Fuchsien mit Stecklingen vermehren, ziehen?
Fuchsien gehören zu den beliebtesten Pflanzen für Balkon und Garten. Vor allem aufgrund der Vielfalt dieser besonders üppig blühenden Pflanze entsteht schon oftmals eine Sammelleidenschaft bei Gartenbesitzern.
Fuchsien sind in verschiedenen Farbkombinationen und Wuchsgrößen ... zu finden.
Die meisten Pflanzenfreunde kennen hängende Fuchsien, doch allein in Europa findet man fast 6000 verschiedene Arten. Darunter befinden sich neben den bekannten hängenden Fuchsien für Blumenampeln auch buschige Pflanzen, Fuchsien, die auf Stämmchen als Kübelpflanze wachsen, oder bodenbedeckende Fuchsien.
Fuchsien vermehren
Die bekanntesten Arten kann man im Fachhandel kaufen, doch was macht man, wenn man ein seltenes Exemplar vermehren möchte? Die Anzucht mit Samen oder durch Teilung des Wurzelballens ist bei Fuchsien nicht möglich. Allerdings kann man Fuchsien mit Stecklingen vermehren. Diese Vermehrung garantiert vor allem, dass sich verschiedene Fuchsiensorten nicht untereinander wild vermehren können.
Stecklinge ziehen sollte gut vorbereitet sein
Um Fuchsien mit Stecklingen zu vermehren, benötigt man:
Pflanztöpfe, ca. 9 ...
cm Durchmesser
Minigewächshaus
Anzuchterde
Wasser
Ein scharfes Messer (keine Schere!)
Viele Gärtnereien bieten speziell für das Ziehen von Fuchsien geeignete Pflanztöpfe an. Gittertöpfe, Tontöpfe oder einfache Plastikbecher verwenden. Generell gilt: Der Boden muss durchlöchert sein, damit der Wurzelballen viel Wasser aufnehmen kann. Bei Tontöpfen ist zu beachten, dass die Fuchsienstecklinge einen höheren Wasserbedarf haben, da Ton die Verdunstung des Wassers verstärkt.
Viele Hobbygärtner verwenden einfache Blumenerde, um Stecklinge heranzuziehen. Für die Anzucht von Pflanzenstecklingen ist jedoch spezielle Anzuchterde optimal, da hier der Mineraliengehalt entsprechend auf die Bedürfnisse von Stecklingen angepasst ist.
So werden Stecklinge geschnitten und vermehrt:
Bei Fuchsien verwendet man Kopfstecklinge, zu denen auch einige darunter liegende Blätter gezählt werden. Die beste Zeit für das Ziehen von Stecklingen ist generell der Frühling, da die Pflanze dann schnell Wurzeln bildet. Generell müssen Stecklinge mit einem scharfen Messer geschnitten werden, um zu verhindern, dass die Leiterbahnen in den Trieben beschädigt werden.
In den ersten Wochen müssen die Fuchsienstecklinge in ein Minigewächshaus mit ausreichend Feuchtigkeit. Wer kein solches Gewächshaus besitzt, kann auch einen Blumentopf mit Frischhaltefolie beziehen und den Topf auf eine warme Heizung stellen. Um die Bewurzelung der Fuchsienstecklinge zu beschleunigen, wird Bewurzelungspulver angeboten – doch auch ohne dieses Hilfsmittel kann die Bewurzelung erfolgreich sein. Zudem müssen die Stecklinge sehr gut mit Wasser versorgt werden. Es darf sich allerdings kein Stauwasser bilden, da sonst die kleinen Wurzeln schnell verfaulen. Überschüssiges Wasser sofort abgießen!
In der Regel benötigt die erste Bewurzelungsphase 2 Wochen. In dieser Zeit sollte man den Deckel des Gewächshauses oder die Folie nicht heben, eine Belüftung vermeiden. Nach 2 Wochen kann man dann die Stecklinge in Pflanztöpfe umtopfen. Hierfür muss für jeden Steckling ein eigener Topf verwendet werden. Die Anzuchterde ist nun nicht mehr notwendig, einfache Blumenerde ist ausreichend. Bildet der Steckling in der Folgezeit neue Blätter, war die Anzucht neuer Fuchsien erfolgreich.
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