MaulwurfshügelUnschöne Maulwurfhügel auf dem Rasen, die wünscht sich kein Hobbygärtner. Doch Maulwürfe stehen unter Naturschutz und dürfen daher nur verjagt oder vergrämt werden, nicht aber getötet. Denn die Tiere sind eigentlich nützlich, fressen Schnecken und andere Schädlinge und lockern die Erde auf. Doch die Hügel stören nicht nur ästhetisch, auch als Stolperfallen können sie gefährlich werden, gerade für ältere Menschen oder kleine Kinder. Einige Tipps und Tricks helfen, den Maulwurf wieder aus dem Garten zu vertreiben.  

Mit Wasser verärgern

Bevor das Wasser genutzt wird, werden alle aufgeworfenen Erdhügel immer wieder mit einer Harke eingeebnet. Natürlich handelt es sich bei diesen Maßnahmen um viel Arbeit für den Hobbygärtner, da auch täglich mehrmals geschaut werden muss, ob sich neue Hügel zeigen. Die Hügel können jedoch
anstatt mit einer Harke eingeebnet auch direkt mit dem Gartenschlauch so lange gewässert werden, bis sie wieder eben werden. Dies hat zudem noch den Vorteil, dass auch der unterirdische Gang über einen weiten Teil nicht mehr von dem Maulwurf genutzt werden kann. Diese Wasseraktion muss jedoch regelmäßig und ebenfalls flächendeckend ausgeführt werden, so dass das Tier gar keine Möglichkeit mehr findet, sich unter dem Rasen weiter durchzugraben. Doch nicht immer spricht der unterirdische Gräber auf diese Vertreibungsmethode an. Da es sich jedoch um die einfachste aller Möglichkeiten handelt, sollte diese auch als erstes versucht werden. Eine weitere Möglichkeit mit Wasser effektiv vorzugehen, ist die Folgende:
  • als letzte Möglichkeit, Garten mit Chlorwasser wässern
  • hierdurch werden die Regenwürmer nach oben gelockt
  • die Nahrungsquelle versiegt auf diese Weise für den Maulwurf
  • einfache Methode, wenn es im Garten einen Pool mit Chlorwasser gibt
Tipp: Wer die Maulwurfshügel mit einer Schaufel abträgt, kann diese sehr gut aufgelockerte und wertvolle Erde als Blumenerde in Kübeln nutzen oder einfach auf dem Blumen- oder Gemüsebeet verteilen.

Mit Lärm vertreiben

MaulwurfschreckEin Maulwurf kann durch Lärm vertrieben werden. Die kleinen Tiere haben ein sehr empfindliches Gehör, mögen daher keinen Lärm und fühlen sich durch Geräusche, die über ihren Tunneln auf der Wiese entstehen sowie direkte Geräusche in ihren unterirdischen Gängen, sehr gestört. Der Hobbygärtner benötigt bei der Vertreibung ein wenig Geduld, denn er muss den Maulwurf so lange schikanieren, bis dieser freiwillig den Garten verlässt. Folgende Tipps sollten daher helfen, dass das Tier nach einiger Zeit den Garten nicht mehr als sein Zuhause ansieht:
  • Stangen aus Metall in den Hügel rammen
  • mit einem Hammer für längere Zeit darauf schlagen
  • öfters wiederholen
  • durch die entstehende Vibration und das Geräusch fühlt sich der Maulwurf gestört
  • bei Glasflaschen den Boden abschneiden
  • hierzu einen Glasschneider nutzen
  • kann aber auch mit PET-Flaschen auf dieselbe Weise versucht werden
  • Flaschenhals ohne Deckel in den Hügel stecken
  • durch den Wind entstehen so im Gang für das Tier unangenehme Pfeifgeräusche
  • bei verwendeten Glasflaschen sind die Geräusche lauter
  • laut über den vermuteten Gängen für längere Zeit über die Wiese stampfen
  • wer Kinder hat, kann diese hier mehrere Stunden laut auf dem Rasen spielen lassen
  • im Fachhandel sind zudem verschiedene Geräte erhältlich, die Ultraschallgeräusche abgeben
  •  was für den Menschen nicht hörbar ist, wird für den Maulwurf zur Qual
Tipp: Wer einen Maulwurf vertreiben will muss unbedingt darauf achten, dass die Maßnahmen hierzu möglichst flächendeckend eingesetzt werden. Eine einzige Flasche reicht hier zum Beispiel nicht aus, idealerweise werden in alle aufgegrabenen Hügel Flaschen gesteckt, so dass der Lärm von allen Seiten kommt.

Lebendfalle nutzen

Einen Maulwurf lebend zu fangen, ist nur mit besonderer Genehmigung möglich. Diese muss bei der zuständigen Landesbehörde für Umwelt- und Naturschutz erwirkt werden und ist nicht ganz einfach zu erhalten. Gehört zur Familie eine Katze oder gibt es Freigänger in der Umgebung, dann könnten diese den Maulwurf gefährden, eine Genehmigung zum Fangen wird in solchen Fällen häufig gegeben. Natürlich ist auch hierbei größte Vorsicht geboten, denn die kleinen Tiere sind sehr schreckhaft. Daher sollte wie folgt vorgegangen werden:
  • Lebendfalle aus dem
    Handel nutzen
  • mehrmals am Tag kontrollieren
  • sobald ein Maulwurf in dem Kasten sitzt, sofort handeln
  • Falle nehmen und weit entfernt von Menschen wieder aussetzen
  • zum Beispiel in einem Waldgebiet
Tipp: Eine Lebendfalle, die ohne spezielle Genehmigung in Deutschland nicht verwendet werden darf, sollte wirklich nur dann genutzt werden, wenn dem Tier Gefahr durch Haustiere droht oder aber wenn der Maulwurf sich anders überhaupt nicht vertreiben lässt. Denn eine Lebendfalle birgt auch immer die Gefahr, das der kleine Erdenbewohner hierbei mit dem Leben bezahlt.

Mit Duft vergrämen

Narzissen - NarcissusDie Tiere wünschen sich eine duftneutrale Umgebung und daher können Maulwürfe durch viele verschiedene Düfte vergrämt werden. Allerdings sind viele hiervon auch für uns Menschen und eventuelle Haustiere nicht ganz angenehm zu riechen. Doch wer den Gartenumgräber auf Dauer los werden möchte, sollte diese Düfte für ein paar Wochen ertragen. Auch hierbei sollte wieder flächendeckend gearbeitet und nicht nur die einzelnen Maulwurfhügel gefüllt werden. Für die Vergrämung werden über den gesamten Garten verteilt kleine Löcher in regelmäßigen Abständen in den Boden gebohrt, in die die ausgesuchten Duftstoffe gegeben werden. Folgendes kann zur Vergrämung gut genutzt werden:
  • geschnittene Knoblauchzehen
  • getrocknete Minze
  • geschnittene Speisezwiebeln
  • geriebener Meerrettich
  • Blätter von Rosenlorbeer, Nußbaum oder Holunder
  • Heringsköpfe sind ebenfalls sehr wirksam aber nicht ganz angenehm
  • Mottenkugeln
  • Seifenlauge mit gekochten Nüssen
  • Lappen mit Benzin, Petroleum oder auch Rasierwasser getränkt
  • Molke/Buttermilch-Gemisch, 1/4 Buttermilch, 3/4 Molke
  • sehr empfindlich reagiert das Tier auch auf den Duft von Menschen
  • hierzu abgeschnittene Haare in die Löcher füllen
  • Fachhandel bietet zudem biologisch abbaubare Mittel, die ungefährlich sind für Mensch, Tier und Pflanzen
Tipp: Es können auch spezielle Pflanzen kultiviert werden, deren Geruch die kleinen Gartengräber nicht mögen. Hierzu gehören Lilien oder Kaiserkronen, die im Herbst angepflanzt werden. Bei den Kaiserkronen sollte jedoch darauf geachtet, dass diese in allen Teilen giftig sind und daher für einen Garten, in denen Kinder spielen, nicht gewählt werden sollten.

Dauerhafte Maßnahmen

Wer einen Maulwurf vertrieben hat oder gar nicht erst wünscht, dass sich die Tiere in seinem Garten ansiedeln können, der kann mit dauerhaften Maßnahmen dafür sorgen. Diese sind sehr aufwendig, aber sehr hilfreich, gerade wenn sich Maulwürfe im Wohngebiet rundherum aufhalten. Hierbei kann wie folgt vorgegangen werden:
  • mit einem Sperrzaun rund um den Garten den Maulwurf fernhalten
  • hierzu einen engmaschigen Zaun etwa einen halben Meter tief rund um die Gartengrenze im Boden einlassen
  • hierbei handelt es sich im ersten Moment um eine sehr aufwendige Methode
  • hält jedoch für viele Jahre die Maulwürfe fern
  • weitere, aufwendige Methode ist das Auslegen einer Bodenmatte unter der Rasenfläche
  • Matte ungefähr 40 cm unter dem Rasen auslegen
  • Maßnahme eignet sich dann, wenn ein Rasen neu angelegt wird
Tipp: Diese Maßnahmen sind gerade für solche Gärten geeignet, bei denen rundherum Maulwurfshügel gesichtet wurden oder es sich um eine Neuanlage eines Grundstücks oder auch nur eines Rasens handelt.

Fazit
Auf einem gepflegten Rasen passen die aufgeworfenen Erdhügel der Maulwürfe meist nicht ins Bild, die Tiere müssen den Garten so schnell wie möglich wieder verlassen. Da sie unter Naturschutz stehen, muss hier sorgsam vorgegangen werden, die Tiere dürfen keinesfalls getötet oder verletzt werden. Doch Vertreiben und Vergrämen ist immer erlaubt. Auch ein Einfangen mit behördlicher Genehmigung in Ausnahmefällen kann durchgeführt werden. Um Maulwürfe zu vertreiben gibt es einige sinnvolle Tipps und Tricks. Denn die kleinen Tiere mögen weder laute Geräusche noch unangenehme Gerüche und somit ist dies die sinnvollste Art, diese Tiere aus dem eigenen Garten zu vertreiben. Da es sich hierbei jedoch eigentlich um nützliche Wesen für den Garten handelt und die Hügel in einem naturnahen Garten mit hoher Wiese gar nicht stören, sollten sie hier nicht vertrieben werden. Denn sie fressen Schnecken und anderes Ungeziefer, lockern die Erde auf und halten sich vor allem nur an solchen Stellen auf, an denen die Qualität des Bodens sehr hoch ist.