Nach Waschbären, Mardern und Füchsen ist auch der Dachs in den Städten angekommen. Das scheue Wildtier wird nur selten beobachtet. Ärgerlich sind seine Hinterlassenschaften nach nächtlicher Erkundungstour durch unsere Gärten.

Ernährung des Dachses

Dachse sind Allesfresser. Sie fressen das, was ihnen auf ihren Streifzügen begegnet. Ihre Lieblingsspeise sind Regenwürmer. Sie verspeisen auch Insekten, Schnecken und Kleintiere sowie Pilze, Wurzeln, Beeren und Obst. In unseren Gärten finden sie alles, was sie brauchen. Übrigens, wenn Dachse auf Wespennester treffen, räumen sie diese fast vollständig aus. Ein einziges Tier verzehrt mehr als einhundert Wespen. Nachts sind Wespen nicht aktiv, sodass dem Räuber kein Schaden entsteht.

Dachskot erkennen

Wer morgens im Garten Tierkot entdeckt, denkt zunächst an Waschbären oder schimpft vielleicht auf die Katze des

Nachbarn. Es könnte sich auch um den Kot des Europäischen Dachses (Meles meles) handeln. Wir haben die wichtigsten Erkennungsmerkmale zusammengestellt.

Löcher im Garten

Ein Merkmal, das auf den nächtlichen Besuch im Garten hinweist, sind Dachslöcher. Die Tiere graben diese bei der Nahrungssuche. Sie sind nur 5 bis 10 Zentimeter sehr tief.

Latrinen

Dachse bauen zur Kotablage Latrinen. Niemals würden sie den Kot einfach auf der Wiese oder auf Wegen fallenlassen. Die länglichen, flachen Löcher befinden sich oft unter Obstbäumen und Beerengehölzen. Latrinen gelten als Erkennungsmerkmal des Dachses und helfen bei der Unterscheidung der Hinterlassenschaften von denen der Füchse. Waschbären und Marderhunde, die in bewohnten Gebieten häufig anzutreffen sind, bauen zur Kotablage auch Latrinen.

Beschaffenheit und Form

Die Farbe und die Konsistenz der

Hinterlassenschaften des Dachses hängen von der aufgenommenen Nahrung ab. Häufig ist der Kot wurstförmig und trocken oder auch sehr weich. Der Dachskot ähnelt dem des Fuchses. Durch die raue Oberfläche und die zylindrische Form kann er gut unterschieden werden. Fuchskot hat eine auffällig spitze Formung am Ende.

Dachskot - Dachs-Losung

Enthaltene Bestandteile

Dachskot enthält sichtbare Bestandteile der aufgenommenen Nahrung. Reste von Insekten oder Beeren sowie Kirschkerne und Tierhaare lassen sich gut erkennen.

Kratzspuren an Bäumen

Dachse wetzen ihre Krallen an Bäume. Auffällige Kratzspuren sind ein Zeichen für Dachse im Garten.

Feste Wege

Generationen von Dachsfamilien nutzen immer die gleichen Wege, um vom Bau zu ihren Nahrungsquellen zu gelangen. So entstehen feste Pfade, sogenannte Wechsel.

Dachse vertreiben

Der Kot des Dachses ist störend. Viel problematischer sind jedoch die unterirdischen Gänge, die die Tiere im Garten graben. Sie können den Rasen zerstören und das Wachstum von Bäumen beeinträchtigen. Es gilt, den ungebetenen Besuch so schnell wie möglich wieder loszuwerden.

  • Mülltonne gut verschließen
  • Küchenabfälle nicht auf den Kompost werfen
  • Kompost
    abdecken
  • Fallobst beseitigen
  • Schlupflöcher im Zaun verschließen
  • Futterschälchen von Haustieren nicht im Garten aufstellen

Hinweis: Dachse sind geräuschempfindlich. Im Handel erhältliche Mittel zur Dachsabwehr nutzen diese Eigenschaft. Ein einfaches Windspiel auf der Terrasse kann helfen, Dachse aus dem Garten zu vertreiben.

Im Internet kursieren zahlreiche Tipps zur Dachsabwehr mit diversen Geruchsstoffen, doch weder mit Pfeffer noch mit menschlichem Urin werden Sie dauerhaft Erfolg haben. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten.

Ist Dachskot gefährlich?

Der Kot von Dachsen, Füchsen und Waschbären enthält häufig Parasiten, Viren und Bakterien. Würmer und Krankheiten können bei direktem Kontakt mit dem Kot sowohl auf den Menschen als auch auf Haustiere übertragen werden.
Beachten Sie zu Ihrem Schutz unsere Tipps beim Beseitigen des Dachskots.

Dachskot beseitigen

  1. Dachskot gehört wie der Kot anderer Wildtiere nicht in den Biomüll oder auf den Kompost!
  2. Ziehen Sie bei der Entfernung der Hinterlassenschaften unbedingt Einweghandschuhe an.
  3. Verwenden Sie Hundekotbeutel.
  4. Entsorgen Sie den Abfall mit den Handschuhen im Restmüll.
  5. Säubern Sie verunreinigte Stellen auf befestigten Flächen mit Wasser.