Kastanienwein (Tetrastigma) – Pflege
Der Kastanienwein ist ein Rebengewächs. Seine Blätter ähneln denen der Rosskastanie, daher hat die Pflanze auch ihren Namen.
Ursprünglich stammt der Kastanienwein aus Ostindien und den Pazifischen Inseln. Die Pflanze ist sehr starkwüchsig und ... bildet meterlange Lianen. Das Wachstum beträgt etwa zwei Meter im Jahr. Der Kastanienwein klammert sich mit seinen spiralig gedrehten Ranken an jeden Halt. Er wird bei uns am besten als Kübelpflanze kultiviert. Auspflanzen kann man den Wein leider nicht, er ist nicht winterhart.
Standort
Der Kastanienwein benötigt viel Platz. Er mag einen sehr hellen, aber nicht zu sonnigen Platz im oder in unmittelbarer Nähe eines Fensters. Notfalls kommt die Pflanze aber auch mit einem halbschattigen Plätzchen aus. Grelle Sonne ist zu vermeiden. Wichtig ist außerdem ein kräftiges Spalier, an dem sich der Wein entlang winden kann. Junge Triebe sind empfindlich. Sie brechen leicht ab, da ist also Vorsicht geboten, z.B. beim Anbinden und Umsetzen. Die Temperaturen ...
sollten ganzjährig um die 18 bis 20 ˚C liegen. Kein Problem hat er im Sommer mit höheren und im Winter mit niedrigeren Temperaturen.
Pflanzsubstrat
Außer einem passenden Pflanzsubstrat ist auch ein ausreichend großes Pflanzgefäß wichtig. Wer Platz genug hat und den Kastanienwein wachsen lassen kann, der sollte einen 20cm großen Kübel nutzen. Dann muss jährlich umgetopft werden. Nach ein paar Jahren reicht es dann, alle drei Jahre umzutopfen. Als Pflanzsubstrat eignet sich Einheitserde oder ein Torfkultursubstrat.
Gießen und Düngen
Gegossen wird mit abgestandenem, zimmerwarmen Wasser. Im Frühjahr und Sommer, wenn der Wein wächst, muss reichlich gegossen werden. Man wässert gründlich, lässt aber die oberste Erdschicht bis zum nächsten Gießen gut abtrocknen. Für sein starkes Wachstum benötigt der Wein reichlich Nährstoffe. Deshalb wird von März bis Ende August wöchentlich gedüngt. Wer nicht möchte, dass der Kastanienwein zu stark wächst, sollte nur die Hälfte der vorgeschlagenen Düngermenge nutzen. Beim Blattaustrieb im Frühjahr mag es die Pflanze, wenn sie ab und zu besprüht wird.
Überwintern
Der Kastanienwein mag es auch im Winter recht warm. Die Temperaturen sollten nicht unter 12 ˚C absinken, ansonsten kann es vorkommen, dass Blätter abfallen oder sich andere Wachstumsstörungen zeigen. Gegossen werden muss nach der Devise: Je wärmer die Pflanze überwintert, um so mehr muss sie gegossen werden. Je tiefer die Temperaturen, um so weniger Wasser wird benötigt. Gedüngt wird alle drei Wochen.
Schneiden
Geschnitten wird eigentlich nur, um das Wachstum einzudämmen, bzw. wenn die Pflanze einem förmlich über den Kopf wächst und gestutzt werden muss. Das kann man jederzeit und auch kräftig tun.
Vermehren
Kastanienwein kann durch Augenstecklinge vermehrt werden. Dazu schneidet man einen Trieb dicht über und dicht unter einem Auge, einem Blattansatz durch. Diesen setzt man in Erde. Nach drei Wochen sollte der Steckling bewurzelt sein. Man kann aber auch einfach Seitentriebe nehmen, die nicht zu lang sein sollten. Diese steckt man in ein Torf-Sand-Gemisch. Hilfreich ist eine Folie, die man um den Topf schlägt, damit kein Wasser verdunsten kann. So treiben die Augen noch schneller aus. Auch Wurzeln bilden sich in wenigen Wochen. Stecklinge lassen sich auch in einem Wasserglas bewurzeln.
Krankheiten und Schädlinge
Blasse Blätter zeigen einen Nährstoffmangel an. Bilden sich nur schwache Triebe, sind die Temperaturen bei der Überwinterung zu hoch. Bei zu niedriger Luftfeuchte zeigen sich Spinnmilben, vor allem im Winter, bei trockener Heizungsluft. Ansonsten kommen gelegentlich Blattläuse vor.
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