Oleander umtopfen - Wann und welche Erde verwenden?

Oleander umtopfen - Wann und welche Erde verwenden?

Der Gemeine Oleander (Nerium oleander) gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Der immergrüne Strauch kann durchaus bis zu drei Meter hoch werden.

oleander flWegen seiner üppigen Blütenpracht und seiner mediterranen Ausstrahlung ist der Oleander eine beliebte Pflanze für den Topfgarten auf Balkon, Loggia oder der Terrasse. Der Oleander ist ein Starkzehrer, das heißt er entzieht beim Wachsen dem Boden vieles an Nährstoffen. Deshalb stellt sich die Frage: Wann und in welche Erde

der Oleander umgetopft werden soll?

Geeignetes Pflanzsubstrat

Zum Hintergrund, weshalb der Oleander einen so hohen Nährstoff und besondere Ansprüche an den Boden hat: An seinen natürlichen Standorten wächst der Oleander oft an Flussläufen auf steinigen, häufig vom Hochwasser zugeschwemmten Böden. Diese sind kalkhaltig und stark verdichtet. Aus diesem Grund ist für das Umtopfen ein torfhaltiges Pflanzsubstrat, wie es üblicherweise in Säcken angeboten wird, nicht geeignet.

Wenn schon, dann sollte man spezielle Kübelpflanzenerde kaufen. Am besten jedoch eignet sich normaler, kalkhaltiger Gartenboden, der mit etwas Kompost und wenn möglich auch Lehm vermischt wird. Am besten gibt man beim Mischen direkt etwas Gartenkalk und speziellen
Langzeitdünger in die Erde.

Wann und wie oft umgetopft werden soll

Der ideale Zeitpunkt für das Umtopfen ist das Frühjahr. Also direkt nachdem die Pflanze ihr Winterquartier verlassen hat. Während man jüngere Pflanzen jährlich umtopft reicht es bei älteren Exemplaren aus, wenn diese alle fünf bis zehn Jahre umgetopft werden. Generell gilt, dass Pflanzen dann umgetopft werden sollten, wenn weniger Erde dafür umso mehr Wurzeln im Topf sind. Denn dann bekommt die Pflanze kaum noch oder gar keine Nährstoffe mehr für ein neues Wurzelwachstum. Erkennen lässt sich das daran, dass die Wurzeln unter aus dem Abzugslöchern des Pflanzkübels oder aber über den Rand des Topfes herauswachsen.

Pflanzkübel aus Ton können mit der Zeit von kräftigem Wurzelwerk sogar irgendwann gesprengt werden. Töpfe aus Kunststoff halten dem Druck von innen oft länger aus. Wenn die Topfgröße nicht mehr im Verhältnis zum Ausmaß der Pflanze steht, dann ist es an der Zeit für das Umtopfen.

Der Pflanztopf wächst mit
  • Bei Pflanzen, die sich noch stark im Wachstum befinden, sollte man jedes Jahr einen größeren Kübel verwenden. Einzelne Pflanzen, die schon ihre maximale Kübelgröße erreicht haben, werden einfach wieder in denselben Pflanztopf gesetzt:
  • Dafür wird der Strauch aus dem Kübel genommen. Seitlich und unten am Wurzelballen nimmt man einen Wurzelschnitt vor. Dafür benutzt man am besten eine scharfe Baum- bzw. Handschere mit ziehendem Schnitt. Bitte keine Amboss-Schere verwenden.

  • Der Wurzelschnitt sollte so ausgeführt werden, dass die Druckstelle nicht an der verbleibenden Wurzel entsteht.
  • Außerdem sollte man darauf achten, dass die Schnittstelle nicht zu großflächig wird.

  • Den so behandelten Oleander kann man anschließend in frisches – wie oben beschrieben gemischtes Pflanzsubstrat – wieder in den gleichen Kübel pflanzen.
  • Gleichzeitig sollte beim Umtopfen auch ein Rückschnitt einiger Triebe erfolgen. Damit zwischen der Wurzelmasse und den zu versorgenden, oberirdischen Trieben ein Gleichgewicht hergestellt wird.