Terracotta - Pflege und Reinigung

Terracotta - Pflege und Reinigung Terrakotta-Gefäße Die weissgrau oder moosgrün gefleckte Patina eines alten Terracottatopfes ist für so manchen etwas Wertvolles. Sie entsteht durch das Verdunsten von Kalk und diversen Mineralien und kann - je nach Umgebung - speziell auf Gefässen mit Verzierungen sehr lieblich und romantisch wirken.

Aber Geschmäcker sind eben verschieden - und viele erfreuen sich nur an blitzsauberen Töpfen, die wie neu aussehen.

Nur, wie kann man diese Ablagerungen entfernen?
 
Der Profi-Tipp:
Der Topf wird nach

der Zeit im Winterquartier sorgfältig mit der Bürste gereinigt und anschliessend in einen Eimer mit klarem Wasser getaucht. Eine halbe Stunde später schüttet man eine Mischung aus 300 ml Essigessenz (25%) und 10 Litern Wasser dazu. Nach einigen Tagen hat die Säure die Schicht aufgelöst. Nun wird der Topf gut abgespült und schon kann er bepflanzt werden.
 
Um das Gefäss vor weiteren Ausblühungen zu schützen, kann man es mit einem  Spezialmittel (z.B. Prolapit) imprägnieren. Das Mittel beeinträchtigt nicht die Atmung des Behälters, wirkt aber schmutz- und wasserabweisend und verhindert die Patina- und Moosbildung. Somit bleibt die ursprüngliche Farbe dauerhaft erhalten.

Terrakotta GefäßeDie Hausmittelchen:
  • Topf mit Kalkreiniger und Bürste sauber schrubben.
  • In einen Eimer mit Essigwasser stellen.
  • Nach einem
    mehrtägigen Bad in der Regentonne oder im Gartenteich lassen sich die Ausblühungen leicht abbürsten.
  • Mit Lein-, Speise- oder Babyöl putzen.
  • In feuchten Rindenmulch einschlagen.
Für alle Patina-Liebhaber:

Wer den Charme des Antiken, Verwitterten liebt, kann wesentlich dazu beitragen, dass sich der Belag - zwar auch witterungsbedingt - aber doch wesentlich rascher bildet. Dazu trägt man mit einem Pinsel Joghurt auf, lässt es ein paar Tage im Freien eintrocknen und geniesst ganz einfach die Vorfreude!

Alternative – Impruneta-Terrakotta

Terrakottagefäße aus Impruneta (Ort in Italien, der für seine Terrakottawaren weltberühmt ist), setzen keine Patina an. Das liegt daran, dass die Brenntemperaturen extrem hoch sind und der Gehalt an Aluminium-, Kupfer- und Eisenoxiden ebenfalls. Der sehr mineralienreiche Ton dort in der Toskana ist ganz besonders. Beim Brennen kommt es zur Sinterung. Dabei schließen sich die Poren im Ton. So wird das Material wasserundurchlässig.

Einen Nachteil haben die Gefäße aus Impruneta allerdings, ihren hohen Preis. Allerdings zahlen Liebhaber den für diese tollen Töpfe gern. Zu erkennen sind die Gefäße am Siegel und am Klang. Stößt man zwei Gefäße leicht zusammen, erklingt ein hoher, klirrender Ton, nicht ein dumpfer, wie normalerweise bei Tongefäßen.

Terrakotta-Töpfe imprägnieren

Eine weitere Alternative für alle, die keine Patina mögen, ist die Imprägnierung der Gefäße. Es ist ein sicherer Schutz vor Frost, sowie Algen- und Moosbewuchs. Die Imprägnierung weist Wasser ab, die Gefäße bleiben aber atmungsaktiv. Im Fachhandel gibt es dafür spezielle Mittel. Mit einem Pinsel muss diese Lösung innen und außen auf den Töpfen verteilt werden! Das Pflanzgefäß muss dafür ganz sauber und vor allem trocken sein! Am besten macht man die Imprägnierung gleich nach dem Kauf. Möglich ist  auch die Imprägnierung mit Leinöl. Diese muss aber jährlich wiederholt werden und Leinöl ist teuer.

Ein interessantes Mittel ist ProLapit®. Es handelt sich um eine umweltfreundliche Imprägnierung für Terrakotta und

Ton. Die Gefäße bleiben dauerhaft schmutz- und wasserabweisend. Auch die Algen- und Kalkbildung werden unterbunden. Als Nebeneffekt kommt die Frostresistenz dazu. Gefäße, die nicht frostfest waren, werden es dadurch. Das kommt daher, dass das Tongefäß keine Wasser mehr speichern kann.