Ist Hibiscus winterhart & winterfest - wie überwintern?

hibiskus2_flDer Hibiscus, ein ursprünglich aus China sowie Indien stammendes Blütengehölz, ist im Deutschen auch bekannt unter dem Namen Eibisch.

Im chinesischen Raum symbolisiert er mit seiner Pracht nicht nur Ruhm und Reichtum, sondern auch jugendlich-weibliche Anziehungskraft.

Die Pflanzengattung Hibiscus gehört zur Familie der Malvengewächse und zählt zwischen 200 und 300 verschiedenen Arten. Hierzulande verbinden wir mit Hibiscus oft die fünfzähligen, roten Blüten. Das Farbspektrum der blühenden Hibiscusgewächse reicht jedoch von weiß, gelb oder lachsfarben über zahlreiche Rosa- und Rottöne

bis hin zu wunderschön gefärbten violetten und blauen Varianten.

Obwohl der Hibiscus hauptsächlich in wärmeren Gebieten der Erde verbreitet ist, finden wir auch bei uns ein mannigfaltiges Angebot dieses Gewächses. In hiesigen Gärtnereien und Blumenfachgeschäften werden unterschiedliche Hibiscu-Arten meist als Zimmerpflanze angeboten. Vom Frühjahr bis zum Herbst erfreuen die großen attraktiven Blüten über viele Wochen hinweg ihre Betrachter.

Während der Blütezeit sollten Hibiscus-Topfpflanzen nicht von ihrem Standort weg bewegt werden; das empfindliche Gewächs reagiert sonst möglicherweise mit dem Abwerfen von Blüten.

Die weite Welt des faszinierenden und vielseitigen Hibiscus'

Die als winterfest bekannten Sorten des Straucheibischs - auch Garteneibisch, Festblume oder Sharonrose genannt - begegnen uns oft als Ziersträucher in Gärten und Parkanlagen. Wie aber kann ein Hibiscusstrauch erfolgreich überwintern?

In klimatisch günstigen Lagen Mitteleuropas gestaltet sich die Überwinterung dieser Hibiscusgattung in der Regel als völlig unproblematisch, in kälteren Regionen hingegen, wie zum Beispiel in nördlichen Regionen Deutschlands, benötigen die Pflanzen einen Winterschutz. Dies kann durchaus bereits eine dicke Schicht aus getrocknetem
Laub sein oder auch Zweige von Nadelgehölzen, die locker aufgelegt werden.

Um den Winter unbeschadet zu überstehen, benötigt der Hibiscus obendrein einen hellen Standort. Die optimalen Temperaturen für die Überwinterung liegen - je nach Sorte - zwischen 10 und 14 Grad Celsius. Winterhart gezüchtete Hibiscuspflanzen vertragen kurzzeitig Umgebungstemperaturen bis etwa -20 Grad Celsius; ältere Sträucher erfrieren hierbei jedoch vereinzelt.

Um im Frühjahr zu prüfen, ob ein Hibiscus die niedrigen Außentemperaturen im Freien überstanden hat, kann man vorsichtig etwas Astrinde entfernen. Wenn der Trieb unter der Rinde grün erscheint, lebt die Pflanze.

Sparsam gießen, und auch Düngen ist nur bedingt erforderlich

Auch eine Hibiscus-Zimmerpflanze sollte zum Winter an einem kühleren Ort aufgestellt werden. Im Herbst wird die Pflanze bei Bedarf leicht zurück geschnitten und mit feuchtem Ballen in ihrem Winterquartier untergebracht.

Neben der bereits erwähnten Helligkeit und kühlen Temperaturen bilden eine niedrige Luftfeuchtigkeit sowie ausreichende tägliche Frischluftzufuhr unabdingbare Voraussetzungen für die aussichtsreiche Überwinterung des Hibiscus. Zur Kontrolle eines möglichen Schädlingsbefalls empfiehlt sich das Aufhängen von Gelbtafeln.

Diese mit Klebstoff versehenen Tafeln aus Pappe oder Kunststoff ziehen in besonders starkem Maße eventuell auftretende Pflanzenschädlinge an. Insekten haben nämlich eine große Affinität zur gelben Farbe. Während der Wintermonate darf der Hibiscus nur sparsam gegossen werden. Auf das Düngen kann man in dieser Zeit ganz verzichten. Da die Gewächse empfindlich sind gegen Staunässe, muss auf guten Wasserabzug geachtet werden.

Eine regelmäßige Wasserzufuhr gewährleistet jedoch, dass der Hibiscus nicht austrocknet. Damit der Strauch im Frühjahr wieder zu seiner vollen, üppigen Blüte erstrahlen

kann, ist die winterliche Ruheperiode lebensnotwendig.

Der Frühling hat unendlich viel Aufregendes zu bieten

Zu Beginn des Frühlings empfiehlt sich für Zimmerpflanzen das Umtopfen. Die neue Erde ermöglicht frische Nährstoffzufuhr, und ein größerer Topf bietet dem Gewächs ausreichend Platz für sein Wurzelsystem.

Als bester Zeitpunkt für das Umsetzen eines Hibiscusstrauchs ins Freie eignet sich vor allem das späte Frühjahr, in welchem der Laubaustrieb deutlich sichtbar wird. Ein Zurückschneiden des Gehölzes auf maximal zwei Drittel der Pflanzengröße fördert das schnellere Wachstum sowie eine üppige Blüte.

Abgeschnittene Triebspitzen eignen sich hervorragend als Stecklinge, die auf einer warmen Erdschicht zusätzlich mit (luftdurchlässiger!) Plastikfolie abgedeckt und dadurch feucht gehalten werden. Somit kann man sich schon bald über neue Hibiscus-Triebe freuen!alt