Kugelalgen und Kieselalgen in Aquarien bekämpfen

Kugelalgen und Kieselalgen in Aquarien bekämpfen

Kugelalgen treten meist in Meerwasseraquarien auf. Sie lieben und benötigen Salzwasser. Kieselalgen treten dagegen in Süß- und Meerwasser auf.

Kugelalgen

Das gefährliche an Kugelalgen ist, dass wenn man eine zerdrückt, Unmengen an Sporen freisetzt werden. So können sich die Algen immer weiter ausbreiten. Außerdem schränkt das ihre Bekämpfung ein. Man kann nicht einfach zur Bürste greifen und die Kugelalgen so entfernen. Glücklicherweise breiten sich diese Algen nicht so explosionsartig aus, dass sie zu einer Plage werden. Man sollte aber nicht zulassen, dass sie sich einnisten. Kugelalgen wachsen oft

an unzugänglichen Stellen und sind deshalb oft nur schwer zu entfernen. Wenn andere Makroalgen (Kalkrotalgen) im Aquarium fehlen, ist das für die Kugelalgen ideal. Dan können sie sich besser vermehren.

Bekämpfung von Kugelalgen

Zum einen kann man Steine oder ähnliches aus dem Aquarium nehmen und diese in einem salzwassergefüllten Eimer abbürsten. Mit Süßwasser sollten sie nicht in Kontakt kommen. Bei der Gelegenheit bietet sich an, gleich einen Teilwasserwechsel vorzunehmen. Zum anderen sollte man für Nährstoffkonkurrenz sorgen. Nach Möglichkeit sollte man, wenn man einen freien Bereich im Becken hat, Caulerpa-Sprossen ansiedeln. Diese wachsen sehr schnell und verdrängen andere Arten. Das funktioniert meist nur, wenn man keine algenfressenden Fische im Aquarium hat.

/>Kieselalgen

Kieselalgen fühlen sich in Meerwasseraquarien sehr wohl. Sie treten als dünne, braune Beläge auf. Diese können einige Millimeter dick sein und sind mit bloßem Auge kaum von den Cyanobakterien zu unterscheiden. Diese Algen bilden sich meist dann, wenn nicht genug Licht vorhanden ist.   Kieselalgen benötigen zur Vermehrung Kieselsäure, aus welcher ihre Schale besteht. Ist der Gehalt im Aquariumwasser nicht mehr hoch genug, geht der Bestand an Kieselalgen zurück. Wenn sehr viel Kieselsäure im Wasser enthalten ist, breitet sich die Alge übermäßig aus. Das führt zu einer enormen Sauerstoffproduktion, was wiederum Korallen schädigen kann. Außerdem sind die Kieselalgen Nahrungsgrundlage für einige Plattwürmer, die sich dadurch auch stark vermehren.

Bekämpfung von Kieselalgen

Zunächst sollte man für mehr Licht sorgen. Dann kann man die Beläge absaugen. Am besten tut man das beim regulären Teilwasserwechsel. Mit dem Schlauch einfach über die Beläge gehen, die Algen werden abgesaugt. Lose Steine können aus dem Becken entnommen und gesäubert werden. Wichtig ist, dass gerade Korallen von den Kieselalgen befreit werden.

Außerdem muss die Kieselsäure verringert wird. Man kann z.b. das verdunstete Wasser durch Osmosewasser ersetzen. Allerdings verschwindet sie Kieselsäure durch die Umkehrosmoseanlage nicht vollständig. Deshalb kann man noch einen nachgeschalteten Ionenaustauscher nutzen, um die restliche Kieselsäure zu beseitigen.

Ein guter Gegner der Kieselalge ist der Borstenzahn-Doktorfisch der Gattung Ctenochaetus. Dieser hat sich anscheinend auf das Abweiden der Kieselalgen spezialisiert. Er gehört in ein Salzwasseraquarium.