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Vögel unter Dachziegeln und Dachüberstand verhindern

Spatz und Taube

Im Laufe der Zeit haben sich bestimmte Vögel an die Nähe von Menschen gewöhnt und siedeln sich unterm Dach an. Aufgrund der entstehenden Geräuschkulisse und dem Kot können die Tiere jedoch schnell lästig werden.

Video-Tipp

Vogelattrappen errichten

Abhängig von der Architektur des Gebäudes können das Dach und die Häuserfassade einladende Nistplätze für bestimmte Vogelarten bieten, die sich dort sicher fühlen. Dazu gehören vor allem Meisen, Schwalben, Spatzen, Spechte und Tauben. Allerdings kann der ausgeschiedene Vogelkot schon nach kurzer Zeit zu einer Belastung werden. Als Folge stellen sich deutlich sichtbare Schäden an der Bausubstanz ein. Außerdem kann das andauernde Zwitschern den Bewohnern bald auf die Nerven gehen, vor allem, wenn jemand im Home-Office von Zuhause arbeitet. Deswegen sind zeitnah adäquate Maßnahmen zu ergreifen, um die Vögel zu vertreiben. Ansonsten kann es passieren, dass die tierischen Untermieter zu einer echten Plage werden. Da die genannten Vogelarten natürliche Feinde in Form von diversen Raubvögeln haben, hat sich das Errichten von bedrohlichen Vogelattrappen in der Nähe der Dachziegel bewährt. So flüchten die kleineren Vogelarten instinktiv und vermeiden den nahen Kontakt zu den Attrappen.

  • Elstern, Krähen und Raben sind gefährliche Fressfeinde
  • Vogelattrappen in deren Form am Haus und im Garten anbringen
  • Imitieren in schwarzer Farbe die Konturen von Raubvögeln
  • Vorlagen gibt es im Gartenfachhandel zu kaufen
  • Eigene Herstellung ist ebenfalls möglich
  • Standort der Vogelattrappen regelmäßig wechseln
  • Ansonsten stellt sich bald Gewöhnung ein
Tipp:

Unsere Vorfahren haben schon vor langer Zeit Angst einflößende Vogelscheuchen auf dem Grundstück aufgestellt, um effektiv unerwünschte Vogelarten zu vertreiben.

Bauliche Maßnahmen

Um das Ansiedeln von Vögeln auf dem Dach zu verhindern, lassen sich bestimmte bauliche Maßnahmen in die Wege leiten. Wenn die Landung für die Tiere unangenehm ist, suchen sie schnell das Weite. Wichtig sind auch Schutzabdeckungen für offene Stellen auf dem Dach, zum Beispiel die Abzugsschächte, welche sich sonst gut zum Nisten eignen. Sobald alle möglichen Plätze mit Maschendraht abgedeckt sind, können selbst kleine Vogelarten dort keine Nester mehr bauen.

  • Dächer ohne Unterschlupf und Schutz konstruieren
  • Dachziegel mit flachen und glatten Oberflächen bedecken
  • Als Landeplatz komplett unmöglich machen
  • Dachssimse mit Holzbrettern auslegen
  • Bretter mit Winkel über 45 Grad aufstellen

Windspiele als Abwehrmittel

Die meisten Vogelarten erschrecken sich ebenfalls durch spiegelnde Flächen und Gegenstände, welche im Sonnenlicht stark blenden. Selbstgemachte Windspiele lassen sich fast überall auf dem Grundstück und in der Nähe der Dachziegel aufhängen. Mit ein wenig handwerklicher Erfahrung lassen sich schnell verschiedenartige Aufhänger herstellen. Dank der abschreckenden Wirkung sucht sich ein überwiegender Teil der Tiere lieber ein neues Zuhause. Allerdings kann es dazu kommen, dass sich besonders freche Geschöpfe nach einiger Zeit an die reflektierenden Aufhänger gewöhnen. Deshalb sind die Plätze der Vorrichtungen periodisch zu wechseln, um den Abwehreffekt weiterhin zu erhalten.

Windspiel
  • Windspiele lässt sich mit ausgedienten CDs erstellen
  • Alternativ alte Spiegelstücke verwenden
  • Reflektierende Teile mit fester Schnur zusammenbinden
  • In unterschiedlichen Höhen befestigen
  • Auf wind- und wetterfeste Eigenschaften achten
  • An diversen Standorten im Haus und Garten anbringen

Draht als Defensive

Da zahlreiche Vogelarten in Europa geschützt und manche von denen sogar akut vom Aussterben bedroht sind, gibt es gesetzliche Vorschriften bezüglich des Vertreibens. So dürfen Vogelnester in der Brutzeit nie entfernt und die Jungvögel müssen immer in Ruhe gelassen werden. Deshalb ist es besser, das Ansiedeln der Tiere von Anfang an zu verhindern. In diesem Zusammenhang hat sich die Kombination von Drahtspitzen mit Vogelattrappen bei der Abwehr bewährt. So lässt sich effektiv verhindern, dass die unerwünschten Vogelarten gut auf den Dachziegeln landen können und sich dort häuslich niederlassen.

  • Draht als Abwehrspitzen auf Dächern anbringen
  • Als längere Streifen im Handel zu erwerben
  • Verhindern das Betreten durch die gefiederten Tiere
  • Varianten aus rostfreiem Stahl an der Regenrinne festmachen
  • Auf dem Dachüberstand und nahen Mauern arrangieren

Mit Geräuschen loswerden

Im Grunde sind Vögel eher scheue Tiere, die sich schnell erschrecken und dadurch vertreiben lassen. Das funktioniert sehr gut mit lauten Geräuschen und sonstigen Klängen. Diese Abwehrmittel sind gesetzeskonform und absolut unbedenklich für die Tiere. Darüber hinaus erzeugen bestimmte Vorrichtungen auch sehr angenehme Töne, welche ein harmonisches Ambiente für die Hausbewohner kreieren. Auf lange Sicht verwirrt und verscheucht die so entstehende Geräuschkulisse die meisten Vogelarten.

  • In der Nähe der Dachziegel klingende Aufhänger anbringen
  • Glockenspiele und tönende Holzmobiles sind auch effektiv
  • Alternativ Windspiele aus Fähnchen installieren
  • Ratternde Windräder sind ebenfalls gut geeignet
  • Wirken durch Bewegung im Wind abschreckend
  • An viel besuchten Aufenthaltsorten platzieren
Hinweis:

Bei den Windspielen ist nicht die Größe der Anlage wichtig, sondern die gezielte Platzierung an den durch die Tiere häufig besuchten Plätzen.

Löcher beseitigen

Sehr beliebt für den Nestbau sind Hohlräume, Löcher und Maueröffnungen unter dem Dachüberstand. Da sich diese Bereiche in einer großen Höhe befinden, sind sie nur schwer für die Hausbewohner zugänglich und deshalb relativ sicher. Spechte und Schwalben sind dafür bekannt, diese Öffnungen noch weiter zu vergrößern, um sich dort heimisch niederzulassen. Jedoch kann die eindringende Feuchtigkeit die Wärmedämmung des Gebäudes beeinträchtigen und auf Dauer zu Schäden führen. Wer eine neue Besiedlung vermeiden oder wiederkehrende Zugvögel loswerden möchte, sollte diese einladenden Hohlräume an der Hausfassade beseitigen.

  • Hausfassade regelmäßig auf eventuelle Löcher überprüfen
  • Hohlräume so schnell wie möglich verspachteln
  • Spätestens bis Februar durchführen
  • Zum Frühlingsbeginn kehren die ersten Zugvögel zurück
  • Besser schon im Herbst kontrollieren, um Schäden zu vermeiden

Haustiere zum Abschrecken

Wer Haustiere hat, dem können diese beim Loswerden der Vögel helfen. Sowohl Hunde als auch Katzen jagen mit Vorliebe die gefiederten Tiere. So lassen sich die zwitschernden Quälgeister schnell vertreiben, wenn sie auf der Suche nach Nahrungsquellen auf dem Grundstück sind. Generell wirkt bereits schon die Anwesenheit dieser Haustiere als abschreckend für viele Vogelarten.

Hund als Abschreckung
  • Hund verstärkt rauslassen, Bellen wirkt einschüchternd
  • Frei laufende Katze dient auch der Vogelabwehr
  • Versucht die fliegenden Besucher unterm Dach zu erreichen
  • Miauen und versuchte Angriffe reichen oft schon zum Loswerden aus
Autor Heim-Redaktion

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