Gartentypen Serie Teil 3: Blühende Romantik, der Cottage-Garten

pixelio.de(Bilder: pixelio.de) Die Nostalgiker und Fans der britischen Insel unter den Gärtnern können ihre Sehnsucht nach einer romantischen grünen Idylle mit einem Cottage-Garten stillen. Diese Gärten sind charakteristisch für ihre üppige Farbenpracht und einer Vielzahl an unterschiedlichen Pflanzen, die auf kleinstem Raum gedeihen. Anstelle von weitläufigen Rasenflächen und perfekter Ordnung erhält der Cottage-Garten durch ein natürlich wirkendes Durcheinander an Pflanzen seinen besonderen Charme.

Ursprünglich war ein Cottage ein kleines Haus, welches von Landarbeitern bewohnt wurde, die eine Anstellung in einem Gutshof in der nähren Umgebung hatten. In erster Linie nutzen die Cottage-Bewohner den Garten als Nutzgarten, um dort Obst, Gemüse und Kräuter anzubauen. Nach und nach wurden auch Blumen in den kleinen Garten gepflanzt. Da die Gärten nicht sehr groß waren, wurde die vorhandene Fläche sehr intensiv genutzt. So wurden die Pflanzen so dicht nebeneinander gepflanzt, dass man kaum noch ein Stück Gartenerde dazwischen erkennen konnte. Dadurch stützten sich die Pflanzen gegenseitig und Unkraut hatte kaum Platz zum aufgehen. Da die Gärtner im 19. Jahrhundert weder viel Zeit noch viel Geld hatten wählten sie verständlicherweise widerstandsfähige und gleichzeitig pflegeleichte Pflanzen aus.

Ordnung und Chaos

Gemüsepflanzen pflanzte man in ordentlichen, parallel verlaufenden Reihen. Hingegen die Blumenbeete sind bunt gewürfelt und zwanglos angelegt. Zwar verlaufen die Gartenwege gerade, doch dadurch dass man im Cottage-Garten die Pflanzen einfach über die Beete hinauswachsen lässt wirkt das Ganze sehr natürlich.

Blickfang

Ähnlich wie beim Vorgarten, so kann man auch im Cottage-Garten mit Topfpflanzen besondere Akzente setzen, etwa am Hauseingang oder vor den Fenstern. Dabei können sogar die Pflanzgefäße selbst – insbesondere wenn diese nicht alltäglich sind – zum Blickfang werden. Steintröge, alte Gießkannen oder Eimer oder Fässer eignen sich als Pflanzgefäße. Praktisch sind auch Dekorationselemente die gleichzeitig auch einen Nutzen haben wie etwa eine nostalgische Gartenbank oder Sitzgruppe ebenso wie eine Wasserpumpe.

Blühendes dicht gedrängt

pixelio.deIn einem Cottage-Garten kann man eintauchen in längst vergangene Zeiten. Zu den klassischen Zierpflanzen gehören beispielsweise Kletterrosen, die einen Torbogen umranken oder auch andere Kletterpflanzen wie Blauregen, Clematis und Wicken. Im Blumenbeet tummeln sich dicht gedrängt ein- und zweijährige Sommerblumen wie Löwenmäulchen, Jungfer im Grünen und Ziertabak neben Zwiebel- und Knollengewächsen sowie Stauden und Sträuchern. Besonders schön anzusehen sind Stauden wie das Tränende Herz (Dicentra), die Wiesenraute (Thalictrum) und die Sterndolde (Astrantia major). Während zeitig im neuen Jahr die Schneeglöckchen, Krokusse und Winterlinge das neue Gartenjahr ankündigen, setzen etwas später Osterglocken, Traubenhyazinthen (Muscari) und Tulpen bunte Farbflecke in den frühlingshaften Garten. Und im sommerlichen Cottage-Garten blühen Montbretien, Gladiolen und Dahlien um die Wette.

Das könnte Dich interessieren!

Noch kein Kommentar. Sei der Erste!

Leave a Reply