Blüten von Hortensien, Rhododendron oder Hibiskus sind dekorativ, daher werden die Pflanzen gerne in den Gärten kultiviert. Seit einiger Zeit geht jedoch das Gerücht um, dass diese Blüten wie Marihuana wirken sollen, wenn sie geraucht werden. Doch hierbei handelt es sich um eine gefährliche Fehlinformation, denn die Blüten sind hochgiftig, vor allem wenn sie geraucht werden.

Enthaltenes Gift Hortensien

Hortensien werden immer wieder als Marihuana-Ersatz vor allem von Jugendlichen gepflückt und geraucht. Doch die beinhalteten Stoffe können, wenn sie vermehrt zu sich genommen werden, sehr gefährlich werden. So ist das folgende Gift in Hortensien enthalten:
  • Blausäure
  • Hydrangin
  • Hydrangenol
  • Saponine
Während die Blausäure wenn sie aufgenommen wird dafür sorgt, dass die roten Blutkörperchen zerstört werden und somit kein Sauerstoff mehr transportiert wird, kommt es bei der Aufnahme der weiteren Giftstoffe zu Beklemmungen und Schwindel. Gerade für empfindliche Menschen kann es dann zu einem für sie bedrohlichen Rauschzustand kommen der mit dem Rausch bei Marihuana- oder Haschisch-Verzehr jedoch nichts gemein hat.

Vergiftungssymptome

Wenn die Blüten von Hortensien bewusst geraucht werden, werden hierfür mehrere benötigt. So ist der Verzehr nicht zufällig und es kommt zu einer höheren Konzentration der aufgenommen Gifte, wenn der Rauch in die Lunge eingeatmet wird. Von hier gelangen die Toxine in die Blutbahn und können sogar lebensgefährliche Symptome verursachen:
  • Erstickungsanfälle
  • Krämpfe
  • Bewusstlosigkeit
  • rosige Haut
  • Herzrasen
  • Schwindel
  • Beklemmungsgefühle
Die Wirkung beim Rauchen von Hortensien ist daher kein Rauschgefühl, wie es zum Beispiel bei einem Konsum von Canabis ausgelöst wird, sondern schlicht und einfach gefährlicher Sauerstoffmangel, da der Sauerstoff nicht mehr im Blut weitergeleitet wird. Denn die Pflanze beinhaltet keine Stoffe, die halluzinogen wirken.

Tipp: Vor allem Menschen, die auf die beinhalteten Gifte bereits bei einem leichten Kontakt allergisch reagieren, sind besonders gefährdet, wenn diese die Blüten rauchen. Allerdings liegt eine solche Kontaktallergie meist im Verborgenen, die Betroffenen wissen hiervon in der Regel nichts. Daher kann es in einem solchen Fall besonders gefährlich werden.

Langzeitfolgen

Zu den Langzeitfolgen gibt es bislang nur wenige Informationen. Doch die theoretischen Folgen können von Bewusstlosigkeit über Störungen des zentralen Nervensystems bis hin zum Tod durch Herzversagen führen. Dies liegt vor allem an der enthaltenen Blausäure, die den
Sauerstoffmangel im Blut hervorruft.
Tipp: Werden die Symptome an einem Menschen erkannt, dann sollte sofort der Notarzt zu Hilfe gerufen werden, auch ein Anruf bei der Giftnotrufzentrale kann für die ersten Maßnahmen hilfreich sein. Ein Mensch, der Hortensien oder Rhododendron geraucht hat, sollte sofort in ärztliche Behandlung, egal, wie schwer die Symptome im Moment ausfallen.

Rhododendronblüten rauchen

RhododendronVor allem in China, Tibet und Nepal werden die Rhododendronpflanzen zum Zwecke der Gewinnung von Rauschmitteln angebaut. Denn hier ist es üblich, die Pflanzenteile zu kauen, schnupfen oder zu rauchen. Doch auch der Rhododendron ist aufgrund einer Giftigkeit gefährlich für uns Menschen, vor allem wenn er in den Körper aufgenommen wird, auf welche Weise auch immer. So ist auch der Honig aus den Rhododendron-Blüten mit Vorsicht zu genießen, der ebenfalls gerne als sogenanntes Rauschmittel verwendet wird. Die Verwendung in den asiatischen Ländern sieht hierbei wie folgt aus:
  • getrocknete Blüten, Stängel und Blätter werden geräuchert
  • Rinde und Blätter werden als Tabak verwendet
  • Tabak kann geschnupft, geraucht oder gekaut werden
Wer nur wenig von dem Tabak zu sich nimmt, wirkt so stark berauscht, wie ein stark Betrunkener, wird in der chinesischen Lehre beschrieben. Wird zu viel Tabak aufgenommen, kann dies jedoch gefährlich werden und durchaus auch tödlich enden.

Tipp: Drogen sind nie eine Lösung und vor allem auf die mit Giften behafteten Rhododendron- sowie Hortensien-Blüten sollte aufgrund der eigenen Gesundheit auf jeden Fall verzichtet werden, auch wenn diese kostengünstig erreichbar sind.

Gift Rhododendron

Der Rhododendron ist in allen Teilen, vor allem in den Blättern und Blüten sowie Pollen giftig. Die nachgewiesenen enthaltenden Giftstoffe sind die folgenden:
  • Diterpene
  • Grayanotoxine
  • Acetylandromedol
  • Tannin
  • hinzu kommen verschiedene ätherische Öle
Bereits nur eine einzige Blüte oder ein einziges Blatt kann zu schweren Symptomen führen, wenn diese aus Versehen verzehrt werden. Werden diese sogar über den Rauch bis in die Lunge aufgenommen, dann kann es unter Umständen sehr dramatisch und gefährlich werden.

Tipp: In China wird gegen die Vergiftungssymptome durch den Rhododendron-Verzehr Ingwer gegeben. Ob dies jedoch den gewünschten Erfolg hat, ist nicht weiter nachgewiesen. Daher sollte bei auftretenden Symptomen immer ein Notarzt konsultiert werden.

Symptome

Wenn das
Gift aus dem Rhododendron durch den Rauch aufgenommen wurde, dann kann es zu den folgenden Symptomen kommen, die auch nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten, vor allem wenn viele Blüten oder Blätter hintereinander geraucht wurden:
  • Hautkribbeln
  • Reizung der Schleimhaut
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Schwindel
  • verlangsamter Herzschlag
  • Herzrhytmusstörungen
  • Atemlähmung
Gerade der Schwindel, der bei einer Vergiftung auftreten kann suggeriert dem Konsumenten eine berauschende Wirkung, die jedoch nicht gegeben ist. Denn der Rhododendron enthält einzig und allein Gifte, aber keine Rauschstoffe, die mit dem Marihuana- oder Haschisch-Verzehr gleichzusetzen wären.

Hibiskus giftig?

HibiskusWeder die Blätter, noch die Blüten sowie die gesamte Hibiskuspflanze sind giftig. Daher können natürlich die Pflanzenteile alle als Tabak verwendet und geraucht werden. Doch es werden sich keine berauschenden Wirkungen zeigen, noch kann sich der Raucher am Rauch vergiften und es so zu Schwindel oder anderen Beschwerden kommen. Somit ist der Hibiskus völlig ungefährlich, wird aber auch nicht als Drogenersatz verwendet.

Quellen:
www.gizbonn.de
hanfjournal.de