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Ist Kirschlorbeer winterhart & winterfest - wie überwintern?

Der Kirschlorbeer ist inzwischen aus den heimischen Gärten nicht mehr wegzudenken. Es gibt kaum einen Gartennutzer, der sich nicht den Kirschlorbeer in einer seiner vielen Variationen ins Haus holt.

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Grund dafür liegt relativ klar auf der Hand. Kirschlorbeer ist nicht nur eine Pflanze, die pflegearm und unanspruchsvoll ist, es gibt Kirschlorbeer mittlerweile auch in so vielen verschiedenen Sorten, dass nahezu alle individuellen Bedürfnisse von Gartenbesitzern abgedeckt werden können.

So unterscheidet man beim Kirschlorbeer in erster Linie kleine und breite, hohe und aufrechte und rund anmutende Wuchsformen. Der kleine und breitwüchsige Kirschlorbeer findet seinen Einsatz vor allen Dingen zur Flächenbegrünung. Runder Kirschlorbeer ist eine gute Einzelpflanze, während der hohe Kirschlorbeer vor allem als Verbund in einer Kirschlorbeerhecke zu finden ist.

Die Form des Kirschlorbeers ist jedoch nicht nur relevant in Bezug auf die Frage seiner Verwendung, vielmehr ist sie genauso ausschlaggebend bei der Beurteilung der Winterhärte. Und da der ...



Kirschlorbeer sich lange Zeit genau in diesem Punkt umfangreicher Kritik stellen musste, ist dies umso mehr von Bedeutung. Inzwischen wurden die kälteempfindlichen Kirschlorbeerpflanzen jedoch zu relativ winterharten Gewächsen gezüchtet, die gut überwintern können, es sei denn man beachtet die ihnen spezifischen Charakteristiken nicht.

Unterschiede in der Winterhärte bei den einzelnen Wuchsformen

Die Kritik der vergangenen Jahre, dass Kirschlorbeer absolut ungeeignet für kalte Winter ist, konnte mittlerweile widerlegt werden. Neue Züchtungen haben dazu geführt, dass verschiedene Kirschlorbeerarten durchaus gute bis sehr gute Winterhärtegrade aufweisen.

In erster Linie sind hier die Sorten Mount Vernon und Cherry Brandy bei den breitwüchsigen, Etna und Mano bei den runden sowie Herbergii und Leander bei den hohen Kirschlorbeeren zu nennen. Allerdings unterscheidet sich die Winterhärte nach den Wachstumsformen.

Der kleine und breitwüchsige Kirschlorbeer verläuft oftmals flach über dem Boden auf einer mehr oder weniger großen Fläche. Das verminderte Höhenwachstum reduziert auch die Windanfälligkeit, so dass kleiner Kirschlorbeer sogar durch kalte Winde nicht beeinträchtigt wird.

Selbst niedrigste Temperaturen stören den flachen Kirschlorbeer nur in geringem Maße. Diese Wachstumsart beim Kirschlorbeer weist entsprechend die größte Winterhärte auf.

Runder Kirschlorbeer ist schon eher den kalten Winden im Winter ausgesetzt, wenngleich er darauf, wie genauso auf kalte Temperaturen nicht überempfindlich reagiert. Das größte Problem beim runden Kirschlorbeer ist jedoch die Gefahr des Austrocknens im Winter. Die relativ hohe und großzügige Oberfläche begünstigt das Entweichen von Feuchtigkeit, während der begrenzte Wurzelraum und das Gefrieren des Bodens die Wasseraufnahme wiederum einschränkt. Deshalb ist die Winterhärte bei rundem Kirschlorbeer zwar auch gut, allerdings mit Abstrichen gegenüber dem breitwüchsigen Kollegen.

Der hohe Kirschlorbeer ist von den drei Wachstumsarten am empfindlichsten. Die Bodenbedeckung ist relativ gering, während nach oben hin eine großzügige Fläche mit überdimensionalen Blättern dem Entweichen der Feuchtigkeit Tür und Tor öffnen.

Austrocknung ist deshalb die größte Gefahr bei aufrechtem Kirschlorbeer. Aber ebenso für kalte Winde ist der hohe Kirschlorbeer sehr empfänglich, so dass die Winterhärte nur eingeschränkt gegeben ist und unter Umständen viele Zweige massiv abfrieren.

Dieses Problem, das bei Kirschlorbeer doch recht weit verbreitet ist, wird allerdings durch die positiven Eigenschaften des Kirschlorbeers wieder relativiert. Abgefrorene und somit abgestorbene Zweige können nach Ende der Kälteperiode radikal zurückgeschnitten werden. Dabei braucht man nicht zimperlich vorzugehen. Kirschlorbeer verträgt massive Rückschnitte vollkommen problemlos und treibt dann wieder neu aus.

Der richtige Standort zum Überwintern

Um den Kirschlorbeer winterfest zu machen, ist das beste Mittel schon vorab die richtige Wahl des Standorts. Kirschlorbeer in all seinen Variationen mag es nämlich schattig und trocken, wobei der Schwerpunkt hier vor allem auf dem Schattenplatz liegt.

Wie schon erwähnt, ist Kirschlorbeer nämlich besonders anfällig für das Erfrieren im Winter, da die recht großen Blätter und Oberflächen viel Feuchtigkeit abgeben, während aus dem gefrorenen Boden nur wenig Wasser aufgenommen werden kann. Diese Feuchtigkeitsabgabe wird durch winterliche Sonneneinstrahlung noch begünstigt. Deshalb sollten vor allem der runde sowie der aufrechte Kirschlorbeer zwingend im Schatten stehen.alt



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