Durch die sommerliche Hitze, beständig pralle Sonne und langanhaltende Trockenheit braucht der Rasen in den Sommermonaten deutlich mehr Pflege. Zu dieser Jahreszeit kann es häufig dazu kommen, dass Teile der Rasenfläche ausdörren und unansehnlich werden. Außerdem wachsen Gräser während der Vegetationsperiode viel schneller und dichter, deshalb ist regelmäßiges Rasenmähen Pflichtprogramm. Zu der Rasenpflege im Sommer zählen neben dem Mähen auch das Wässern und Düngen.

Mähen

Speziell in den ersten Wochen des Sommers wachsen die Rasengräser extrem schnell und kräftig, da sich diese auf der Höhe der Vegetationsperiode befinden. Deshalb sollte der Rasenmäher in dieser Zeit häufiger zum Einsatz kommen als sonst üblich. Durch eine beständige Rasenpflege wuchert die Grünfläche nicht, außerdem lassen sich auf diese Weise die Dichte und Robustheit des Rasens

fördern. Das Rasenmähen lässt sich entweder per Hand oder mit einem motorbetriebenen Rasenmäher durchführen. Jedoch fördern zu kurz geschorene Gräser das Wachstum von Unkraut. Wenn sich das unerwünschte Unkraut in der Rasenfläche breit macht, dann sollte dieses noch vor der Samenreife ausgestochen werden.
  • Durch regelmäßiges Mähen sieht Grünfläche stets gepflegt aus
  • Zum Beginn des Sommers einmal die Woche einkürzen
  • Über die gesamte Rasenfläche fahren
  • Messer am Rasenmäher richtig einstellen
  • Nicht zu kurz vorgehen
  • Schnitthöhe ist vom Nutzungszweck abhängig
  • Zierrasen eher kurz halten, bis auf 2-3 cm runter schneiden
  • Schnitthöhe bei Spiel- und Sportrasen beträgt 3-4 cm
  • Für schattige Rasenflächen beträgt die optimale Höhe 4-5 cm

Hinweis: Beim Rasenmähen darf das Gras nicht nass sein, da ansonsten die Schneidemesser beim Rasenmäher schneller abstumpfen.

Hitzewelle

Während einer Hitzewelle darf nicht zu kurz gemäht werden, ansonsten verdunstet das Wasser nach dem Gießen viel zu schnell. Im Anschluss kann der Boden das Wasser durch die starke Sonnenbestrahlung nicht speichern und trocknet viel zu stark aus. Dann verbrennt der Rasen, sodass es häufig zu großen und sichtbaren Schäden in der Grünfläche kommt. Darüber hinaus fällt die Wasserrechnung dank einer gesenkten Verdunstung deutlich geringer aus. Zu bedenken ist jedoch, dass sich das Wachstum durch die Einwirkung der starken Hitze und langen Dauer der hohen Temperaturen stark verändern kann.

  • Temperaturen ab 26° Celsius reduzieren das Wachstum der Gräser
  • Ab 30° Celsius wächst der Rasen fast gar nicht mehr
  • Bei Hitze etwas länger stehen lassen
  • Ideal sind 5-6 cm, um Boden zu schützen
  • Deshalb Rasen bei Hitzewelle niemals zu kurz mähen

Rasenmäher

Rasen mähen bei HitzeBei der Wahl des Rasenmähers ist die Größe der Rasenflächen entscheidend, genauso wie die Leistung und die Schnittbreite der Klingen. Darüber hinaus sollte der Rasenmäher zum Rasentyp und den ausgepflanzten Gräsersorten passen. Gärtner mit einer eingeschränkten Beweglichkeit und schmerzhaften Rückenproblemen profitieren von motorbetriebenen Geräten. Wenn die Schneideapparate unscharf werden, dann bildet sich nach dem Mähen ein gräulicher und unansehnlicher Schimmer über der Rasenfläche.

  • Schärfe der Klingen ist wichtiges Kriterium
  • Klingen bei regelmäßiger Nutzung
    schärfen
  • Ganz klassisch sind handbetriebene Spindelmäher
  • Akkumäher, Benzinmäher und Elektromäher vereinfachen die Arbeit
  • Aufsitzmäher und Rasentraktoren sind ideal für weitläufige Grünflächen
  • Mähroboter nehmen dem Gärtner anstrengende Mäharbeiten komplett ab
  • Elektrische Geräte und Mähroboter sind deutlich teuer

Hinweis: Wenn sich durch Sommerhitze und Trockenheit kahle und gelb-braune Stellen zeigen, dann hilft auch kein Dünger mehr. In diesem Fall ist ein Nachsäen auf den betroffenen Bereichen erforderlich.

Düngen

Für eine effektive Rasenpflege gehört auch im Sommer das Düngen dazu, damit der satte Grünton und ein dichter Wuchs bewahrt werden können. Die erste Düngung sollte die Grünfläche bereits im Frühling erhalten. Dann kommt während der heißen Jahreszeit noch eine zusätzliche Gabe dazu, die von einer letzten Einheit im Herbst abgerundet wird. Wichtig ist die Investition in ein gutes Düngemittel, welches auf die Bedürfnisse des jeweiligen Rasens zugeschnitten ist. Zwar ist Blaukorn sehr günstig, aber das Mittel kurbelt nur kurzfristig das Wachstum der Gräser an. Dabei ist die Rasenfläche langfristig auf die Zufuhr aller notwendigen Nährstoffe angewiesen.

  • Düngemittel in regelmäßigen Abständen verabreichen
  • Langzeitdünger im Juni einsetzen
  • Optimaler Zeitpunkt ist ein bewölkter Morgen
  • Idealerweise ist noch Regen zu erwarten
  • Bei Trockenheit und viel Sonne am Abend düngen
  • Rasenfläche anschließend gründlich wässern
  • Durch Nässe kann Dünger gut in den Boden gelangen
  • Unbedingt Anweisungen auf der Verpackung beachten

Wässern

Während langanhaltender Trockenheit und starker Hitze muss die Grünfläche zusätzlich bewässert werden. Dabei hängt die Bewässerung der Rasenfläche von der Lage des Grundstücks sowie von der aktuellen Wetterlage ab. Bei sehr starker und permanenter Sonneneinstrahlung verdunstet das Gießwasser extrem schnell, sodass es nicht bis in die Wurzeln der Gräser eindringen kann. Es ist nicht zu empfehlen, dem Rasen täglich kurze Wassergaben zu verabreichen. Außerdem darf die Grünfläche bei starker Hitze und viel Sonne nicht im Tagesverlauf gegossen werden, schon gar nicht während der Mittagszeit. Durch das verdunstete Wasser werden die Grashalme geschädigt, da sich der Brennglas-Effekt bei diesem Prozess einstellt. Idealerweise sollte sich die Feuchtigkeit gut im Boden verteilen können, bevor sie durch die Wärme verdunstet. Gießeinheiten in den Abendstunden fördern oft den Pilzbefall, da die Rasenfläche über Nacht nicht richtig trocknen kann.

  • Sonnige Plätze und Hanglage brauchen mehr Wasser
  • Schattige Lagen kommen mit weniger Gießwasser zurecht
  • Bevorzugt in den frühen Morgenstunden wässern
  • Abends nur bei großer Hitze gießen
  • Rasenfläche nur 1-2 Mal pro Woche bewässern
  • Auch im Sommer und bei hohen Temperaturen nicht öfter gießen
  • Dafür ausgiebig und durchdringend wässern
  • Ideal ist Dauer von 30-45 Minuten

Rasensprenger

Rasen mähen bei TrockenheitKleine Rasenflächen lassen sich gut mit einem Schlauch von Hand bewässern, alternativ ist auch ein Gießgerät mit Brause möglich. Jedoch artet das Gießen bei größeren Grünflächen zu einer zeitraubenden Arbeit aus. Deshalb

bieten sich dafür zweckdienliche Rasensprenger an, die von alleine während der gewünschten Zeitspanne weiterlaufen. Die Systeme sind relativ preiswert und einfach in Eigenregie zu installieren. Auf diese Weise lassen sich Rasenflächen aller Größenordnungen gleichmäßig und tiefgründig bewässern.
  • Rasensprenger sind sehr hilfreich
  • Praktisch sind Modelle mit Schwenkfunktion
  • Am nahe gelegenen Wasserhahn anschließen
  • Mit mobilem Schlauch verbinden
  • Nur am Morgen und am Abend laufen lassen
  • Tagsüber verdunstet zu viel Wasser
  • Ebenfalls nicht bei starkem Wind einsetzen

Tipp: Mittlerweile gibt es auch mobile Rasensprenger, welche sich mit Hilfe eines kleinen Computers steuern lassen.

Automatische Rasenbewässerung

Automatische Systeme zur Rasenbewässerung bringen dem Gärtner mehr Komfort und Unabhängigkeit. Allerdings ist die Installation recht aufwändig und auch mit hohen Kosten verbunden. Dafür ist eine längere Abwesenheit möglich,

sodass die Rasenfläche nach der Urlaubszeit nicht komplett vertrocknet ist. Außerdem sind automatische Rasenbewässerungssysteme sehr wassersparend, da diese nur dann arbeiten, wenn der Boden ausreichend trocken ist. Darüber hinaus erlauben die Systeme eine gleichmäßige Bewässerung der Grünfläche, unabhängig von deren Größe.

  • Anlage arbeitet mit Versenkreglern
  • Regler fahren für die Bewässerung aus
  • Sind über unterirdisches Röhrensystem mit Wasseranschluss verbunden
  • Wasserzufluss wird über dazu gehöriges Ventil gesteuert
  • System misst andauernd die Feuchtigkeit im Boden
  • Reagiert entsprechend den vorher festgelegten Einstellungen