Der Catalpa bignoniodes stammt aus dem südöstlichen Nordamerika und erreicht nicht selten eine Wuchshöhe von rund 18 Metern. Wer diesen dekorativen Schattenspender im heimischen Garten pflanzen möchte, muss daher ausreichend Platz zur Verfügung haben. Der Pflegeaufwand ist hingegen überschaubar, lediglich junge Bäume benötigen in den ersten Jahren etwas mehr Zuwendung.

Standort

Der Gewöhnliche Trompetenbaum wächst in der freien Natur bevorzugt in warmen Regionen an Flussufern und Auen. Er gilt als sehr hitzebeständig und kommt auch mit direkter Sonneneinstrahlung problemlos zurecht. Allerdings bevorzugt er einen etwas windgeschützten Platz, denn sein Blattwerk ist äußerst groß und schwer. Dadurch besteht insbesondere bei starkem Wind die Gefahr, dass die Triebe brechen könnten. Allerdings sollte der Baum keinesfalls in der totalen Windstille stehen, denn er benötigt etwas Wind, damit das Laub nach dem Regen gut abtrocknen kann. Des Weiteren sind bei der Standortwahl folgende Aspekte zu berücksichtigen:
  • Wurzeln reagieren empfindlich auf Störungen
  • deswegen nicht auf eine Rasenfläche pflanzen
  • und auch nicht in Beete integrieren

Nachbarn

Der exotische Laubbaum besticht durch seine monumentale Wirkung, weshalb er bevorzugt einen Einzelplatz erhalten sollte. Das Einpflanzen neben einem anderen Trompetenbaum sollte möglichst vermieden werden, da sich die Bäume sonst
gegenseitig die Nährstoffe aus dem Boden entziehen. Da der Catalpa bignonioides jedoch zu den Herzwurzlern gehört, lässt sich sein Wurzelwerk problemlos mit verschiedenen Pflanzen begrünen:
  • Funkien
  • Farne
  • Schattenpflanzen
  • robuste Storchschnabel-Arten

Boden / Substrat

Trompetenbaum - Catalpa bignonioidesIn der freien Natur wächst der Catalpa bignonioides bevorzugt in feuchten sowie fruchtbaren Lehmböden. Wird der kalktolerante Exote jedoch im heimischen Garten gepflanzt, sollte das Erdreich nicht zu nährstoffreich sein. Denn dadurch wird das Austreiben von neuen Trieben begünstigt, welche jedoch nicht bis zum Winter ausreichend ausreifen. Nicht selten hat dies zur Folge, dass die Triebspitzen zurückfrieren und diese bei Sturm leichter brechen. Der Gewöhnliche Trompetenbaum stellt zwar keine sonderlich hohen Ansprüche an den Boden, gedeiht jedoch am besten, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
  • sandig bis lehmig
  • mäßig feucht bis feucht
  • gut durchlässig
  • schwach alkalisch bis schwach sauer
  • optimaler pH-Wert: 5,5-7,5
Tipp: Für die Kultur im Kübel eignet sich hochwertige Kübelpflanze oder ein Gemisch aus Kompost, Gartenerde und Sand. Wer keinen Kompost zur Hand hat, kann jedoch auch humose Blumenerde verwenden.

Einpflanzen

Wird der Trompetenbaum als Containerpflanze erworben, kann er ganzjährig eingepflanzt werden. Bei wurzelnackten Exemplaren empfiehlt sich jedoch das Einsetzen im Herbst oder Frühjahr. Letzteres stellt generell den besten Zeitpunkt zum Einpflanzen dar, da die Triebe erst spät austreiben und ausreichend Zeit zum Entwickeln benötigen, ehe der Frost antritt. Zudem ist es dem Baum dadurch möglich, gut anzuwachsen und sich ausreichend zu verwurzeln. Bevor der Catalpa bignonioides seinen Platz im heimischen Garten einnimmt, sollte er zunächst auf das Einpflanzen vorbereitet werden. Hierfür wird der Wurzelballen in einen Eimer Wasser getaucht und erst wieder rausgenommen, wenn keine Luftblasen mehr aufsteigen. Anschließend kann der Exote wie folgt eingepflanzt werden:
  • Pflanzloch ausgraben
  • dieses sollte doppelt so groß sein wie der Wurzelballen
  • ausgehobene Erde mit Humus anreichern
  • Baum vorsichtig einsetzen
  • dabei die Wurzeln nicht drücken
  • neben dem Wurzelballen 1 bis 3 Holzpfähle mit einsetzen
  • Holzpfahl und Baumstamm zusammenbinden
  • Pflanzloch mit dem Gemisch aus Erde und Humus füllen
  • idealerweise eine Handvoll Hornspäne einarbeiten
  • Erde gut antreten und anschießend kräftig gießen
Tipp: Sowohl für die Kultur im Kübel, als auch für schwere Böden im Freiland hat sich das Anlegen einer Drainageschicht bewährt. Diese wird vor dem Einsetzen des Baumes angelegt und besteht vorzugsweise aus Kies oder Sand.

Düngen

Trompetenbaum - Catalpa bignonioidesDer Nährstoffbedarf des Catalpa bignonioides ist mäßig, weshalb die im Boden vorhandenen Nährstoffe meist ausreichend sind. Eine regelmäßige Düngerabgabe ist insbesondere für ältere Exemplare, welche im Freiland kultiviert werden, nicht nötig. Allerdings profitieren ausgewachsene Trompetenbäume von einer Düngung im April, Juni oder August. Hierfür eignet sich am besten ein organischer Dünger wie Hornspäne oder Kompost. Anders verhält es sich mit jungen Pflanzen, denn diese haben noch nicht genügend Wurzelwerk, um sich selbst mit den wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Daher ist es notwendig, junge Trompetenbäume in den ersten Jahren zu düngen:
  • während der Wachstumsperiode alle 2 Wochen düngen
  • hierfür eignet sich ein Volldünger
  • dieser wird in das Gießwasser untergemischt
  • mineralischer Flüssigdünger sind zwar schnell verfügbar
  • werden jedoch vom Regen ausgewaschen
  • alternativ hierzu eignet sich ein Kombidünger
  • bei diesem werden die Komponenten langsam freigesetzt
  • Kombidünger reicht für 3 bis 6
    Monate

Gießen

Der Gewöhnliche Trompetenbaum bevorzugt einen feuchten Untergrund und sollte daher regelmäßig gegossen werden. Insbesondere in der Wachstumsphase ist es wichtig, dass das Bäumchen gleichmäßig bewässert wird, denn der Wurzelballen darf niemals austrocknen. Hinzu kommt, dass der Exote äußerst große Blätter bildet. Demnach ist die Verdunstungsrate an warmen sowie heißen Tagen besonders hoch. In den Sommermonaten ist es daher ratsam, den Catalpa bignonioides etwa zwei bis drei Mal pro Woche zu gießen. Beim Bewässern gilt es zudem, Folgendes zu beachten:
  • Trompetenbaum verträgt keine Staunässe
  • reagiert darauf mit Wurzelfäule
  • am besten morgens bewässern
  • Kübelpflanzen bei Bedarf öfter gießen
  • anschließend den Untersetzer ausleeren
  • dadurch wird Staunässe vermieden
Tipp: Um die Feuchtigkeit im Boden zu halten, hat sich das Mulchen des Bodens bewährt.

Umsetzen

Trompetenbaum - Catalpa bignonioidesWird der Trompetenbaum im Garten gepflanzt, kann er nach einer Standzeit von rund zwei bis drei Jahren problemlos umgesetzt werden. Der perfekte Zeitpunkt für das Umsetzen ist in der Vegetationsphase, wenn sich der Baum im laublosen Zustand befindet. Denn zu dieser Zeit ist der Boden noch offen und das Bäumchen kann an seinem neuen Standort gut einwurzeln. Beim Umsetzen ist unbedingt darauf zu achten, dass der Baum so wenig Wurzelmasse wie möglich verliert. Abhilfe verschafft ein Jutetuch, welches um den Wurzelballen gewickelt wird und verhindert, dass dieser auseinanderbricht. Das Umsetzen klappt zudem am besten, wenn folgende Tipps beachtet werden:
  • Baum nicht zu tief einsetzen
  • nach dem Umpflanzen die Kronentriebe einkürzen
  • um etwa ein Drittel bzw. die Hälfte
  • dadurch wird der Verlust der Wurzelmasse ausgeglichen
  • den Schnitt am besten im März durchführen
  • sodass etwaige Frostschäden ausgeglichen werden können

Schneiden

Ein regelmäßiger Rück- oder Formschnitt des Trompetenbaumes ist zwar nicht unbedingt erforderlich, jedoch ratsam. Denn durch das Ausbleiben des Schnittes wird die Krone immer breiter und verliert nicht selten ihre ästhetische Wuchsform. Demnach ist es empfehlenswert, den schnittverträglichen Exoten hin und wieder auszulichten und zu schneiden. Ältere Bäume profitieren besonders von einem Verjüngungsschnitt, denn dieser fördert den Austrieb von neuen, jungen Ästen. Hierbei wird das alte und abgestorbene Holz entfernt. Zudem kann der Catalpa bignonioides - je nach Bedarf - wie folgt geschnitten werden:

Auslichten

Das regelmäßige Auslichten der Baumkrone verbessert zum einen die Belüftung innerhalb der Krone und verhindert zugleich eine Verkahlung von innen. Beim Auslichten werden zunächst alle abgestorbenen Äste auf Astring abgeschnitten und alle überschüssigen sowie zu dicht wachsenden Äste entfernt. Das Astwerk wird insgesamt um etwa 10 bis 20 Prozent gekürzt, wobei jeweils über einem nach unten bzw. nach außen gerichtetem Auge geschnitten wird.

Formschnitt

Trompetenbaum - Catalpa bignonioidesNach dem Auslichten empfiehlt es sich, einen Formschnitt durchzuführen. Allerdings sollte dieser nicht jährlich, sondern etwa alle drei bis fünf Jahre stattfinden. Dies liegt vor allem an den frischen Trieben, welche besonders bruchgefährdet sind. Um eine luftige sowie überschaubare Krone zu erhalten, gilt: So wenig wie möglich und nicht mehr als nötig schneiden! Allerdings kann das Einkürzen von einzelnen Ästen zu einem besenartigen Austrieb führen, wodurch die Krone nicht mehr rund und gleichmäßig wächst. Deswegen wird der Formschnitt in der Regel nach der Ableitungsmethode durchgeführt:
  • zu lange Äste kürzen
  • etwa um ein Drittel bzw. um die Hälfte
  • über dem Knospenpaar oder Knospendrilling ansetzen
  • äußeren Äste kürzen
  • bis auf einen schwächeren, tiefer liegenden Ast
  • bestenfalls wächst dieser vertikal
  • neue Triebe treiben dadurch seitlich aus
  • und die Form bleibt erhalten

Kopfbaumschnitt

Der Gewöhnliche Trompetenbaum verträgt auch den Kopfbaumschnitt, welcher auch als "Entwipfeln" bekannt ist, besonders gut. Dieser Schnitt ist vor allem sinnvoll, wenn das Leben des Baumes gefährdet ist, wie beispielsweise durch eine Pilzerkrankung. Ebenso ist der Kopfbaumschnitt empfehlenswert, wenn der Baum erhebliche Sturm- und/oder Frostschäden erlitten hat. Denn beim Entwipfeln wird die Krone gekappt, sodass nur noch wenige Leitäste oder der Stamm übrig bleiben. Bis der Trompetenbaum erneut eine Krone bildet, kann es anschließend etwas länger dauern. Allerdings treiben die Blätter nach diesem Radikalschnitt üppiger aus und sind meist größer.

Überwintern

Der Catalpa bignonioides erlangt seine Frosthärte erst im Laufe der Zeit, wobei er in der Regel ab dem vierten Lebensjahr als winterhart gilt. Ein ausgereifter Trompetenbaum kommt problemlos auch mit Minusgraden zurecht, denn erst ab -28 Grad wird es für ihn problematisch. Junge Bäume gelten hingegen in den ersten vier Jahren nicht als winterhart. Denn diese sind besonders anfällig für Frostrisse, vor allem wenn starker Frost bei gleichzeitig starker Wintersonne herrscht. Deswegen ist es ratsam, insbesondere junge Bäume mit einem Frostschutz auszustatten.
  • Schilf- oder Bambusmatten um den Stamm rollen
  • Wurzelbereich mulchen
  • atmungsaktives Vlies nachts über Baum stülpen
  • Weißanstrich
  • junge Bäume in den Innenbereich holen
  • als Winterquartier eignet sich eine Garage oder ein ungeheizter Wintergarten
  • keinesfalls zu warm überwintern!
Tipp: Um die jungen Trompetenbäume auf den Winter vorzubereiten, können diese im August und September mit Beinwelljauche überbraust werden. Denn die Jauche ist reich an Kalium, welches die Zellwände stärkt.

Vermehren

Trompetenbaum - Catalpa bignonioidesDer Gewöhnliche Trompetenbaum bildet im Laufe der Zeit zwar Absenker, allerdings sollten diese rechtzeitig entfernt werden. Besser ist es, den Baum entweder durch Samen oder durch Stecklinge gezielt zu vermehren. Für die Vermehrung durch Samen ist es zunächst wichtig, dass diese vor der Aussaat für etwa 24 Stunden in lauwarmes Wasser eingeweicht werden. Anschließend werden die Samen wie folgt ausgesät:
  • Pflanzgefäß mit Anzuchterde befüllen
  • die Erde befeuchten
  • Samen in die Erde geben und mit Substrat bedecken
  • mit einem Glas oder einer Folie abdecken
  • an einen halbschattigen Standort stellen
  • optimale Temperatur: 18 bis 23 Grad
  • Abdeckung regelmäßig entfernen
  • dadurch wird Schimmelbildung vermieden
  • Keimdauer beträgt etwa 5 bis 8 Wochen
  • anschließend die Keimlinge vorsichtig umtopfen
Wer seinen Trompetenbaum mit Stecklingen vermehren möchte, sucht sich im Frühsommer einen rund 10 Zentimeter langen Trieb aus und schneidet diesen vom Baum ab. Hierbei sollte möglichst schräg geschnitten werden, denn so kann der Steckling das Wasser besser aufnehmen. Anschließend werden die unteren Blätter entfernt, sodass nur das oberste Blattpaar übrig bleibt. Nun kann der Steckling in Anzuchterde gesteckt und an einen halbschattigen Standort platziert werden. Wichtig ist, dass die Erde von nun an stets feucht gehalten und direkte Sonneneinstrahlung vermieden wird.

Krankheiten und Schädlinge

Dem Catalpa bignonioides macht besonders oft die Verticillium-Welke zu schaffen. Bei dieser Pilzerkrankung breitet sich der Pilz in den Leitungsbahnen aus und verhindert die Nährstoff- und Wasserversorgung einzelner Äste. Die Pilzerkrankung ist nicht heilbar, weshalb die befallenen Äste welken und absterben. Junge Bäume können jedoch manchmal gerettet werden, indem diese umgepflanzt werden. Die Pilzerkrankung lässt sich zudem vorbeugen, indem auf einen nährstoffreichen Boden geachtet und Pflanzenstärkungsmittel eingesetzt wird. Der Gewöhnliche Trompetenbaum ist zudem anfällig für Krankheiten wie Echter Mehltau und Brandkrustenpilz. Zudem wird er gerne von folgenden Schädlingen befallen:
  • Raupen
  • Schnecken
  • Blattläuse
  • Spinnmilben