Rhabarber pflanzen, Pflanzzeit, Pflanze

geschnittener RhabarberStandort und Bodenansprüche

Setzen Sie die Pflanze an einen sonnigen oder zumindest halbschattigen Platz. Wenn sie zuwenig Sonne erhält, wachsen nur dünne Stängel. Rhabarber gedeiht sehr gut in nährstoffreichem, eher schwerem, aber tiefgründigem Boden, der frei von wuchernden Wildkräutern ist.

Die Pflegetipps in der Kurzfassung:
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: nährstoffreich
  • Beste Pflanzzeit: im Frühling vor dem Austrieb oder im Herbst
  • Pflanzabstand: 1 bis 1,5 Meter
  • Wasserbedarf: relativ hoch (Mulchschicht aufbringen)
  • Dünger: Kompost
  • Ernte: die Rhabarberstängel herausdrehen

Aussaat und Pflanzen

Eigenen Rhabarber aus Samen zu ziehen, ist sehr schwierig und bringt

meist nur schwache Pflanzen hervor. Es ist daher einfacher und zeitsparender, wenn Sie beim Gärtner einige gut entwickelte Wurzelstöcke kaufen. Auch Rhabarberpflanzen aus dem eigenen Garten lassen sich vermehren: Mit einem scharfen Messer teilt man den ausgegrabenen Wurzelstock, so dass jedes stück mindestens eine Triebknospe aufweist. Vor dem Einpflanzen lassen Sie die Schnittflächen gut abtrocknen, damit sie in der feuchten Erde nicht faulen.

RhabarberSetzen Sie die Rhabarberstöcke ein, bevor die Knospen zu treiben beginnen, also im Herbst oder im Frühjahr. Der Abstand zwischen den Pflanzen und den Reihen benötigt jeweils 1 - 1,5m, abhängig von der Sorte, die Sie pflanzen. Graben Sie die Löcher ausreichend tief, damit der gesamte Wurzelstock bequem darin Platz findet,
lediglich die Knospen dürfen ein wenig aus der Erde herausragen. Anschließend treten Sie den Boden rings um die Pflanzen gut fest und wässern ausgiebig.

Wenn sie Rhabarberpflanzen in Töpfen kaufen, kann es 1 - 2 Jahre dauern, bis Sie richtig ernten können. Fragen sie besser Freunde oder Gartennachbarn, bei denen bereits gut etablierter Rhabarber wächst, ob Sie ein Teilstück erhalten können. Sie kommen Sie schneller zu erntefähigen Rhabarber. Das gelegentliche Teilen der Pflanzen im Herbst ist ohnehin vorteilhaft, weil sie dadurch verjüngt werden. Zum Pflanzen eignen sich Teilstücke mit einem Büschel gesunder Wurzeln und ein bis zwei Knospen. Je nach Bedarf und Familiengröße reichen ein bis vier Pflanzen.

Im zeitigen Frühjahr trägt man eine Mulchschicht auf, deren Reste nach der Ernte eingehackt werden. Im Hochsommer mischt man in regelmäßigen Abständen gut verrotteten Gartenkompost unter das Erdreich, um den Boden ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen.

Pflegetipps für den Rhabarber

Über seine zum Teil riesigen Blätter verdunstet der Rhabarber viel Wasser. In Zeiten ohne Niederschlag muss die Pflanze daher reichlich bewässert werden, damit ihre Stängel eine ausreichende Dicke entwickeln. Eine Mulchschicht hilft dabei, eine zu starke Austrocknung des Bodens zu verhindern. Ansonsten ist der Rhabarber recht pflegeleicht und auch ein Winterschutz ist nicht nötig, denn der Rhabarber stammt ursprünglich aus dem Himalaya.

Rhabarber ernten

Geerntet werden die Stängel des Rhabarber, wenn sie die gewünschte Dicke erreicht haben. Dies ist meist im April oder Mai der Fall. Dann werden die Stängel am besten nicht geschnitten, sondern aus der Pflanze herausgedreht. Später als Mitte Juni sollte vom Rhababer jedoch nicht mehr geerntet werden, denn er benötigt einige Blätter, um über diese Nährstoffe für das nächste Jahr zu sammeln. Diese Nährstoffe lagert er in seinem Wurzelstock ein.

Rhabarber sollte nicht roh gegessen werden, daher wird er gern zum Backen verwendet. Ebenso lässt er sich gut zu

einem Kompott verarbeiten. Hierzu werden die Stängel geschält und in kleine Stücke geschnitten. Danach werden sie mit Wasser, Zucker und weiteren Zutaten nach Geschmack fünf bis zehn Minuten auf kleiner Flamme gekocht. Bei der Herstellung von Marmelade aus Rhabarber ist die Kombination mit Erdbeeren sehr beliebt, denn die Erdbeeren verleihen der Marmelade die nötige Süße.