Limettenbaum - Pflege, Überwintern, Schneiden

Limettenbaum - Pflege, Überwintern, Schneiden

Als Zitrusgewächse eher bekannt sind Zitronen- oder Orangenbäume. Limettenbäumchen sind allerdings stark im Kommen. Sie erfahren zunehmend Beliebtheit.

zitronenbaumDas liegt sicher zu einem großen Teil an ihren leckeren Früchten, die häufig wichtiger Bestandteil von tropischen Cocktails sind.

Limettenbäume sind kompakter als Zitronenbäume, ähneln sich aber in der Pflege sehr. Limettenbäume wachsen dicht verzweigt, kompakt und deutlich langsamer als Zitronenbäume. Die Pflanze blüht etwa von Mai bis Juni.

Wenn man einen Limettenbaum kauft, kommt es häufig vor, dass er

erst mal viele, manchmal auch alle, Blätter abwirft. Das ist in der Regel nicht schlimm. Der Baum war Stress ausgesetzt, muss sich neu eingewöhnen und ist damit oft überfordert. Er treibt aber eigentlich zuverlässig neu aus.

Standort

Der Standort sollte hell und warm sein. Im Sommer kann man das Bäumchen gern ins Freie stellen, auch in die Sonne. Allerdings sollte man es langsam an diese heranführen. Günstig ist ein windgeschützter Platz.

Pflanzsubstrat

Das Substrat muss durchlässig sein. Gut geeignet ist spezielle Zitruserde, deren Nährstoffzusammensetzung und Strukturaufbau für die Pflanzen ideal ist. Man kann noch Sand zusetzen, das macht sie gut durchlässig.

Gießen und Düngen

Am besten nimmt man Regenwasser zum Gießen. Während der Vegetationszeit sollte regelmäßig gegossen werden. Man gießt durchdringend und wartet dann einige Tage, bis die oberste Erdschicht gut abgetrocknet ist. Dann wieder durchdringend gießen. Diese Methode ist besser, als täglich nur etwas zu gießen. Außerhalb der Vegetationszeit wird weniger gegossen, aber der Ballen darf nicht austrocknen. Gedüngt wird im Frühjahr und Sommer wöchentlich, am besten mit speziellem Zitrusdünger. Dieser enthält mehr Eisen, was wichtig für den Limettenbaum ist.

Überwintern

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, den Limettenbaum zu überwintern, entweder warm oder kalt. Man kann das Bäumchen im warmen Wohnzimmer überwintern. Es muss direkt am Fenster stehen oder unter
einer Pflanzenleuchte: Das Bäumchen benötigt mindestens 10 Stunden reichlich Licht. Die Temperaturen sollten zwischen 20 und 24 ˚C liegen. Ist es zu dunkel, vergeilen die Triebe und die Blätter werden unüblich groß. Je heller die Limette steht, um so höher sollten die Temperaturen sein. Fußbodenheizung ist nicht ideal. Im Wurzelbereich sollten die Temperaturen nicht über 25 ˚ steigen. Schwierig mit der warmen Überwinterung wird es, wenn die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist. Günstig ist dann, den Pflanztopf in eine Schale mit Wasser zu stellen. Allerdings füllt man Steine ein und stellt den Topf darauf, dass die Wurzeln nicht ins Wasser reichen. Durch die Verdunstung des Wassers wird die Luftfeuchte erhöht und zwar genau dort, wo es wichtig ist, um die Pflanze herum. Da die Limette auch im Winter weiter wächst, muss sie auch weiter gegossen werden. Es reichen aber wenige Wassergaben, so dass der Wurzelballen nicht austrocknet. Ständige Nässe ist zu vermeiden. Gedüngt wird monatlich, allerdings in halber Dosis.

Besser ist die Überwinterung in einem unbeheizten Raum. Er muss nicht wirklich hell sein. Lieber etwas weg vom Fenster stellen. Zu viel Licht führt meist zu Blattfall. Temperaturen zwischen 5 und 12 ˚C sind ideal.

Gegossen wird nur wenig. Je kühler der Raum, um so weniger Wasser wird benötigt. Der Ballen darf nicht vollständig

austrocknen. Gedüngt wird nicht. Wichtig ist, dass der Wurzelballen auf keinen Fall unter Temperaturen von 13 bis 15 ˚C fällt. Überprüfen kann man das mit einem Temperaturmesser, den man in den Boden steckt. Damit die Temperatur nicht so abfällt, kann der Topf mit Noppenfolie umwickelt werden. Außerdem stellt man ihn auf ein oder besser zwei Styroporplatten. Bei der Temperatur findet weiterhin ein Wasseraustausch zwischen den Wurzeln und den Blättern statt. Die Blätter bleiben am Baum.

Schnitt

Der erste Schnitt eines Limettenbaumes nach dem Kauf  findet nach der Überwinterung statt. Man schneidet alle hellgrün geschossenen Neutriebe komplett weg. Dünne Äste werden auf 1/3 und dicke Triebe auf 2/3 bis zur Hälfte zurück geschnitten. Dieser Schnitt kann immer mal wieder wiederholt werden. Man schneidet aber eigentlich nur dann, wenn keine Blütenansätze zu erwarten sind.

Vermehrung

Limetten können aus Samen gezogen werden. Auch funktioniert die Methode, sie durch Stecklinge zu vermehren.

Krankheiten und Schädlinge

Oft kommt es zu Eisenmangel, vor allem, wenn kein Spezialdünger verwendet wird. Man erkennt ihn an hellgrünen oder gelben Blättern mit dunkelgrünen Blattadern. Wenn schon Mangelerscheinungen zu sehen sind, hilft meist nur noch reiner Eisendünger. Relativ häufig treten Spinnmilben auf, vor allem, wenn die Luft zu trocken ist.  Außerdem können Blattläuse, Schild- oder Wollläuse auftreten.