Foto: Firma Bernd Schwegmann
Heimwerker sollten beim Einkauf im Baumarkt daran denken, dass die dort angebotenen Pinselreiniger vorwiegend aus organischen Lösemitteln bestehen, das heißt aus flüchtigen Kohlenwasserstoffen. Diese können jedoch sowohl der Umwelt als auch der eigenen Gesundheit schaden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert immer wieder Konzepte und Ideen für umweltfreundlich Produkte oder auch Projekte. Völlig von der Rolle war die DBU von der umweltschonenden Möglichkeit zur Reinigung von Malerzubehör und fördert deshalb die diesbezüglichen Bemühungen.
Das Forschungszentrum Jülich möchte die Umwelt- und Gesundheitsgefährdung durch Pinselreiniger reduzieren. Deshalb entwickelt das Forschungszentrum gemeinsam mit der Firma Bernd Schwegmann aus Grafschaft-Gelsdorf in Rheinland-Pfalz einen umweltfreundlichen Pinselreiniger für den Heimwerker-Bereich. Wie ein Vertreter des Forschungszentrums Jülich erklärt, soll der Anteil an flüchtigen Kohlenwasserstoffen um 50 Prozent gesenkt werden.
Normale Pinselreiniger gehören nicht in den Ausguss und die Reinigungstücher nicht in den Hausmüll! Beides sollte zu einem Recyclinghof gebracht werden, damit es fachgerecht entsorgt werden kann. Leider wird diese Recyclingvorgabe jedoch nicht immer beherzigt und somit werden Abwasser wie auch die Luft belastet. Weiterhin warnen Experten davor, dass das regelmäßige Einatmen der Dämpfe von Pinselreinigern gesundheitsschädlich ist. Dadurch können das zentrale Nervensystem oder auch Organe wie Leber und Niere geschädigt werden.
Der neue Reiniger basiert auf nachwachsenden Rohstoffen. Anstelle von Erdöl werden Öle aus Pflanzen gewonnen. Diese können dann in Klärwerken wesentlich leichter abgebaut werden. Durch die Reduzierung des Kohlenwasserstoffanteils um rund die Hälfte wird gleichzeitig auch der Ausstoß der umwelt- und gesundheitsgefährdenden Dämpfe verringert. Damit das funktioniert sollen Mikroemulsionen die Basis des neuen Reinigers bilden. Diese Gemische aus Wasser und Öl entfalten eine große Reinigungskraft, trotz eines doch recht geringen Ölanteils. Daraus ergäbe sich dann noch ein weiterer Vorteil: Die Flüssigkeit wäre somit nicht so schnell entflammbar.

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