Buchsbaum im Kübel überwintern

BuchsbaumDer Buchsbaum ist eine winterharte und unempfindliche Pflanze. Wird sie im Kübel gehalten, so braucht sie entsprechende Pflege um den Winter zu überstehen. Buxus sempevirens (lat. Name des Buchsbaumes) ist eine beliebte Pflanze in unseren Gärten. Die pflegeleichte und problemlose Pflanze lässt sich optimal in Form schneiden. Wahre Kunstwerke können aus dem Buchsbaum geschnitten werden. Da der Buchsbaum immergrün ist, ist er eine Augenweide im Sommer wie im Winter. Als Spirale oder als Kugel geschnitten sieht er in Kübeln und hier besonders in Terrakotta-Kübeln, besonders attraktiv

aus. Er wertet jede Terrasse, Balkon oder den Hauseingang auf. Doch nicht jeder Besitzer eines Buchsbaumes weiß wie er seinen Buchs im Kübel überwintern soll.

Verträgt der Buchsbaum Frost?

Buchsbäume die im Freiland stehen haben keine Probleme mit dem Frost. Aber auch in Kübeln und Töpfen als Kübelpflanze ist der Buchs unempfindlich gegen Frost. Aber nichts desto trotz können die Wurzeln in der kalten Jahreszeit Schaden erleiden. Grund dafür sind die Temperaturschwankungen die im Kübel vorhanden sein können. Ist es am Tag warm und die Sonne scheint auf den Kübel, wird so die Erde schneller warm als im Freiland. In der Nacht gefriert die Erde bei Frost wieder zu. Dieser ständige Temperaturwechsel kann die Wurzel des Buchs nicht gut vertragen. Es kann auch passieren, dass bei extrem starken Frost die Wurzel im Topf erfrieren kann.

Wie kann man den Buchsbaum im Kübel vor Frost schützen?

Den Kübel sollte man nicht direkt auf den eisigen Boden stellen. Als Unterlage kann man Holzbretter oder Styropor darunter legen. So kann die eisige Kälte nicht direkt in die Kübelerde eindringen. Auf den Kübelrand sollten Tannenzweige zur Dämmung gelegt werden, aber auch ein Vlies das auf die passende Größe geschnitten wurde, sorgt für Wärme. Wer zwischen dem Topf und dem Kübel eine Dämmung aus Stroh, Laub oder Holzwolle vornimmt, schützt den Wurzelballen ebenso vor der Kälte. Wurde der Buchsbaum direkt in den Kübel eingepflanzt, so kann man diesen mit einer Noppenfolie und/oder einem Vlies umwickeln. Rein optisch kann das aufgepeppt werden, wenn man einen Jutesack benutzt und diesen mit einer robusten Schleife schmückt. Vorsicht sollte man aber bei gefärbtem Sackleinen walten lassen. Die Farbe kann sich auf den Fliesen und Steinen bleibend festsetzen. Wer einen Garten besitzt, der kann den ganzen Topf im Erdreich eingraben, der Buchs überwintert so wie der Freilandbuchs. Wenn die Tage frostfrei sind, sollte der Buchs gegossen werden, denn die meisten Pflanzen verdursten eher als sie erfrieren. Der Platz im Winter sollte in der Nähe der Hauswand sein. Dort ist die Pflanze vor Wind geschützt. Idealerweise ist die Nordseite des Hauses optimal, da dort nicht so intensiv die Sonne hin scheint und es trotzdem hell ist. Die Westseite ist nicht so ideal, da sie ja die Wetterseite ist und für eine beißende Kälte bekannt ist.

Tipps für den Buchsbaum im Kübel

Wichtig ist für das Setzen in einen Kübel, dass ein Wasserabfluss im Boden vorhanden ist. Sind keine vorhanden, können die Löcher in den Boden gebohrt werden. Ein Buchsbaum trocknet in einem unglasierten Tonkübel schneller aus und braucht öfter Wasser. Nimmt man stattdessen einen Plastikkübel so bleibt der Buchs länger feucht. Der Buchs sollte feucht

aber nicht nass gehalten werden. Beim Gießen das Wasser nicht auf die Blätter geben, sondern direkt auf die Erde. Ein Umtopfen sollte nach zwei bis drei Jahren erfolgen, oder spätestens dann, wenn der Buchs anfängt kahl zu werden oder sich die Blätter verfärben.
 
Schneiden des Buchsbaums

Der Buchs lässt sich in alle möglichen
Formen schneiden, von der Pyramide bis hin zu originellen Tierfiguren. Er ist für einen kräftigen Rückschnitt gemacht. Das Schneiden sollte man an trockenen und sonnigen Tagen vornehmen, da an einem heißen Tag die Schnittschnellen schnell braun werden können. Gießt man den Buchs vor dem Schnitt, geht das Schneiden einfacher. Große Nässe sollte vermieden werden, da ansonsten Pilzbefall droht. Die Häufigkeit des Schnittes hängt von der Qualität des Buchses ab. Die Schnittzeit liegt in der Regel von April bis September. Beim Schnitt sollte man darauf achten, dass grünes Laub bestehen bleibt, denn aus diesem Laub erholt sich der Buchsbaum wieder und er treibt wieder aus. Um beispielsweise Figuren zu schneiden, kann mit einer Schablone aus Draht gearbeitet werden. Der Buchs kann in die Schablone hineinwachsen und braucht dann später nur noch danach geschnitten zu werden. Grundvoraussetzung für einen perfekten Schnitt ist natürlich eine scharfe Heckenschere. Der perfekte Schnitt geht von oben nach unten, danach wird sich nach und nach in die Pflanze vorgearbeitet. Dabei darf das blattlose Holz im Inneren nicht geschnitten werden.

Pflege des Buchsbaums

Der optimale Standort der Pflanze ist der Halbschatten, dort wächst er ohne Probleme. Im Frühjahr sollte man mit einem Volldünger düngen, eine Alternative dazu ist Kompost. Im Herbst kann mit Kalidünger gedüngt werden, dadurch wird die Frostgefahr abgemindert. Um den Buchsbaum zu vermehren ist der Spätsommer geeignet. Die Triebe sind in dieser Zeit gut verholzt und sie zeigen keine Anfälligkeit für einen Pilzbefall. Steckt man den Steckling im Sommer, so bilden diese bis zum nächsten Frühjahr ihre Wurzeln. Hat man genügend Stecklinge, so können diese auch direkt ins Beet gesteckt werden.

Standort

Der immergrüne Buchsbaum gilt als sehr robust und auch recht pflegeleicht. Wer ihn jedoch erfolgreich im eigenen Garten kultivieren möchte, der sollte einige wichtige Details kennen.

So spielt der richtige Standort eine wichtige Rolle, denn am wohlsten fühlt sich der Buchsbaum im Halbschatten, wobei es auch Arten gibt, die mehr Sonne als Schatten vertragen. Daher ist bereits vor dem Kauf der Standort zu berücksichtigen.

Ein besonderes Augenmerk ist auf die Überwinterung zu legen. Die Gefahr von Frostschäden ist bei einem vollsonnigen Standort höher. Dies ist darin begründet, dass über die Blätter auch im Winter Feuchtigkeit verdunstet. Wenn dann die Erde durchgefroren ist, kann der Feuchtigkeitsverlust über die Wurzeln nicht kompensiert werden.

Der gewöhnliche Buchsbaum, der hierzulande in der Regel angeboten wird, ist winterhart. Hier kommt es nur sehr selten zu Frostschäden, was vor allem in rauen, kalten und windigen Regionen der Fall ist. Besondere Maßnahmen zum Schutz des Buchsbaums im Winter sind nicht erforderlich.

Aber Achtung wenn der Buchsbaum im Kübel überwintern soll

Das sieht aber ganz anders aus, wenn man einen Buchsbaum im Kübel überwintern möchte. An dieser Stelle ist eine Reihe von Maßnahmen zur Überwinterung erforderlich. So sollte man generell dafür sorgen, dass der Kübel mit dem Buchsbaum an eine Hauswand gerückt werden kann.

Alternativ dazu bietet sich auch eine Hecke an. In jedem Fall aber sollte der Standort der Sonne abgewandt liegen, wie beispielsweise die Nordseite des Hauses. Ferner sollte man den Kübel mit einem Schutzvlies versehen, wozu sich ein Jutesack oder eine Noppenfolie für anbietet.

Wichtig ist, dass nur der Blumenkübel derartig geschützt wird - nicht der Buchsbaum selbst. Des Weiteren ist es sinnvoll, den Kübel auf ein Holzbrett oder auf eine Lage Styropor zu stellen, damit auch von unten ein isolierender Schutz geschaffen ist.

Hin und wieder sollte man den Buchsbaum auch im Winter gießen. Dies allerdings grundsätzlich nur an frostfreien Tagen.

Maßnahmen nach der Überwinterung

Im Frühjahr kann man die Folie bzw. den Jutesack und die Unterlage wieder entfernen und sollte dann den Buchsbaum mit einem mineralisch/organischen Volldünger versorgen. Bessern noch ist Kompost geeignet oder ein spezieller Buchsdünger.

Im September hingegen, kurz bevor der Buchsbaum im Kübel überwintern soll, kann man zusätzlich mit einem reinen Kalidünger den Buchsbaum versorgen. Er sorgt dafür, dass die Pflanze um einiges frostresistenter wird.alt

Fazit

Der Buchsbaum ist eine wandlungsfähige und pflegeleichte Pflanze. Mit dem richtigen Stand und der entsprechenden Pflege hat man lange Freude am Buchs. Ob als Hecken oder als Kugel, aber auch als attraktive Tierfiguren geschnitten, der Buchsbaum gefällt im Freibeet genauso wie im Kübel.