Säulenobst schneiden - Pflege-Schnitt

Zu dem beliebtesten Säulenobst gehört der ApfelSäulenobst erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Kein Wunder, denn die schmalen Bäume benötigen wenig Platz und liefern große Erträge. Oft tragen sie ihre Früchte am Hauptstamm. Das Säulenobst ist sehr pflegeleicht und auch Anfänger können mit diesen Bäumen kaum etwas falsch machen, sofern sie einige Pflegehinweise beachten.

Bereits zwei bis drei Jahre nach dem Kauf liefern die meisten Arten hohe Erträge. Säulenobst gibt es in vielen Varianten. So sind die Obstsorten Apfel,

Pflaume, Süß- und Sauerkirsche, Mirabelle, Zwetschge und Birne oft anzutreffen. Mittlerweile sind im Handel auch Kombinationen dieser Obstsorten, wie z. B. Apfel- Birne oder Kirsche - Pflaume zu finden. Die Früchte sind geschmacklich ebenso bekömmlich wie die Früchte von gewöhnlichen Bäumen. Bei der Auswahl des richtigen Säulenobstes, sollten die passenden Sorten ausgewählt werden. Bei einer Kirsche ist beispielsweise "Gisela 5" zu empfehlen. Diese wird etwa vier Meter hoch und liefert nach zwei bis drei Jahren hohe Erträge.
  • Sorten: alle Obstsorten, die auch als normale Bäume erhältlich sind
  • Größe: etwa 2 bis 4 Meter hoch
  • Standort: sonnig bis halbschattig, warm, keine sandigen, trockenen Böden
  • Schnitt: unerwünschte Seitentriebe im Juli oder August um 10 bis 15 cm kürzen
  • Pflege: pflegeleicht, Ausdünnen der Früchte um Ertragsschwankungen vorzubeugen
  • Düngen: organischer Dünger im Freiland oder Flüssigdünger mehrmals jährlich bei Kübelpflanzen
  • Überwinterung: winterhart, Schutz besonders bei Kübelpflanzen zu empfehlen
  • Vermehrung: über Veredelung
  • Krankheiten und Schädlinge: nicht anfällig, zum Vorbeugen Pflegehinweise beachten
Standort für Säulenobst

Am besten eignen sich die Bäume für kleine Gärten, den Balkon oder die Terrasse. Sie können sowohl in Einzelstellung, als auch in einer Obsthecke oder im Kübel untergebracht werden. Die Abstände zwischen mehreren Bäumen sollten etwa 50 bis 70 cm betragen. Das Säulenobst sollte sonnig bis halbschattig stehen. Steht der Baum zu schattig, ist es möglich, dass er das Obst zu früh abwirft. Die zu bepflanzenden Böden sollten nicht zu trocken und zu sandig sein, da dies dem Säulenobst nicht bekommt. Die Säulen werden in der Regel zwei bis vier Meter hoch.

Beachtet werden sollte bei der Auswahl der Bäume, dass einige Obstsorten, wie z.B. Süßkirschen oder Birnen nur Früchte bilden, wenn ein weiterer Baum der gleichen Art in unmittelbarer Nähe steht. Möglich ist dabei auch der Garten des Nachbars. Selbstbefruchtete Sorten benötigen keinen zweiten Baum als Pollenspender. Sie profitieren jedoch auch von einem weiteren selbstbefruchtenden Baum, da dieser durch die Kreuzbefruchtung den Ernteertrag erheblich erhöht.

Zum Rückschnitt von Spalierobst verwendet man am besten eine AstschereSäulenobst - Schnitt

Säulenäpfel benötigen meistens keinen Schnitt. Die schmal wachsenden Bäume bilden jedoch ab und zu längere Seitenzweige. Diese sollten sofort abgeschnitten werden. Dabei darf kein Aststummel stehen bleiben, da sich ansonsten dort wieder neue unerwünschte Äste bilden. Birne und Kirsche bilden häufiger Seitentriebe aus, als die oft sehr schlank nach oben wachsenden Säulenäpfel. Die Zweige werden am Besten im
Juli oder August um 10 bis 15 cm gekürzt. Durch diese Vorgehensweise setzen die Bäume mehr Blütenknospen an und das Wachstum der Äste wird am sichersten gebremst.

Säulenobst - Pflege

Das Umtopfen von in Kübel sitzendem Säulenobst

sollte etwa alle fünf Jahre erfolgen. Die Erde sollte in den anderen Jahren nach Bedarf aufgefüllt werden. Es sollte zudem für ausreichende Düngung gesorgt werden. Dazu eignet sich ein organischer Dünger, wie Kompost, Mist oder auch Hobelspäne. Dieser wird rund um den Stamm eingearbeitet. Schon beim Einpflanzen des Baumes ist es sinnvoll, etwas Dünger in die Erde zu geben. In Kübeln wachsende Bäume sollten mehrmals im Jahr mit einem Flüssigdünger versorgt werden.

Besonders bei Säulenäpfeln kommt es häufig vor, dass die Bäume aufgrund von zu vielen Früchten im Vorjahr keine Kraft mehr für Blütenknospen im Folgejahr haben. Um diesen Ertragsschwankungen entgegenzuwirken, sollten pro Jahr höchstens 30 Äpfel am Baum gelassen werden. Alle anderen Früchte sind spätestens im Juni zu entfernen. Auch bei Pfirsich oder Birne ist ein Reduzieren der Erträge oft sinnvoll. Das Ausdünnen der Früchte ist auch ratsam, um größere Früchte zu erhalten.

Säulenobst überwintern

Die kleinen Bäume sind winterhart und daher auch für etwas kältere Gegenden geeignet. Säulenobst, welches in einem Kübel wächst, sollte im Winter jedoch vor dem Frost geschützt werden. Zum Abdecken eignen sich beispielsweise Stroh oder Laub. Außerdem sollten diese Bäume an eine Südwand gestellt werden, um möglichst viel Sonne abzubekommen. Alternativ kann das Säulenobst im Kübel in einem hellen, frostfreien Raum überwintern. Hierzu eignen sich besonders gut Gewächshäuser oder Wintergärten.

Das im Freien stehende Obst kann mit Gartenvlies geschützt werden, welches um den Stamm gewickelt wird. Auf der Erde haben sich Laub und Stroh bewährt.

Vermehrung

Die Vermehrung von Säulenobst erfolgt in der Baumschule über Veredelung.

Krankheiten und Schädlinge von Säulenobst

Säulenobst ist nicht anfällig für Krankheiten oder Schädlinge. Trotzdem kann es immer mal wieder vorkommen, dass es den Pflanzen nicht gut geht. Möglich sind z. B. Frostschäden, die trotz der Winterhärte ab und zu auftreten können. Vorbeugen lassen sich diese Probleme durch das Abdecken der Baumstämme mit Jutesäcken oder Brettern. Um Frostschäden zu heilen, muss totes Gewebe entfernt werden. Zudem kann ein Verband aus Lehm, Kuhmist und Schachtelhalmtee hilfreich sein. Dazu stehen im Handel jedoch auch Fertigprodukte zur Verfügung.

Auch ein Aprikosenbaum kann als Spalier gehalten werdenViren und Bakterien können zudem Krankheiten übertragen, welche sich durch spezielle Mittel aus dem Handel bekämpfen lassen. Zur Vermeidung sämtlicher Krankheiten solle der Baum fachgerecht geschnitten, sowie optimal mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden. Pflanzen, die in zu wenig Erde stehen (zu kleine Töpfe) sind anfälliger für Krankheiten. Empfohlen wird ein Topf mit mindestens 25 bis 30 Liter Inhalt. Um schädlichen Insekten vorzubeugen können Vogelnistkästen am Baum oder in der Nähe befestigt werden.

Wissenswertes zu Säulenobst in Kürze
  • Säulenobst eignet sich hervorragend für Menschen, die auf wenig Platz viel frisches Obst ernten wollen. Sowohl für kleine Gärten, als auch für Balkone ist diese Baumart die richtige Wahl. Für Menschen ohne grünen Daumen, ist das Säulenobst ebenfalls zu empfehlen, da es nur wenig Pflege benötigt.
  • Ein 2-4 Meter hoher Obstbaum mit schlankem Wuchs, wie Apfel, Kirsche oder Pflaume, eignet sich besonders für kleine Gärten, Terrassen oder Balkone. Es beansprucht wenig Platz und kann gut in Holzkübeln / Terrakottatöpfen, mit mindestens 25 Litern Inhalt, angepflanzt werden.
  • Bei der Kübelbepflanzung ist im Winter eine Abdeckung des Kübels mit Stroh oder Laub ratsam. Der Kübel kann auf einem Kübelroller oder Holzbrett überwintern, um einer Beschädigung durch Bodenfrost vorzubeugen.
  • Eine gelegentliche Bewässerung empfiehlt sich. Bereits nach 2-3 Jahren kann man sich an dem hohen Fruchtertrag erfreuen. Die langen Seitentriebe sollten im November oder Februar zurückgeschnitten werden. Auch mehrere Sorten Säulenobst können problemlos im Abstand von 60 cm nebeneinander stehen.
  • Das Säulenobst bietet den Vorteil der Winterhärte, der guten Bodenverträglichkeit und dem hohen Fruchtansatz. Zudem lässt es sich leicht mit etwas Volldünger düngen und ist nicht schädlings- und krankheitsanfällig. Der Volldünger wird um den Baum verteilt, bei Kübeln sollte die Düngung nach der Blüte einmal im Monat erfolgen.
  • Das Säulenobst bevorzugt sonnige bis halbschattige Stellen, sonst besteht die Gefahr zu frühen Obstabwurfes. Um das Wachstum zu begrenzen und Blütenknospenbildung anzuregen, ist ein Sommerschnitt (Obstbaumschnitt), abhängig von der Obstart, zwischen Juni und August ratsam.
  • Abhängig von der jeweiligen Sorte ist für das Säulenobst ein Pollenspender notwendig, wenn es sich nicht um eine selbstbefruchtende Sorte handelt. Bei einer weiteren selbstbefruchtenden Sorte wird der Ertrag der Ernte durch die Kreuzbefruchtung höher.
  • Nicht alle Triebe werden zur Fruchtbildung benötigt, daher können diese, noch nicht verholzten Triebe, herausgedreht oder herausgerissen werden. Dazu werden Triebe der Seitenknospen bis aus vier Augen gekürzt, um die Ausbildung der späteren Äste zu ermöglichen.