Calla im Winter - Überwintern von Zantedeschia

CallaWährend der vierteljährlichen Wachstumsphase, die meist von Januar bis März andauert, benötigt die Calla kühlere Temperaturen von 10-14°C. Im Anschluss gelten für die weiße Zimmer-Calla wärmere Temperaturen von 16°C. Für die gelben und roten Unterarten wären 18°C Mindesttemperaturen tolerierbar. Bei den Blütezeiten dürfen Sie das Gewächs nicht über 20°C warmhalten, da es sonst frühzeitig verwelken kann.

Düngen

Für diese Pflanzenart findet einfacher Flüssigdünger Verwendung. Vor der Blütezeit sollte die heranwachsende Calla alle 2 Wochen ausreichend gedüngt werden. Während der Blütezeit

aller 7 Tage.
Das Düngen fördert die Aufblüh-Phase des Gewächses. Während der Winterzeit brauchen Sie die Knollen weder düngen noch gießen.

Typische Anzeichen von Pflegefehler

Entwickeln sich keine Blüten, sind größtenteils Pflegefehler die Ursache.

Überwinterung (Garten)

Während der Winterzeit verträgt die weiße Calla Temperaturen von bis zu -5°C. Die Unterarten benötigen mindestens 10°C. Die Triebe der Pflanzen können bei kühleren Temperaturen absterben, was zurückbleibt, sind die Knollen. Jedoch bei frostigen Zuständen im Erdbereich würden auch die Zwiebeln absterben. Die Zwiebel muss im Haus an einem reichlich beleuchteten kühlen Ort aufbewahrt werden. Bereits in der Herbstsaison muss das Gewächs umgetopft werden. Des Weiteren sind keine Vorbereitungsmaßnahmen für den Winter nötig. Als Lagerplätze sind lichte Kellerräume und Dachböden besonders geeignet. Ab Januar kann die Pflanze wieder an einem sonnigeren Platz umgesetzt werden.

Eine zweite Möglichkeit wäre das Entnehmen der Knollen aus der Erde, anschließend müssen die Knollen eine gewisse Zeit trocknen. Danach werden sie in einen Karton verfrachtet. Nach Durchführung dieses

Schrittes befindet sich die Calla in einer Ruhephase. Sie brauchen diese weder zu düngen noch zu gießen. Beginnt die Frühjahrszeit, so können die Zwiebeln neu gesetzt werden. Sie vergraben die Knollen einfach in 10 cm tiefe Löcher in frischer Blumenerde. Das Einsetzen der Zwiebeln muss in Schräglage erfolgen. Im Anschluss müssen sie regelmäßig gegossen werden. Ab Mai kann der Boden wieder mit Dünger versorgt werden.

Blühende Callas im Haus überwintern

In der Blütephase, die von Dezember bis Juni andauert, muss die Pflanze mit ausreichend viel Feuchtigkeit versorgt werden. Bei zu vielem Gießen können sich die Blätter gelb bis braun färben. Bei zu hoher Flüssigkeitsdosis kann sich in der Erde Staunässe bilden. Es entsteht ein Nährboden für Schimmelpilze, wobei die Knollen nach und nach verfaulen. Die Lösung wäre sofortiges Umtopfen bzw. die Zwiebeln aus der Erde entfernen und umsetzen in weniger feuchten Boden. Bei zu trockener Luft ist eine Entwicklung von Fäulnisbakterien und Spinnmilben sehr wahrscheinlich, worauf die Pflanze sehr empfindsam reagiert. Ist eine Calla von Schädlingen befallen, können Sie das Gewächs in Ihre Badewanne abstellen
und vorsichtig abbrausen. Der Doppeleffekt wäre höhere Luftfeuchtigkeit und Entfernung von Ungeziefer.

Calla trotzt so manchem Winter

Einige Callas sind gegen Kälte ziemlich robust wie die kultivierte Crowsborough. Diese Art kann mit Temperaturen von bis zu -20°C auskommen. Lediglich ist die Winterfestigkeit begrenzt. Das bedeutet, dass auch dieses Gewächs einen gewissen Schutz vor Stürmen oder Schneebefall benötigt. Günstige Standorte wären in der Nähe von Mauern oder Zäunen. Der Boden sollte mit einer dicken Laubschicht abgedeckt werden.

Fazit

Die Calla ist, was den Pflegevorgang betrifft,

ziemlich anspruchsvoll. Bei kleinsten Fehlern kann sie weder gedeihen noch aufblühen. Die meisten Arten sind kälteempfindlich und müssen im Herbst entweder umgetopft und ins Haus gebracht werden oder der Boden muss mit einer Laubschicht bedeckt werden. Dadurch können die Zwiebeln überwintern. Während der Wachstumsphase sowie in der Blütezeit müssen Sie mit ausreichend Wasser versorgt werden. Nach dem Aufblühen erfolgt das genaue Gegenteil, sie muss trocken gehalten werden. Sie brauchen Sie weder gießen noch düngen. Wenn die Haltung einer Calla zu gewissen Jahreszeiten aufwendig ist, lohnt sich die Mühe dennoch. Das Ergebnis ist eine vollständige Blütenpracht.

calla_flZimmerpflanzen

Bei den Zimmerpflanzen unterscheidet man hauptsächlich drei Zantedeschia-Arten, eine winterblühende und zwei sommerblühende. Diese unterscheiden sich außer in der Blühzeit noch in den Wurzelorganen. Die winterblühende Zantedeschia aethiopica besitzt fleischige Rhizome und hat weiße Hochblüten. Sie blüht zwischen Januar und Mai. Die sommerblühenden Callas besitzen Knollen. Zantedeschia elliottiana erkennt man an ihren pfeilförmigen Blättern mit durchscheinenden weißen Flecken. Sie öffnet die Blüten ab Juni. Die Hochblätter können weiß, orange, gelb oder rosa sein. Zantedeschia rehmannii besitzt lanzettliche, rein grüne Blätter und blüht ab Juli in den Farben Weiß, Rosa oder Dunkelpurpur.

Überwinterung

Zantedeschia rehmannii und Zantedeschia elliottiana ziehen im Herbst ihre Blätter ganz ein und überwintern als Knolle im Topf. Sie lässt man am besten trocken stehen. Im Frühjahr setzt man diese Knollen in frische Erde und treibt neu an.

Zandeteschia aetiopica sollte einige Wochen fast trocken stehen. Sie behält ihr Laub.

Gartenpflanzen

Die Knollen der Calla werden aus der Gartenerde oder den Pflanzkübeln genommen. Sie sollten einige Zeit trocknen und werden deshalb schön ausgebreitet. Zum Überwintern schichtet man sie locker in ein Gefäß oder eine Kiste und stellt diese bis zum Frühjahr frostfrei ein. Ein guter Platz dafür ist ein kühler Keller. In der Zeit werden die Calla-Knollen nicht gegossen. Sie müssen völlig trocken liegen. Ab Februar kann man sie dann etwas wärmer stellen.

Zantedeschias aethiopia verträgt im Winter Temperaturen bis -5 ˚C und kann daher in einigen Gebieten im Freiland gepflanzt und überwintert werden. Man sieht sie häufig an Gewässerrändern. Die anderen Calla benötigen zum Überwintern Temperaturen um die 10 ˚C. Gut winterhart soll die Sorte 'Crowsborough' sein.

Calla im Frühjahr antreiben

Mit dem Antreiben kann man im Haus schon Ende März beginnen. Für das Freiland wartet man bis nach den Eisheiligen. Zum Antreiben werden die Knollen in frische Erde gesetzt. Sie müssen ziemlich tief gepflanzt werden, in das untere Topfdrittel. Man legt die länglichen Knollen flach auf die Erde. Keinesfalls darf man sie senkrecht stecken. Zwischen den Knollen muss immer etwas Platz verbleiben, damit sie sich nicht ins Gehege kommen. Der restliche Topf wird mit Erde aufgefüllt. Dann gießt man vorsichtig an.alt