Korkenzieherweide (Salix) - Standort, Pflege und Schneiden

Korkenzieherweide - Standort, Pflege und Schneiden Die Korkenzieherweide (Salix matsudana „Tortuosa“) zählt zu den beliebten Pflanzen im Garten, wohl auch, weil sie nicht nur pflegeleicht, sondern auch leicht selbst zu vermehren ist. Sie erreicht Höhen zwischen vier bis zehn Metern. Ihre Blätter sind länglich grün und verfärben sich im Herbst leuchtend gelb. Die weiblichen Blüten sitzen in langen Rispen an den Trieben. Die Zweige der Korkenzieherweide sind zur Dekoration beliebt, sie werden auf vielfältige Weise verwendet.

Die Korkenzieherweide ist eine der über 450 verschiedenen Weidenarten. Insgesamt sind sie über den

gesamten Globus verteilt. Weiden sind wegen ihrer biegsamen Zweige bekannt und deshalb auch bei Korbflechtern beliebt. Sie nutzen die Zweige zur Herstellung von Körben und anderen Dingen. Manche der Weiden werden nur als Zwergstrauch oder als Zierstrauch kultiviert, andere wachsen zu großen Bäumen heran. Sie bilden stark verzweigte Wurzeln und sorgen deshalb dafür, dass die Erde um ihre Wurzeln herum befestigt wird. Aber auch oberhalb sind sie sehr wuchsfreudig, was so manchem Besitzer Sorgen bereitet. Das hat in vielen Fällen für die Bildung von Kopfweiden gesorgt.

Standort für die Korkenzieherweide

Die Pflanze ist eine beliebte Gartenpflanze, die sowohl als Strauch wie auch als Baum kultiviert werden kann. Die jeweilige Wuchsform kann durch den entsprechenden Rückschnitt beeinflusst werden. Sie wächst rasch und kann deshalb an Stellen, wo schnell eine Lücke geschlossen werden soll, gute Dienste leisten. Das bedeutet aber auch, dass sie entsprechenden Raum benötigt. Die Zweige der Korkenzieherweide sind in sich gedreht, was ihr den Namen eingebracht hat. Außer den Zweigen sind jedoch auch die Blätter etwas gedreht. Die Blüten ähneln denen der Weidenkätzchen, sie sind nur etwas länger und lockerer.

Tipp: Im Winter sieht die Korkenzieherweide wegen ihrer Wuchsform sehr dekorativ aus.

Die Korkenzieherweide hat keine besonderen Ansprüche an ihren Standort. Wenn der Boden ausreichende Feuchtigkeit aufweist, genügt ihr das eigentlich schon. Am besten wächst sie, wenn der Standort sonnig bis halbschattig ist. Wenn sie neu eingepflanzt wird, sollte dafür grundsätzlich eine frostfreie Zeit ausgewählt werden. Am besten ist wie immer der Herbst zwischen Oktober und März, damit die Wurzelbildung gut gelingt. In dieser Phase benötigt sie stets einen gut feuchten Boden. Frostempfindlich ist sie auch in dieser Phase nicht.

Rückschnitt der Korkenzieherweide

Die Verjüngung der Korkenzieherweide erfolgt durch Rückschnitt. Dadurch bilden sich immer wieder neue Zweige, die zunächst in ihrem rötlichen Aussehen beeindrucken. Der Schnitt in der kalten Jahreszeit sorgt dafür, dass der Baum auch im Winter schön aussieht. Bei dieser Gelegenheit lässt er sich auch einkürzen, sodass er nicht nur gebändigt wird, sondern auch durch den Rückschnitt schöner wachsen kann. Weil Korkenzieherweiden sehr stark wachsen, sollten sie von Beginn an zurückgeschnitten werden. Es ist nicht nur vorteilhafter, weil man sich später Arbeit sparen kann, sondern auch das Ergebnis wird im Laufe des Baumlebens schöner ausfallen.

Der Zeitpunkt für den Rückschnitt kann frei gewählt werden. Auch in dieser Hinsicht ist die Pflanze nicht empfindlich. Wenn die Blätter abgefallen sind, lässt sich allerding die Struktur des Strauches oder des Baumes besser erkennen. So sieht man besser, wo ausgelichtet und gekürzt werden sollte.

Vermehrung der
Korkenzieherweide


Das abgeschnittene Material der Korkenzieherweide kann dazu

verwendet werden, neue Jungpflanzen zu produzieren. Das ist ganz einfach möglich, denn die Zweige bewurzeln im Wasser und können dann gleich in den Garten eingepflanzt werden. Die Zweige der Korkenzieherweide werden gerne zur Dekoration in der Vase verwendet, hier bilden sich bereits in dieser Zeit Wurzeln, sodass die Zweige nicht nur sehr lange halten, sondern anschließend eingepflanzt werden können.

Die Zweige werden meistens im Frühling zu Ostern von den Korkenzieherweiden geschnitten und mit österlicher Dekoration geschmückt. In der wassergefüllten Vase bilden sich bereits in dieser Zeit Wurzeln aus, sodass die Korkenzieherweide anschließend in einen Kübel oder auch in den Garten eingepflanzt werden kann.

Wer sich mit dem Gedanken trägt, einen Korkenzieherweidenbaum zu pflanzen, sollte genau überlegen, welchen Standort er dafür auswählt. Es kann durch das schnelle und kräftige Wachstum des Baumes zu Ärgernissen mit Nachbarn kommen oder die Korkenzieherweide wächst zu stark auf einen Gehweg hinüber, bedroht Dachrinnen mit Verschmutzung oder Regenrohre usw. Aus diesen Gründen sollte der neue Standort mit Sorgfalt ausgewählt werden und wer sich nicht ganz sicher ist, kann auch einen großen Kübel auswählen.

Weidenkätzchen gehören zur Gattung Salix und sind somit mit der Korkenzieherweide verwandtFazit der Redaktion

Die Korkenzieherweide ist grundsätzlich ein Strauch oder ein Baum, der mühelos wächst und gedeiht. Die schönen geschwungenen Zweige können sowohl im Garten dekorativ aussehen wie auch in der Blumenvase. Die Tatsache, dass abgeschnittene Zweige im Wasser schnell bewurzeln zeigt, wie wuchsfreudig die Korkenzieherweide auch ist. Deshalb sollte man sie mit Bedacht pflanzen und sie nicht sich selbst überlassen. Wenn sie von Anfang an geschnitten wird, erhält das nicht nur die schöne Form, sondern beugt auch frühzeitig Ärgernissen vor.

Tipps für Schnellleser:
  • Beliebte und pflegeleichter Strauch.
  • Er liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort.
  • Der Boden sollte feucht und nährstoffreich sein.
  • Er sollte regelmäßig zurückgeschnitten werden.
  • Die Zweige können in Wasser bewurzelt werden.
  • Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge.
  • Die Korkenzieherweide ist sommergrün.
Wissenswertes zur Korkenzieherweide in Kürze

Neben der bekannten Trauerweide (Salix alba `Tristis`) umfasst die Gattung Salix auch zahlreiche Sträucher und Bäume wie das Weidenkätzchen (Salix spec), welches wegen seiner interessant gefärbten Rinde, des reizvollen Blattwerks und der Kätzchen geschätzt wird.

Beliebte Arten und Sorten
Salix matsudana mit bis zu 13 m Höhe zeigt gewöhnlich eine kegelförmige Wuchsform. Die Jungtriebe sind gelb, die zugespitzten Blätter auf der Unterseite grau gefärbt. Zu den bekannten Sorten rechnet man `Pendula` (mit hängenden Zweigen) und die geschätzte Korkenzieherweide `Tortuosa` mit bizarr verdrehten Zweigen und Blättern.

Kultur
Gepflanzt wird die Korkenzieherweide zwischen Herbst und Spätwinter an einen feuchten und sonnigen Standort. Exemplare, die man wegen ihrer bunten Rinde kultiviert, schneidet man im Spätwinter bis knapp über die Basis zurück. Abgestorbenes Holz sollte im Winter entfernt werden.

Vermehrung
Im Winterhalbjahr werden von der Korkenzieherweide 25 bis 40 cm lange, verholzte Stecklinge geschnitten und im Vermehrungsbeet in feuchter Erde zur Bewurzelung gebracht. Im folgenden Jahr pflanzt man die jungen Weiden an den endgültigen Standort im Garten aus.

Schädlinge und Krankheiten
  • Raupen und verschiedene Käferlarven verursachen Fraßschäden an den Blättern. Ein Befall durch Gallmilben führt an den jungen Trieben zu Krüppelwuchs, und Sägewespen erzeugen Gallen an den Blättern.
  • Blatt- und Schildläuse siedeln sich zuweilen an Zweigen und Jungtrieben an und hinterlassen einen klebrigen, schwarzen Belag. Zu den häufigsten Krankheiten bei Weiden zählt Absterben. Brand und Rost sowie ein Befall durch Hallimasch.
  • Bei extremer Trockenheit oder Nässe verfärben sich mitunter die Blätter, und die Triebe sterben in der Folgezeit ab.