Haben sich im Garten und der Umgebung einmal Raben und Krähen niedergelassen, dann zeigt dies, dass diese neue Heimat den großen Vögeln viele Vorteile bietet. Diese gilt es abzustellen, damit die lästigen Tiere, die vor allem auch den heimischen Singvögeln zum Problem werden, wieder vertrieben werden können. Dies kann schwer werden, denn die intelligenten Tiere haben wenig Angst.

Raben und Krähen - einfallsreich und intelligent

Raben und Krähen sind große und geschickte Vögel. Durch ihre Intelligenz und viel Einfallsreichtum können sie ihre Umgebung schnell austricksen. Denn sie eignen sich schnell neue Fähigkeiten an, vor allem, um an Futter zu kommen. Auch Werkzeuge aus Blättern und Zweigen können sie herstellen. So öffnen sie durchaus auch Türen oder Deckel, wenn sie Futter vermuten. Doch gerade diese Intelligenz ist es auch, die es für uns Menschen schwer macht, die Vögel aus unserem Garten zu vertreiben. So muss auch auf das Folgende geachtet werden, wenn sich die Vögel im eigenen Garten niederlassen:
  • es kommt nicht nur eine Krähe
  • die Vögel leben im Familienverband
  • so ist mit weiteren Tieren zu rechnen
  • suchen sich eine attraktive Umgebung zum Nisten
  • hierzu gehören offene Mülleimer
  • Mülltüten
  • offener Kompost
  • Früchte, Obstbäume oder Gemüse
  • Futterstellen für Singvögel
  • Nistkästen mit Nestern von Singvögeln

Unattraktive Umgebung gestalten

Raben und Krähe lassen sich gerne dort nieder, wo sie Futter und Nistplätze finden. Daher muss ihnen die Umgebung im Garten so unattraktiv wie möglich gestaltet werden. Hierzu gehört vor allem auch, sämtliche Nahrungsquellen für die Raben und Krähen so gut wie möglich zu schützen. Wer seinen Hausmüll in Beuteln vor der Hoftüre aufbewahrt, darf sich daher nicht wundern, wenn sich schnell Raben und Krähen ansiedeln. Denn das Zerstören der Plastiktüten, um an die hierin verwahrte Nahrung zu gelangen, ist ein Leichtes für die intelligenten Vögel. So können die folgenden Maßnahmen helfen, auch wenn sich die Vögel bereits im Garten niedergelassen haben:
  • Mülleimer niemals überfüllen
  • Deckel muss sich gut schließen
    lassen
  • Griffe mit Stäben im Boden verankern
  • sonst werden kleine Mülltonnen umgeschmissen
  • Kompost immer abdecken
  • vor allem, wenn hier Reste aus der Küche landen
  • Gartenbeete, Obstbäume- und Sträucher mit Netz schützen
  • Krähen fressen Raupen und Insekten
  • verschmähen aber auch das angebaute Gemüse nicht
  • vor allem auch Kirschbäume oder Beeren werden bevorzugt
Krähe - RabeDamit im Sommer die Ernte nicht gefährdet ist, sollten Bäume, Sträucher und das Gartenbeet mit Netzen geschützt werden, die einen Umfang der Löcher von höchstens 10 cm Durchmesser besitzen. So gelangen zwar Singvögel noch an die Insekten, die Rabenvögel haben jedoch keine Möglichkeit, an Beeren und Kirschen zu gelangen.

Futterstellen ändern

Gerade im Winter sollen die heimischen Singvögel zugefüttert werden, vor allem wenn es sehr kalt ist und die Vögel in den schneebedeckten Gebieten keine Nahrung finden. Doch gerade auch diese Futterstellen sind sehr attraktiv für Raben und Krähen. Zeigen sich die Rabenvögel in der Umgebung, sollte daher auf die Futterplätze verzichtet werden. Es gibt aber bereits Futterhäuschen, die nicht für große Vögel geeignet sind:
  • gut geeignet, ein selbstschließendes Futterhäuschen
  • dieses schließt, wenn große Vögel landen
  • ist im gut sortierten Gartenfachhandel erhältlich
  • sonst nur Futterhäuschen mit kleinen Öffnungen nutzen
  • regelmäßig verschüttetes Futter entfernen
  • dieses zieht die Krähen und Raben an
Tipp: Raben und Krähen machen bei Ihrem Essen keinen großen Unterschied. Sie fressen alles, was sie an Essensresten finden können. Dazu gehören auch Gartenabfälle wie Fallobst oder Gemüsereste, trockenes Brot und vieles mehr.

Nistplätze von Singvögeln schützen

Die Nistplätze für die Singvögel im Garten sollten vor den Rabenvögeln gut geschützt sein. Denn die kleinen Küken der kleinen Vögel sind gefährdet. Findet eine Krähe ein Nest mit Küken und kommt sie durch das Loch im Nistkasten an diese heran, dann werden sie von ihr
gefressen. Fatal hieran ist, dass die Rabenvögel sich diese Futterstelle merken und in jedem Jahr wieder kommen. Daher nur Nistkästen aufhängen, die ein besonders kleines Schlupfloch besitzen, das nicht größer als 20 cm sein darf. Ansonsten sollten diese Nistkästen wie folgt aussehen:
  • vom Einschlupfloch zum Bodeninneren sollten mindestens 15 cm Tiefe sein
  • Leiste oder Stange vor dem Loch entfernen
  • die Singvögel benötigen diese nicht für ihren Anflug
  • Krähen warten hier jedoch, bis ein Küken aus dem Loch schaut

Bereiche zum Nisten entfernen

Die Umgebung kann auch dadurch sicherer vor nistenden Rabenvögeln und somit unattraktiv gemacht werden, indem ihre eigenen Nistbereiche entfernt werden. Denn finden die Krähen keinen geeigneten Platz für ihr eigenes Nest, dann ziehen sie in der Regel weiter. Krähen haben die Angewohnheit, in großen Mengen die Umgebung zu erkunden. Hierzu sitzen sie auf Ästen, Dächer oder Zäunen. Damit sie bereits hier keinen geeigneten Anflugplatz finden, sollte wie folgt vorgegangen werden:
  • tote Äste von Bäumen entfernen
  • die blätterlosen Äste sind ein guter Aussichtspunkt für Raben
  • Vogelabwehrspitzen auf Zäunen oder an Dachrändern befestigen
  • sind im gut sortierten Handel erhältlich
  • Vögel finden so keinen Halt zum Landen
  • durchsichtiges Vogelabwehrgel aus dem Handel verwenden
  • dieses wird auf Ästen verstrichen, die von Raben bevorzugt werden
  • das klebrige Gel ist unangenehm für die Vögel
  • stört das Aussehen der Bäume durch die Durchsichtigkeit nicht
  • Außenbeleuchtung nachts abschalten, Raben mögen es hell
Tipp: Gerade wenn der Garten in der Nacht gut beleuchtet wird, wird dieser von Krähen und Raben angeflogen, die es hell mögen. Denn die Vögel versammeln sich nachts gerne an besonders gut beleuchteten Plätzen.

Anfang Winter gegen Krähen vorgehen

Krähe RabeNicht erst, wenn die Krähen im Frühling anfangen, nach einem geeigneten Nistplatz zu suchen, sollte gegen die Vögel vorgegangen werden. Das Problem mit den Raben beginnt schon viel früher. Daher ist es wichtig, bereits am Anfang vom Winter das Krähenproblem im eigenen Garten anzugehen. Da es sich bei diesen Tieren um Zugvögel handelt, suchen sie sich Anfang des Winters ihr Gebiet aus, an dem sie rasten können. Werden sie dann nicht gestört, könnten die Raben den ganzen Winter über bleiben und sich im Frühling im Garten einen Nistplatz suchen. Folgende Störungen sind sinnvoll, die Krähen im Winter zu vertreiben:
  • immer am Abend vertreiben
  • so bleiben die Krähen nicht die ganze Nacht
  • einen sicheren Platz für die Nacht madig machen
  • hierbei helfen laute Geräusche
  • Wasser aus dem Schlauch
  • alle Lichter im Außenbereich ausschalten

Maßnahmen zum Verscheuchen

Egal zu welcher Jahreszeit, es gibt Methoden zum Verscheuchen, die immer angewendet werden sollten, damit sich Raben und Krähen nicht im Garten niederlassen. Zu Halloween gibt es oft Scherzartikel, zu denen auch falsche Krähen gehören. Diese werden mit ausgebreiteten Flügeln und kopfüber in die Bäume oder unter den Dachvorsprung
gehängt. Die Rabenvögel werden die Umgebung mit den vermeintlich toten Artgenossen meiden. Bei Vogelattrappen oder falschen Schlangen, die nur hingesetzt oder gelegt werden, merken die intelligenten Tiere schnell, dass diese nicht echt sind und stören sich nicht mehr hieran. Weitere Mittel zur Vertreibung gibt es wie folgt:
  • Rabenvögel fürchten sich vor glänzenden, bewegenden Objekten
  • spezielles Klebeband, das das Licht reflektiert, ist im Handel erhältlich
  • der Standort der Bänder sollte immer wieder geändert werden
  • Raben sind sehr lehrreich und merken schnell, dass das Licht ihnen nicht schadet
  • alte CDs können den gleichen Effekt bewirken
  • alles andere, was gut und weithin glänzt
  • so auch eine Aluminiumkuchenform oder einfach Alufolie
Tipp: Oft wird auch der Tipp gegeben, mit einem Laserstrahl auf die fliegenden Tiere zu zielen und diese somit zu verunsichern. Doch dieser Tipp ist aufgrund der Sicherheit im Flug- oder auch im Straßenverkehr nicht sehr empfehlenswert. Zudem kommen die Vögel schnell wieder, wenn der Laser abgeschaltet wird.

Laute Geräusche

Auch immer wieder kehrende laute Geräusche können die Raben verscheuchen. Denn wenn sie keine Ruhe finden, dann suchen sie sich einen anderen Platz. Doch gerade laute Geräusche sollten in der Stadt vermieden werden und eignen sich eigentlich nur für ein einsam gelegenes Grundstück, bei dem es keine direkten Nachbarn gibt, die gestört werden könnten. Hinzu kommt, dass die lauten Geräusche auch die Bewohner des Hauses selbst stören werden. Die Geräusche können wie folgt erzeugt werden:
  • immer, wenn Krähen oder Raben in Sichtweite sind
  • Notrufe von Krähen abspielen
  • Töne von Feinden der Raben und Krähen
  • hierzu gehören Falken oder Eulen
  • diese Geräusche stellen Kammerjäger online zur Verfügung
  • lautes Hämmern oder Alarm vom Band
  • Drucklufthörner
Krähe - RabeKnallkörper oder Sylvesterböller sollten hingegen vermieden werden, denn diese dürfen nur an Sylvester und hier nicht ohne eine speziell eingeholte Genehmigung abgeschossen werden. Auch sollte bei den Geräuschen darüber nachgedacht werden, dass sich nicht nur die Raben und Krähen hiervon gestört fühlen könnten, sondern auch Singvögel oder kleine Tiere im Garten. Auch Haustiere wie Hunde oder Katzen mögen viele Geräusche nicht, fürchten und erschrecken sich und könnten im schlimmsten Fall verloren gehen.

Tipp: Wenn sich die Nachbarschaft gut versteht, dann kann diese sich auch zusammentun und gemeinsam die Krähen und Raben mit Geräuschen aus der näheren Umgebung vertreiben. Dann können diese Maßnahmen auch in einer stärker besiedelten Gegend in einer Gemeinde angewandt werden.

Haustier anschaffen

Bewegen sich Hunde oder Katzen frei im Garten, dann können diese auch sehr effektiv die Raben und Krähen fernhalten. Denn diese Haustiere haben einen natürlichen Jagdinstinkt und vor allem Hunde können die Vögel durch ihr lautes Bellen, sobald sie eine Krähe oder Raben sehen, vom Grundstück fernhalten. Leider ist es aber auch der Fall, dass sich durch das Bellen wieder die Nachbarn gestört fühlen könnten.