Pampasgras erfolgreich überwintern

Pampasgras erfolgreich überwintern Die breit gefächerten Wedel machen das Pampasgras unverwechselbarWas in deutschen Gärten eindrucksvoll mit großen Wedeln die Blicke der Vorbeigehenden auf sich zieht, ist das amerikanische Pampasgras (Cortaderia selloana), das zur Familie der Süßgräser zählt. Es ist eine immergrüne und krautig wachsende Pflanze, deren Blattspreiten scharfe Ränder haben und bei so manchem Gärtner für Schnittverletzungen gesorgt haben - sofern er keine Handschuhe bei der Gartenarbeit trug.

Das Pampasgras erreicht Höhen zwischen 45 cm und 300 cm, die Blätter können Längen

von bis zu 2 Metern erreichen. Blickfang sind jedoch die weichen Rispen, die ähnlich wie Staubwedel aufrecht in die Höhe wachsen. Deren Farbe ist meistens silberweiß, manchmal auch gelblich oder sogar rötlich. Pampasgras „blüht“ in der Zeit zwischen August und November.

Ursprung des Pampasgrases

Amerikanisches Pampasgras stammt, wie zu vermuten, aus dem amerikanischen, genauer gesagt aus dem südamerikanischen Raum. Es kommt in Brasilien, Uruguay und Chile, aber auch in Argentinien in der Pampa vor. Pampasgras liebt vor allem Sand- und Schwemmböden. Die in Mitteleuropa vorkommende Sorten heißen:
  • 'Andes Silver' mit cremefarbenen Wedeln
  • 'Pumila' mit silber-weißen Wedeln
  • 'Patagonia' mit rötlichen Wedeln
  • 'Sunningdale Silver' blüht weiß-silber
Auch wenn die ursprüngliche Heimat des Pampasgrases eine ganz andere ist als in unserem mittleren Europa, hat sich die Pflanze im Laufe der Zeit an die klimatischen Verhältnisse gewöhnt. Das war vielleicht gar nicht so schwer, wie man vermuten könnte, denn eigentlich ist die Herkunft der Pflanze auch der Grund für die Robustheit. Wer nämlich in der rauen Natur der Pampa zuhause ist, wird über die Boden- und Klimaverhältnisse in deutschen Gärten gar nicht so verärgert sein. Der Boden dort ist nährstoffreich genug, um dem Boden in Europa ähnlich zu sein. Auch die Temperaturen dort haben einen kontinentalen Charakter und machen keinen allzu großen Unterschied.

Tipp: Ein sonniger Standort ist für das Pampasgras genau richtig.

Also ist das Pampasgras im Laufe der Zeit zu einer Staude mit ganz viel Ausdauer geworden, die so schnell nichts übel nimmt und mittlerweile auch in Baumärkten mit Gartenabteilung zum günstigen Preis im Container erhältlich ist.

Der richtige Standort für Pampasgras

Wie zuvor näher beschrieben, stammt das Pampasgras aus dem südamerikanischen Raum. Das heißt zwar einerseits, dass die Staude kühle Temperaturen nachts und Sonne am Tag gut vertragen kann, jedoch gilt das nicht grundsätzlich für jede Jahreszeit. Ein paar Anhaltspunkte zum idealen Standort:
  • er sollte warm sein
  • voll sonnig
  • nahrhafter Boden
  • leichte Trockenheit möglich
Pampasgras wächst im Garten buschig, es kann aber auch im Kübel gezogen werdenWenn das Pampasgras neu gepflanzt werden soll, ist ein Zeitpunkt nach den Eisheiligen Mitte Mai ideal. Eine Pampasgrasstaude wirkt sehr schön als alleinige Pflanze, aber ebenso auch in der Nachbarschaft von
Chinaschilf oder anderen hohen Gräsern. Wenn der Boden mit Kompost aufbereitet wird, bekommt das Pampasgras alle Nährstoffe, die es braucht. Trotzdem kann ihm auch eine nachträgliche Gabe organischer Dünger nicht schaden. Eine sehr schöne Stelle kann man ihm in der Gartenmitte zuweisen, wenn dort ein Blickpunkt geschaffen werden soll. Auch in Vorgärten ist es häufig zu finden, wo es mit seinen Wedeln

für ein außergewöhnliches Ambiente sorgt.

Tipp: Die Wedel sehen sehr schön in einer großen Bodenvase aus.

Am liebsten hat Pampasgras einen sonnigen und geschützten Standort. Wenn der Boden nährstoffreich ist, wird es zügig wachsen und die Blütenstände ausbilden. Der Winter kann ihm solange nichts anhaben, wie er nicht ausgesprochen nass ist.

Pflege und Düngung des Pampasgrases

Wenn das Pampasgras gut angewachsen ist, stellt sich für manchen Gartenbesitzer die bange Frage, ob die Staude auch die Winterzeit gut überstehen wird. Wenn die richtigen Vorkehrungen getroffen werden, ist dies aber nicht so schwer, wie mancher denkt. Bis zum Winter wird das Pampasgras nicht zurückgeschnitten. Es soll seine schönen langen Blätter ausbilden, das gibt ihm erst das richtige Aussehen. Erst im nächsten Jahr im Frühling können die äußeren Blätter zurückgeschnitten werden, nicht jedoch die neuen Triebe in der Mitte, sondern nur die älteren außen aus dem Vorjahr.

Wenn der Herbst sich zum Ende hinneigt, sollte das Pampasgras hochgebunden werden. Das heißt, es wird vom äußeren Rand hochgehoben und in der Mitte zusammengebunden, wie ein Schopf. Es gilt, das Herz der Pflanze – also die Mitte – zu schützen. Besonders Feuchtigkeit und Nässe mag das Pampasgras in der Mitte nicht haben. Bindet man noch ein Vlies oder Tannenzweige, Reisig mit darum herum oder gibt Laub auf die Mitte, schützt dies zusätzlich und gibt natürliche Wärme. Mit Folie sollte man das Gras jedoch nicht einpacken.

Vermehrung und Schädlinge
  • Für die Vermehrung kann der Wurzelstock des Pampasgrases geteilt werden: Dazu einfach einen Spaten nehmen und die gewünschte Größe abstechen.
  • Eine weitere Methode der Vermehrung ist es, aus Samen neue Pflanzen heranzuziehen. Die Samenkörner können entweder in kleine Töpfe mit Anzuchterde gelegt werden oder sie kommen gleich in einen Kübel.
Für die Aussaat aus Samenkörnern braucht man aber Temperaturen von 20 °C, es kann also im frühen Sommer oder früher unter entsprechenden Bedingungen im Gewächshaus damit begonnen werden. So finden die kleinen Pflanzen rechtzeitig ihren Standort, der dann mit Dünger oder Kompost entsprechend vorbereitet sein sollte. Wer sich diese Arbeit nicht machen möchte, findet im Gartenfachhandel kleine Containerpflanzen, die recht schnell zu einem Prachtexemplar heranwachsen. Von Schädlingen wird das Pampasgras so gut wie gar nicht befallen. Einzig die Nässe in der Mitte der Pflanze ist ein ernst zu nehmender Faktor.

Pampasgras ist winterhart - Vorkehrungen sind vor allem bei Kübelpflanzen zu treffenPampasgras im Winter

 

Pampasgras ist zwar einigermaßen winterhart, sollte aber vor zu viel Feuchtigkeit geschützt werden. Dies wird bei einer Kübelpflanze leicher zu bewerkstelligen sein als bei frei ausgepflanzten Exemplaren. Allerdings: Pampasgras in einem Kübel braucht einen besseren Schutz der Wurzeln gegen die Kälte. Bei ihm sollte der Kübel mit einem dämmenden Material wie zum Beispiel Luftpolsterfolie umwickelt werden. Außerdem empfiehlt sich ein sehr geschützter Platz in der Nähe der Hauswand, an dem es nicht all zu windig ist. Gegen die Feuchtigkeit können die langen Blätter und die Blüten zusammen gebunden werden und eventuell zusätzlich mit einem Vlies oder einer Bambusmatte geschützt werden.


Besonders bei den Kübelpflanzen ist aber darauf zu achten, dass sie auch im Winter genügend Wasser bekommen, denn das Pampasgras verdunstet wie alle immergrünen Pflanzen auch im Winter Wasser über seine Blätter. Bei sehr hohen Minustemperaturen oder lang anhaltenden Frösten ist es jedoch ratsam, den Topf in ein Winterquartier zu bringen. Dort sollte die Pflanze luftig und kühl stehen, Licht dagegen ist nicht unbedingt erforderlich, sodass auch ein Kellerraum hierfür geeignet ist. In der Wohnung sollte das Pampasgras aber nicht stehen, weil es dort zu warm ist.

Rückschnitt nach dem Winter

Pampasgras wird erst im Frühling zurückgeschnitten, damit Kälte und Feuchtigkeit nicht in die hohlen Halme eindringen und sie zerstören können. Diese Halme bilden einen natürlichen Schutz für das Herz der Pflanze, schützen vor Wurzelfäule und sollten deshalb erhalten bleiben. Erst nach dem Ende des Winters werden alle alten Blätter bis auf eine Handbreit über den Boden zurückgeschnitten. Die Pflanze treibt dann wieder neu aus dem Boden aus und erreicht bis zum Herbst wieder ihre ursprüngliche Größe. Falls es nach dem Schnitt doch noch einmal zu einem Wintereinbruch kommt, kann der Kübel auch dann noch an einen frostfreien Ort gestellt werden.