Ist Clematis winterhart & winterfest - wie überwintern?

ClematisBei der Clematis handelt es sich um eine Kletterpflanze, die sehr üppig blüht. Sie wurde aus einer asiatischen Wildform kultiviert und rankt sich schnell empor, wenn man ihr eine entsprechende Rankhilfe zur Verfügung stellt.

Sehr gerne wird die Clematis für die Dekoration von Fassaden oder Balkonen sowie Terrassen genutzt. Zuhause ist die Clematis in dichten Laubwäldern, in denen sie sich einen Platz an der Sonne hart erkämpfen muss.

Aus diesem Grund kommt die Clematis auch in unseren Breiten mit

eher geringen Lichtverhältnissen gut zurecht. Zudem verträgt der obere Bereich der Pflanze ohnehin keine direkte Sonneneinstrahlung.

Überwinterung der Clematis

Wenn sich die Clematis erst mal an einem Rosengitter oder Spalier hochgezogen hat, fällt es vielen Gartenbesitzern schwer, sie dort für die Überwinterung zu entfernen. Doch da kommt man kaum drum herum.

Zwar gibt es einige wenige Sorte, denen auch tiefe Minusgrade nichts weiter ausmachen, doch besser bekommt es der Clematis, wenn man sie in einem Kellerraum oder in der Garage überwintert. Wohnt man mitten in der Großstadt, kann man die Clematis auch draußen überwintern, da hier die Temperaturen verhältnismäßig mild sind.

Ideal sind dabei Standorte, die windgeschützt sind. Verhalten sich die klimatischen Bedingungen im Winter so, dass es nur selten hohe Minusgrade gibt, müssen keine aufwendigen Schutzmaßnahmen getroffen werden. Da die Clematis ohnehin im Winter keine Auflageflächen für Schnee hat, muss nicht damit gerechnet werden, dass sie unter der Schneelast leiden
kann.

Auch wenn die Clematis im Winter draußen bleibt und ihr zu Hause an einem windgeschützten Standort gefunden hat, kann man ihr die eisige Jahreszeit ein wenig angenehmer machen. Experten empfehlen, die Pflanze mit Tannenreisig abzudecken, da so u.a. auch vermieden werden kann, dass zu viel Wasser in den Ballen gelangt.

Dies würde zu einer Fäulnisbildung führen. Um das Eindringen von Wasser zu vermeiden, kann auch eine Folie um den Pflanzkübel gestülpt werden. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass der Fuß der Pflanze vor der Wintersonne geschützt ist. Gerade die Kombination von kalter Umgebungsluft und starker Sonneneinstrahlung kann der Pflanze schwer zu schaffen machen.

clematis_flLiegen die Temperaturen aber dauerhaft bei zweistelligen Minusgraden, sollte man die Clematis lieber ins Haus holen. Auch Sorten, die als winterhart angeboten werden, vertragen zweistellige Minusgrade nur selten. Daher gilt es, den Wetterbericht aus zuverlässiger Quelle immer zu verfolgen.

Nicht ganz unwichtig ist auch die Wahl des richtigen Pflanzkübels. Hierbei sollte es sich um einen glasierten Tontopf oder einen Kübel aus frostfestem Terrakotta oder Stein handeln. Des Weiteren bietet sich auch ein Holzkübel gut an. In jedem Fall aber sollte der Durchmesser mindestens 30 Zentimeter und die Höhe mindestens 40 Zentimeter betragen.

Überwinterung der Clematis im Haus

Entscheidet man sich dafür, die Clematis im Hause zu überwintern, muss auf einen hellen Standort nicht unbedingt achten, denn diese Pflanze wirft ihre Blätter ohnehin ab. Auch die Temperaturen müssen nicht besonders im Blick gehalten werden, denn im Haus, im Keller oder der Garage kommt eine Clematis auch mit Temperaturen um den Gefrierpunkt gut

zurecht.

Bevor die Pflanze in ihr Winterquartier zieht, sollte darauf geachtet werden, dass das Substrat ausreichend feucht ist. Ansonsten muss sie im Winter nicht weiter gegossen werden. Sollte im Laufe der Winterzeit das Substrat allerdings sehr trocken werden, kann ein wenig Wasser nicht schaden. Während man im Sommer die Clematis regelmäßig mit Dünger versorgen sollte, ist dies im Winter nicht erforderlich.

Damit die Clematis dann im kommenden Sommer wieder schön blüht, sollte im Frühjahr ein Rückschnitt erfolgen. Dies allerdings erst dann, wenn die Reben sich wieder im Freien befinden und die Knospen herauskommen. Ein Verjüngungsschnitt im Herbst ist nicht erforderlich.alt