges gegen eine mögliche Erkrankung des Gehölzes tun. Greifen Sie - wenn dies möglich ist - auf widerstandsfähige Baumsorten zurück und achten Sie ebenfalls auf optimale Standortbedingungen. Eine ausgewogene Düngung, die nicht stickstoffbetont sein sollte, erhöht die Widerstandsfähigkeit des Baumes. Sorgen Sie außerdem dafür, dass Wunden, die durch Unwetter oder Fröste entstanden sind, möglichst gleich auf ein Minimum reduziert werden. Wer das Gehölz regelmäßig von abgestorbenen Zweigen befreit und zudem gelegentlich einen Auslichtungsschnitt durchführt, damit die Krone gut durchlüftet wird, verhindert damit übermäßige Feuchtigkeitsansammlungen. Ein entscheidender Faktor bei der Vorbeugung von Infektionen und damit Erkrankungen des Baumes.

Tipp: Wenn Sie sich nicht sicher sind, unter welcher Krankheit der Baum leidet, empfiehlt es sich, einen Experten zu kontaktieren. So können Sie im Ernstfall womöglich eine Fällung oder eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindern.

Fazit
Eine regelmäßige Kontrolle der Gehölze im Garten ist unbedingt notwendig, um mögliche Erkankungen frühzeitig zu erkennen. Nur so können Sie bereits eingreifen, wenn es noch möglich ist - und das oft mit sehr einfachen Maßnahmen.