Ist Feigenbaum winterhart & winterfest - wie überwintern?

feigen_flObwohl man den Feigenbaum häufig auch innerhalb von Wohnungen und Häusern bewundern kann, handelt es sich bei dem Gewächs eigentlich um eine typische Gartenpflanze, die sich im Freien am wohlsten fühlt.

Deshalb sollte man bei der Anschaffung zwischen der echten Feige und sonstigen Feigenarten unterscheiden. Letztere, im Handel oft genauso als Ficus bezeichnete Feigenbäume, sind nämlich durchaus Zimmerpflanzen.

Die echte Feige, die genauso essbare Früchte trägt, hingegen ist im Garten am besten aufgehoben und kann dort sowohl im Kübel,

wie auch im Freiland gehalten werden. Beim Überwintern sollte man jedoch einige Punkte beachten, die für die Winterhärte der Feige ausschlaggebend sind.

Ist der Feigenbaum winterhart?

Bezogen auf die echte Feige, die man am häufigsten in den Gärten findet, kann dem Feigenbaum durchaus eine Winterhärte nachgesagt werden, denn die Pflanze übersteht relativ problemlos Kälteperioden von bis zu minus 15 Grad Celsius. Auch Frost in diesem Temperaturbereich kann dem Feigenbaum nicht wirklich etwas anhaben.

Problematischer wird es bei länger anhaltenden Kältezeiten und tieferen Temperaturen, denn dann kann der Feigenbaum durchaus Erfrierungen davon tragen. In diesem Fall ist ein guter Winterschutz das beste Mittel, um den Feigenbaum vor dem Tod durch Erfrieren zu retten.

Feigenbäume, die im Kübel gehalten werden, sind nicht ganz so kälteresistent, wie ihre Kollegen im Freiland. Zwar können sogar sie einen gewissen Anteil an Frost vertragen, allerdings nicht im Temperaturbereich, wie die echte Feige, die im Garten eingepflanzt ist.

Wie macht man den Feigenbaum winterfest? - Feigenbaum überwintern

Trotz der Winterhärte des Feigenbaums kann es im Verlauf eines strengen
Winters dazu kommen, dass die Äste des Feigenbaums relativ umfangreich erfrieren und absterben. Dieser Entwicklung kann man nur sehr schwer entgegen treten.

Allerdings ist dies eigentlich relativ unproblematisch, da die echte Feige trotz erfrorener Zweige wieder austreibt und an den zweijährigen Trieben Früchte trägt. Dennoch sollte man den Feigenbaum im Winter nicht sich selbst überlassen, sondern einige Maßnahmen ergreifen, damit er winterfest wird.

Bezogen auf den im Freiland gepflanzten Feigenbaum lässt sich generell sagen, dass dieser ohnehin am besten an einem windgeschützten Ort platziert ist. Wind verträgt die echte Feige nämlich nur mäßig und schon gar keine kalten Winde, wie man sie im Winter relativ häufig sieht.

Bei der Bodenbeschaffenheit sollte man insbesondere im Winter darauf achten, dass ein gewisser Lehmgehalt gewährleistet ist, der ph- Wert des Bodens säuerlich bleibt und die Erde locker und durchlässig anmutet. Dies schafft die optimalen Bedingungen, um die Winterhärte des Feigenbaums zum Tragen kommen zu lassen.

Um die Winterfestigkeit noch zu untermauern, kann man die Erde rund um den Feigenbaum vor zu starkem Kälteeinfluss schützen. Hierfür eignet sich besonders eine dicke Schicht aus Fichtenzweigen, Rindenmulch oder Laub. Da der Feigenbaum zum Ende des Herbstes seine Blätter verliert, braucht man die Baumkrone nicht gesondert zu schützen.

Feigenbaum im Kübel oder Topf überwintern

Hält man den Feigenbaum dagegen nicht im Freiland, sondern in einem Kübel im Garten, so ist man gerne geneigt, bei ersten Kälteanzeichen den Feigenbaum ins Haus zu bringen, um ihn dort überwintern zu lassen.

Diese Maßnahme ist

jedoch gänzlich falsch. Ebenfalls im Blumentopf verträgt der Feigenbaum gewisse Kälteperioden und sogar leichten Frost. Da er sich ohnehin draußen am wohlsten fühlt, sollte man ihn so spät wie möglich und erst bei extrem tiefen Temperaturen herein holen. Die Wohnung selbst ist hier jedoch nicht der geeignete Standort. Vielmehr ist ein kühler und frostfreier Raum die optimale Umgebung. Das Zimmer selbst darf auch gerne dunkel sein.

Bei Feigenbäumen im Kübel oder im Freien sollte man besonders vorsichtig beim Wässern und Düngen vorgehen, denn hier liegen große Fehlerquellen, die die Winterfestigkeit nachteilig beeinflussen.

Auf Düngen ist während des gesamten Winters vollständig zu verzichten. Gleichermaßen sollte das Wässern im Winter, verglichen mit den warmen Monaten, eher zurückhaltend erfolgen. Es ist nur so viel Wasser notwendig, dass der Feigenbaum nie vollständig austrocknet. Nasse Füße hingegen bekommen ihm im Winter absolut gar nicht.alt