Beliebte winterharte Steingartenpflanzen

Collage beliebter Steingartenpflanzen mit BlütenWer davon träumt, sich im heimischen Garten einen Steingarten anlegen zu wollen, holt sich zwangsläufig ein Stück alpine Landschaft auf das eigene Grundstück. Steingärten heben sich optisch von den bekannten herkömmlichen Gärten ab. Darüber hinaus bieten sie vielen unterschiedlichen Tieren und Pflanzen ein Zuhause. Ein Steingarten eignet sich auch für diejenigen hervorragend die sich an bekannte Berglandschaften aus dem Urlaub täglich erinnern möchte. Der Steingarten mit einem natürlichen Hang oder auch einem künstlich aufgeschütteten wird dies perfekt inszenieren.

Ein Steingarten überzeugt mit

Charme und Idylle


Mit der Anlegung eines Steingartens erschaffen Sie sich einen wunderbaren Ort der Entspannung und Idylle, der zum Träumen einlädt. Doch auch Steingärten sind in unterschiedlichen Stilen zu verwirklichen, somit sind auch verschiedene Stilelemente mit einzubeziehen. Zudem sind Steingärten fantastische Blickfänge. Seit dem 20. Jahrhundert etablieren sie sich mehr und mehr in den hiesigen Breitengraden. Sie erleichtern nicht nur die Gartenarbeit dadurch, dass die Pflanzen zumeist genügsamer sind und weniger Bewässerung brauchen, sondern sie benötigen insgesamt weniger Pflegeaufwand.

Vorbereitungen und die Auswahl der Materialien

Für die Bepflanzung kommen Gewächse infrage, die sich auch im Gebirge finden lassen. Die Pflanzen haben sich klimatisch an die dortigen Bedingungen angepasst. Ein Steingarten sollte nach Möglichkeit nach Süden oder Südwesten ausgerichtet werden, um den Pflanzen möglichst viel Sonne zu ermöglichen. Steingärten machen sich besonders gut, wenn sie an einem Hang mit sanften Gefälle, das bei etwa zehn Grad liegt, angelegt werden. Das bringt die Steine in die Lage, möglichst viel Sonnenwärme zu speichern und fortlaufend an die Pflanzen abzugeben. Bei der Wahl der Gesteinsart sollten Sie nicht allein die Optik entscheiden lassen, für welche Steine Sie sich entscheiden, sondern auch auf die Witterungsverhältnisse der jeweiligen Region Acht geben. Die Steinsorten Granit, Quarzit oder Basalt eignen sich für das hiesige schwankende Wetter und den unterschiedlichen Temperaturen innerhalb sehr gut. Bei der Anlegung des Steingartens sollten Sie noch bedenken, grundsätzlich nur eine Form und eine Gesteinsart zu verwenden, um ihn nicht zu unruhig zu gestalten. Natürlich sollten auch eckige nicht mit runden Steinen vermischt werden, um eine perfekte Harmonie zu erhalten.
 
Gestaltungsformen und die richtige Steinwahl

Eine Möglichkeit einen Steingarten perfekt zu gestalten, ist die Form eines Japanischen Gartens, obgleich diese Form mit sehr viel Aufwand verbunden ist. Ein solcher Garten wird ohne Gehölze und Pflanzen angelegt, dafür spielt hier das Element Wasser eine sehr große Rolle. Ein Kiesgarten hingegen zeichnet sich durch eine überwältigende Pflanzenvielfalt aus, der allerdings wiederum ein großes Sonnenbedürfnis hat. Weitere geeignete Steine für die Anlegung eines Steingartens sind Kalk- und Sandstein. Steingartenpflanzen benötigen einen Untergrund, der dem ihrer natürlichen Herkunft die größtmögliche Ähnlichkeit bietet. Da die meisten Pflanzen zudem aus der alpinen Gegend stammen, benötigen sie einen Steinboden, der den Abfluss von Niederschlägen fördert. Mögliche entstehende Staunässe wäre schädlich für die Pflanzen. Deshalb ist auf eine Wasserdurchlässigkeit des Bodens zu achten, was durch einen sandigen Boden gefördert wird. Dieser kann mit einer Steinschicht wie beispielsweise Kies abgedeckt werden. 
 
Steingärten können mit vielen Dekoobjekten verschönert werdenDie Welt der Pflanzen im Steingarten

Für die Bepflanzung sind immergrüne und winterharte wie auch einjährige Pflanzen besonders hervorragend geeignet. Weiterhin sind

Stauden wie Polsterphlox, Steintäschchen, Blaukissen, Steinkraut, Ziergräser und Koniferen, aber auch Halbsträucher wie zum Beispiel Blauraute, Blauschwingel und Lavendel tolle Pflanzen, die sich in Steingräten sehr wohl fühlen. Weiterhin können Sie eine besonders schöne Bergromantik mit alpinen Pflanzen wie Enzian, Primeln, Nelken- und Hauswurz erzeugen. Eine besonders resistente Pflanze und somit als Klassiker erweist sich die Polsterstaude. Sie ist krautig, mehrjährig, kompakt und wird ca. 30 Zentimeter hoch.

Wer Pflanzen mit mehr Höhe wünscht, greift zum Zwerggehölze oder zur Fetthenne. Sehr beliebt sind auch die sogenannten Katzenpfötchen, die Alpenaster oder die Grasnelke. Kleinere Glockenblumen-, Steinbrecher-, Enzianarten, Fuchsien, Primeln, Silberdistel,
Purpurglöckchen, Milchstern, Alpenrose oder Schleifenblumen sind ebenfalls wunderhübsche Gewächse, die sich hervorragend in einem Steingarten wohlfühlen. Viele der genannten Pflanzen bedürfen für ihre Entwicklung und Entfaltung die Wärmerückstrahlung. Dies übernehmen die Steine, wobei die Wurzeln der Gewächse kühl bleiben. Steingartenstauden benötigen weder einen nährstoffreichen Boden noch vertragen sie ihn.

Perfekte Farbtupfer für den Hingucker Steingarten

Der Steingarten fasziniert nicht nur durch die vielseitigen Pflanzen und Blumen, sondern insbesondere auch deshalb, weil er das ganze Jahr über zum Eyecatcher wird. Es sind viele Pflanzen erhältlich wie zum Beispiel die Zwergkoniferen, die den ganzen Winter lang über Grün sind und für einen immergrünen Garten sorgen. Farbtupfer können mit Primelhybriden im frühen Frühling an halbschattigen Standorten gesetzt werden. Ihre blassrosa Blüten bieten in der Kombination mit blauen Lederblümchen einen wunderhübschen Anblick. Ein weiterer und zusätzlicher Farbtupfer wird dadurch erreicht, dass Sie beispielsweise ein Blaukissen anpflanzen, das ebenfalls im frühen Frühling blüht. Weitere frostharte Pflanzen sind Steintäschel, Grasnelke und das Steinkraut. Bruchsteine zum Beispiel können direkt als Pflanzengefäß verwendet werden. Ansonsten verteilen Sie die Steine reichlich im Garten.

Steingarten in hiesigen Breitengraden

Weiterhin achten Sie im Frühjahr auf genügend Feuchtigkeit in Ihrem Steingarten. Im Winter wiederum kommen die Pflanzen ohne Flüssigkeit aus. Wenngleich der Steingarten den Charme eines wild wachsenden Berghangs aufweist, achten Sie darauf, dass Sie sowohl Schnecken wie auch Wildkräuter und abgestorbenen Pflanzenteile regelmäßig entfernen. Ein Steingarten bildet oft ein Heim für Eidechsen, die es sich gerne in der Sonne auf den Steinen bequem machen und ihre Eier für den Nachwuchs unter den Steinen, die diese schützen, ablegen.

Blaukissen ist eine beliebte Steingartenpflanze und ein Blickfang zugleichAls sehr hübsch erweisen sich im Steingarten Pflanzen, die einen sogenannten Teppich bilden wie beispielsweise der Polster-Phlox. Die Pflanze breitet sich aus und wächst generell schnell, sodass Sie innerhalb von wenigen Jahren eine große Fläche damit abdecken können. Die Wuchshöhe allerdings beträgt nur ca. 10 bis 15 cm. Im Frühjahr ist der Polster-Phlox voll mit kleinen Blüten, die entweder rot, rosa, blau oder weiß sein können. Sonnige Sorten des Thymians bilden ebenfalls einen schönen Teppich und eignen sich ebenso als Bodendeckerpflanze.

Wissenswertes zu winterharten Steingartenpflanzen in Kürze

Die Stauden, Sträucher und Zwerggehölze dieser Gruppe schließen eine Reihe wohlbekannter Pflanzen ein, die lohnend und trotzdem anspruchslos sind:
  • Blaukissen (Aubrieta)
  • Sonnenröschen (Helianthemum)
  • Grasnelken (Armeria)
Sie gedeihen und blühen verschwenderisch, wenn sie auf durchlässigem Boden in der vollen Sonne stehen. Andere Steingartenpflanzen haben jedoch höhere Ansprüche. Sie brauchen gut dränierte Böden und gleichzeitig eine zufrieden stellende Wasserversorgung sowie Schutz vor einem Überschuss an Nässe in den Wintermonaten. Zu den schwierigsten Arten gehören die Alpenpflanzen der Hochlagen:
  • Enziane (Gentiana)
  • Primeln (Primula)
  • Mannsschild (Androsace)
Zwischen diesen Extremen gibt es eine große Bandbreite unterschiedlichster Steingartenpflanzen für Hügelbeete, Pflaster, einen Wall oder auch kleine Topfgärten.

Jahreszeiten im Steingarten
  • Ein Steingarten kann das ganze Jahr hindurch ein Blickfang sein: Zwergkoniferen mit kriechenden, polsterförmigen oder aufrechten Wuchsformen sorgen auch im Winter für Grün. Und Hauswurzarten bleiben das ganze Jahr hindurch attraktiv.
  • Im zeitigen Frühjahr und in halbschattigen Lagen zaubern die blaßrosa blühende, braunblättrige Primelhybride 'Garryarde Guinevere' und blaue Leberblümchen (Hepatica nobilis) zarte Farbtupfer hervor.
  • Mit robusten, sich flächig ausbreitenden Arten wie dem Blaukissen können dagegen kräftige Farbflecken gesetzt werden.
  • Zu den apartesten Frühlingsblühern gehören Steinkraut (Alyssum saxatile), Steintäschel (Aethionema), Zwergarten und Kultursorten des Phlox (wie z.B. Phlox douglasii) sowie die Grasnelke Armeria maritima.
  • Noch bevor deren Blütezeit endet, beginnt die Zeit der mossähnlichen Steinbrecharten, deren zarte, weiß, rosa oder tiefrot gefärbte Blüten die rosettenbildenden Blätter überziehen.
  • Viele Steingartenpflanzen sind karge Lebensräume gewöhnt und winterhartMit ihren rosafarbenen Blüten ist das zu den Rachenblütlern gehörende Doppelhörnchen Diascia cordata 'Ruby Field'  nahezu den ganzen Sommer über eine Zierde. Sie können die Blütezeit verlängern, indem sie die Pflanze nach der ersten Blüte zurückschneiden.
  • Ebenfalls im Sommer zeigt das Sonnenröschen Helianthemu nummularium seine attraktiven Farben, die von Rosa über Gelb bis zu tiefen Orange- und Rottönen reichen.
  • Weitere lohnende Sommerblüher sind Leinkraut (Silene schafta) mit rosafarbenen Blüten, die uns bis in den Herbst hinein erfreuen, lieblich blau blühender Ehrenpreis (Veronica prosrata) und viele aromatisch duftende Thymianarten wie Thymus praecox (syn. T. drucei).
Tipp der Redaktion

Wenn Sie erst einmal entdeckt haben, wie gut die unkomplizierteren Arten gedeihen, können Sie sich getrost auch an Steingartenpflanzen mit höheren Standortansprüchen wagen. Viele wachsen horstig oder bilden Polster, und häufig wirkt allein schon das Laub zierend. Eine der reizendsten Arten ist die Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris), so genannt wegen der glockenartigen Blütenform. In den ersten Wochen des Frühlings erscheint das fein gefiederte Laub, und die pelzigen Knospen entfalten sich zu hellvioletten bis purpurfarbenen Blüten mit goldgelbem Zentrum.