Garten-Tipps für Juli - Gartenkalender

Im Juni stehen die Rosen in BlütenprachtDer Juli ist der Monat der Rosen. Die meisten Rosen entfalten sich jetzt in ihrer vollkommenen Schönheit. Auch im Staudenbeet blüht jetzt einiges. Balkonblumen wiegen ihre zierlichen Blüten im Wind und auch die meisten Kübelpflanzen haben sich nun endlich zur Blüte entschlossen.

Gartenarbeiten im Juli
  1. Am bedeckten Tagen, oder gegen Abend kann man noch Stauden und auch andere Pflanzen in die Erde setzen. Ausreichend wässern ist jetzt oberstes Gebot, die Pflanzen reagieren sehr empfindlich auf Trockenheit.

    Kübelpflanzen und andere leicht holzende Pflanzen lassen sich jetzt gut über Steckhölzer vermehren. Die Töpfe und Schalen mit den frisch geschnittenen Steckhölzern unbedingt an einem schattigen Ort aufstellen.
  2. Die meisten Kübelpflanzen stehen nun auch in voller Blüte und erfreuen uns mit ihren Farben und Düften. Auf der Terrasse sollte man jedoch darauf achten, dass sich nicht zu viele Düfte mischen. Das kann zu Kopfschmerzen, oder sogar Übelkeit führen. Eine Duftpflanze reicht für die Terrasse. Einzige Ausnahmen bilden Kräuter. Hiervon darf es ein bisschen mehr sein. Um Samenbildung zu verhindern (es sei denn, es ist ausdrücklich erwünscht), sollte man auch an Kübelpflanzen die welken Blüten entfernen.
  3. Rosen kann man auch sehr einfach aus Stecklingen vermehren. Vor allem Zwerg-, Beet- und Kletterrosen lassen das gerne zu. Der Juli ist der beste Zeitpunkt dafür. Die Rosenstecklinge an einem schattigen Ort direkt in die angefeuchtete Erde stecken, und am besten ein altes, sauberes Einmachglas drüberstülpen. Sie wurzeln bereits nach einigen Wochen, doch die bewurzelte Rose sollte 1-2 Jahre lang noch an dieser Stelle verbleiben. Wichtig ist, dass sie ausreichend und regelmäßig mit Wasser versorgt werden.
  4. Im Juli blühen vermehrt hohe Stauden im Garten. Um diese vor Umknicken zu schützen, sollte man sie stützen. Die Stützen verhindern auch ein Auseinanderfallen bei starken Regenfällen. Zwischen den Stauden sollte man jetzt regelmäßig die Erde hacken und Unkräuter entfernen. Durch das Hacken wird die Erde aufgelockert und durchlüftet. So gelangt auch Wasser schneller und leichter an die Wurzeln.
  5. Der Juli ist die nächste Düngerperiode bei Rosen, Kräutern und Stauden. Starkzehrende Pflanzen werden jetzt wieder gedüngt. Unbedingt darauf achten, dass die Erde feucht ist, wenn man den Dünger ausbringt (am besten nach dem Gießen). Dünger leicht in den Boden einarbeiten. Durch die Feuchtigkeit lösen sich die Nährstoffe schneller und stehen so bereits nach kurzer Zeit den Pflanzen zur Verfügung.
  6. Im Obst- und Gemüsegarten ist ebenfalls Düngen angesagt. Am besten erledigt man das Düngen zusammen mit dem Gießen. Der Juli ist außerdem Erntemonat für viele Obstsorten. Erdbeeren, Himbeeren, und einige andere frühe Obstsorten können jetzt geerntet werden. Was zu viel ist, kann zu Kompott oder Marmelade verarbeitet werden. Aus Beerenfrüchten kann man für den Nachtisch leckeren Fruchtschaum zubereiten. Im Eisfach abkühlen lassen und eiskalt genießen.
Stiefmütterchen werden im Juli für das kommende Gartenjahr ausgesätWeitere Gartentipps für Monat Juni

Der Juli ist normalerweise recht sonnig und warm, kann aber auch verregnet ausfallen. Ganz egal, wie das Wetter wird: Im Garten gibt es immer etwas zu tun. Der Rasen darf jetzt etwas länger stehen, muss aber, wie alle anderen Pflanzen auch, in Trockenphasen gut gewässert werden. Die Obstbäume brauchen viel Aufmerksamkeit, und die ersten Vorbereitungen für die Überwinterung der Pflanzen

sowie die Blüte im nächsten Jahr können getroffen werden.

Düngen, gießen, pflegen

Im Juli brauchen die Pflanzen Pflege. Es ist trocken, die meisten Pflanzen bilden Früchte aus - da muss nicht nur regelmäßig und großzügig gewässert werden, sondern auch gedüngt. Das betrifft Kübelpflanzen ebenso wie die Pflanzen im Freiland. Beete werden nur sehr vorsichtig geharkt und gelockert, um die Pflanzen nicht zu verletzen. Die
Bodenpflege ist aber dennoch wichtig, damit das Wasser nicht so schnell verdunstet, sondern gut aufgenommen werden kann. Trockener Boden ist nicht nur an der Oberfläche recht gut versiegelt (Regenwasser würde also gar nicht leicht aufgenommen, sondern darüber hinweg fließen), sondern bildet auch Kapillartunnel aus, über die das Wasser recht schnell verdunstet.

Ein- und zweijährige Blumen

Die Frühlings- und Sommerblüher für das nächste Jahr können im Juli ausgesät werden. Das betrifft Stiefmütterchen, Akelei, Vergissmeinnicht, Fingerhut, Nelken und Malven. Wer die Pflanzen schon im Juni gesät hat (auch das ist möglich), kann die jungen Pflanzen bereits pikieren. Die Beete sollten locker gehalten werden, gut gedüngt sein und regelmäßig gegossen werden. Das tut Saat und jungen Pflanzen gleichermaßen gut. Stecklinge wie Hortensien können Sie im Juli übrigens gut vermehren. Dazu sollten die Pflanzen gesund und kräftig gewachsen sein und möglichst nicht gerade blühen. Sorgen Sie dafür, dass der Steckling das gleiche, möglichst optimale Klima vorfindet wie die Mutterpflanze - das garantiert zwar nicht das Anwachsen, erhöht aber die Erfolgsaussichten.

Ziersträucher und -hecken

Viele Sträucher und Hecken verblühen langsam. Die welken Blüten sollten Sie entfernen, damit die Pflanzen anstelle von Früchten neue Blüten ausbilden können. Früchte nehmen der Pflanze Kraft und verhindern dadurch, dass viele weitere Blüten ausgebildet werden. Das gilt vor allem für remontierende Rosen. Hecken werden im Juli immer geschnitten, und die Rosen werden zum letzten Mal gedüngt.

Pflaumen reifen im Juli heran - junge Pflaumenbäume werden veredeltStauden brauchen im Juli übrigens nicht viel Pflege. Verwelkte Blüten sollten entfernt werden, und großwachsende Stauden sollten Sie anbinden - falls das noch nicht passiert ist. Schnitthecken sollten Sie im Juli ordentlich in Form bringen, und vergessen Sie nicht, die Pflanzen im Kübel wie auch im Freiland wirklich ausgiebig zu gießen. Der Juli ist oft recht trocken.

Obstbäume und -sträucher

Beim Obst ist im Juli viel los. Obstbäume müssen gewässert werden, das ist vor allem bei jungen Bäumen immer wieder wichtig. Die Obstbäume erhalten ihre letzte Düngung im Juli, und natürlich kann geerntet werden. Johannisbeeren, Stachelbeeren, späte Erdbeeren, Kirschen und Sauerkirschen, Birnen, Himbeeren und Klaräpfel sind jetzt reif. Die Früchte werden wirklich schwer an den Bäumen, und damit die Äste nicht brechen, sollten Sie Obstbaumstützen aufstellen. Die geben den schwer beladenen Ästen Halt, vor allem dann, wenn das ein oder andere Sommergewitter mit starken Windböen die Bäume schüttelt. Wenn Sie Angst um Ihre Ernte haben, können Sie Vogelnetze über die Bäume legen, um die reifen Früchte zu schützen.

Nach der Ernte werden einige Obstbäume geschnitten - das betrifft vor allem Sauerkirschen und Aprikosen, die im Juli schon abgeerntet werden können. Apfel, Birne und Pflaume können bei trübem Wetter veredelt werden. Die Jungtriebe der Kiwi werden im Juli zurückgeschnitten, damit die Pflanzen nicht zu stark wuchern und alle Kraft in das Wachstum stecken.

Wein

Der Wein ist noch lange nicht erntereif, die Trauben brauchen noch Zeit. Aber immer wieder wachsen Geiztriebe, die auch im Juli noch ausgebrochen werden können. Geiztriebe haben ihren Sinn, sie werden von den Pflanzen genauso ausgebildet wie andere Triebe auch, haben alle Organe wie andere Triebe auch, allerdings fallen diese etwas kleiner aus. Früher hieß es, dass Geiztriebe unbedingt entfernt werden müssen. Heute weiß man, dass das nicht so ist - Geiztriebe sind wichtig und sorgen dafür, dass die Trauben wirklich gut ausreifen können. Sie werden eigentlich nur noch entfernt, wenn sie starke Belaubung bei den Trauben ausbilden. Die würde stören, denn sie erhöht das Risiko von Pilzinfektionen. Geiztriebe sollten Sie also nur entfernen, wenn sie zu stark belaubt sind. Starker Laubwuchs um die Trauben herum sollte auf jeden Fall entfernt, und diese Arbeit fällt in den Juli. Geben Sie bei diesen Arbeiten gut Acht, dass Sie den Stamm und die Trauben nicht verletzen.

Im Juli können die ersten Radieschen geerntet werdenKräuter und Gemüse

Im Juli können die meisten Kräuter geerntet werden. Was Sie nicht frisch verarbeiten, können Sie einfrieren oder trocknen, um einen Vorrat anzulegen. Lockern Sie die Beete vorsichtig auf, so dass die Feuchtigkeit im Boden besser gehalten wird und Wasser leichter aufgenommen werden kann.
Die ersten Kartoffeln können Sie im Juli schon ernten, und auch einige andere Gemüsesorten wie Möhren, Radieschen, Zwiebeln, Erbsen, Bohnen und dergleichen sind womöglich erntereif.

Aber es kann auch noch gesät werden: Möhren und Chinakohl beispielsweise. Andere Gemüse wie Zucchini, Paprika, Gurken und Tomaten sind eventuell teilweise erntereif. Gießen Sie die Pflanzen regelmäßig und reichlich, denn gerade im letzten Stadium des Fruchtwachstums benötigen sie viel Wasser.

Tipps für Schnellleser:
  • Alle Pflanzen regelmäßig und großzügig wässern, auch den Rasen.
  • Kübelpflanzen und Pflanzen im Freiland gut düngen.
  • Boden in Beeten vorsichtig, aber regelmäßig harken und lockern.
  • Frühjahrs- und Sommerblüher für das nächste Jahr aussäen oder (falls schon im Juni gesät wurde) pikieren. Beete unbedingt feucht und locker halten, düngen.
  • Eventuell Stecklinge vermehren.
  • Verwelkte Blüten von Stauden entfernen und großwachsende Stauden anbinden.
  • Hecken in Form schneiden.
  • Obstbäume wässern und düngen.
  • Reife Beeren und Obst ernten, Obstbaumstützen aufstellen. Eventuell Vogelnetze ausbreiten.
  • Sauerkirsche und Aprikose nach der Ernte schneiden, Jungtriebe der Kiwi zurückschneiden.
  • Apfel, Birne und Pflaume bei trübem Wetter veredeln.
  • Starke Belaubung beim Wein entfernen.
  • Kräuter ernten und verarbeiten beziehungsweise Vorräte anlegen.
  • Frühe Kartoffeln und andere Gemüse ernten.
  • Möhren und Chinakohl aussäen.
  • Alle Gemüse gut gießen, Beete vorsichtig harken und den Boden locker halten.