Spinnenblume - Aussaat, Pflege und Überwintern

Spinnenblume - Aussaat, Pflege und Überwintern Spinnenblumen bilden feine Blütentrauben in Weiß, Rosa und ViolettNur die langen Staubfäden der Spinnenblume (Cleome spinosa), die auch Spinnenpflanze genannt wird, haben ihr den Namen gegeben. Sie erinnern an die langen dünnen Beinchen einer Spinne, der Rest der Blume sieht wunderschön und farbenfroh aus. Nicht ohne Grund wurde im Jahre 2008 die Spinnenblume mit Namen „Fesche Fanny“ zur bayerischen Balkonpflanze des Jahres ausgezeichnet.

Die Spinnenblume kann eine Höhe bis zu

150 cm erreichen. Dabei bildet sie mehrere, unverzweigte und leicht stachelige Triebe aus. Am Ende des Triebes sitzen die Blüten, die in Trauben zwischen Juli und Oktober in den Farben Rosa, Rot oder Weiß blühen.
  • 'Helen Campbell' in Weiß
  • 'Kirschkönigin' in Karminrosa
  • 'Violettkönigin'
  • 'Rose Queen'
  • 'Colour Fountain'
Die Blüten sind bis in den späten Herbst zu sehen, wenn sich bereits die ersten Nachtfröste zeigen. Da die Pflanze ursprünglich aus Südamerika kommt und in die Familie der Spinnenpflanzengewächse gehört, ist sie entsprechend kälteempfindlich. Die Spinnenblume ist einjährig und muss deshalb in jedem Jahr wieder neu ausgesät oder ausgepflanzt werden.

Standort für die Spinnenblume

Für die Spinnenpflanze sollte ein sonniger und geschützter Standort ausgewählt werden. Derart kultiviert wird sie nicht nur ihre volle Wuchshöhe erreichen, sondern auch ganz viele schöne Blüten ausbilden. Schon im Halbschatten fallen sowohl die Wuchshöhe wie auch die Blühfreudigkeit stark zurück. Sie stellt jedoch keine besonderen Ansprüche an ihren Boden. Dieser sollte einfach nur gut entwässert sein, denn nasse Füße mag die Spinnenblume überhaupt nicht. Bekommt die Pflanzstelle noch eine Gabe von Kompost oder Stallmist, dankt sie dies ebenfalls mit üppigem Wachstum.

Tipp: Die Samenschoten regelmäßig entfernen, dann blühen sie noch stärker.

Die Jungpflanzen können nach den Eisheiligen, wenn keine Nachtfröste mehr zu befürchten sind, in den Garten an Ort und Stelle ausgepflanzt werden. Wenn man sie als kleine Pflänzchen auf dem Markt kaufen konnte, ist das sehr praktisch. Dann sollten sie im Abstand von ungefähr einem halben Meter ausgepflanzt werden. Möchte man die Spinnenblume selbst aussäen, muss damit schon viel früher begonnen werden.

Aussaat und die Pflege der Jungpflanze

Da so mancher Blumenfreund seinen Pflänzchen bei der Entstehung zusehen möchte und vor allem, weil man nicht überall die gewünschte Sorte kaufen kann, empfiehlt sich die Aussaat. Dafür können ganz einfach die Samen in den kleinen Schoten verwendet werden, die die Pflanze nach der Blüte ansetzt. Diese abzuknipsen fördert sowieso die Neubildung von Blüten und so kann gleich der doppelte Nutzen daraus gezogen werden.
Samenkörner der
Spinnenpflanze werden im März in ein Anzuchtbeet ausgesät. Diese können in allen Größen gekauft werden, sodass auch für den großen Pflanzenvorrat genügend Samenkörner ausgestreut werden können.

Alternativ können die Samen natürlich nach wie vor in kleinen Töpfchen mit Anzuchterde ausgestreut werden. Die kleinen gepressten Ballen von Torf, die nach dem Gießen zu einem Töpfchen aufschwemmen, sind ebenfalls sehr nützlich. Diese sind im Handel unter der Bezeichnung Jiffy-Pots erhältlich. Hier streut man einfach ein paar Samen in die Mitte, begießt die dicke Torfscheibe mit Wasser und kann dem Wachsen des Topfes zusehen. Im Inneren ist der Samen gut aufgehoben und

kann keimen. Das sollte er im Haus bei Temperaturen um die 20 °C vornehmen können. Ende Mai sind die kleinen Pflänzchen dann groß genug und können ins Freiland gesetzt werden. Hier sucht man den wärmsten Platz im Garten aus und sorgt für einen nahrhaften und durchlässigen Boden.

Spinnenblumen sind beliebte SchnittblumenPflege der Spinnenblume

Die Spinnenblume macht sich besonders gut in einem natürlich wirkenden Garten. Im Bauerngarten passt sie hervorragend zu den anderen dort stehenden typischen Blumen wie Rittersporn, Hortensien, Phlox, Malven und noch viele andere. Sie können in Beete gepflanzt werden, wo sie je nach Sorte unterschiedlich hoch werden. Das macht es möglich, dass die Spinnenblume sowohl in der ersten Reihe für sich alleine steht oder als Hintergrundbepflanzung zusammen mit anderen ein schönes Blumenbeet bildet. Auch in Töpfe und Kübel kann die Pflanze gepflanzt werden, auf diese Weise verschönert sie auch die Terrasse oder den Hauseingang. Immer sollte ihr Wunsch nach Sonne und einem windgeschützten Platz beachtet werden.

Spinnenblumen können sehr gut als Schnittblumen verwendet werden. Sie sehen sehr schön in einem Bauernblumenstrauß aus, wo sie nicht nur farblich hinpassen, sondern auch durch ihre füllige Blüte.

Bei der Pflanzung in einen Kübel sollte man nur 1-3 Pflanzen aussetzen. Das ist wichtig, damit sie ihren Wuchs richtig entfalten können und sich nicht gegenseitig behindern. Außerdem sollte der Topf einen guten Wasserabzug haben sowie eine Dränageschicht aus Blähton. Wenn die Spinnenblume ausgepflanzt wurde, sollte regelmäßig von verblühten Blättern befreit werden. Das sorgt für ein schöneres Bild und außerdem dafür, dass sie fleißig neue Blüten austreibt.

Die Blütenpracht entwickelt sich bis in den späten Herbst hinein. Dabei können die Samenschoten abgepflückt werden, sie enthalten den Nachschub für das nächste Jahr. Sobald nachts jedoch die ersten Fröste kommen bzw. tagsüber die Temperaturen deutlich sinken, ist es mit der Blütenpracht vorbei. Die Pflanze ist kälteempfindlich und nicht winterhart. Aus diesem Grund kann sie auch nicht überwintert werden, eine Neuaussaat im Frühling ist die bessere Lösung.

Tipp: Aus Spinnenblumen entstehen prächtige Büsche, wenn man im Topf mehrere Pflanzen zusammensetzt.

Wissenswertes zur Spinnenblume in Kürze

Die Spinnenblume gehört zu den apartesten Sommergästen auf Balkon und Terrasse. Den Namen erhielt sie durch die lang heraushängenden Staubfäden. In gärtnerischer Kultur ist bei uns nur die Dornige Spinnenpflanze von der es rosablumige und auch weiße Sorten gibt.
  • Wuchshöhe: 80 bis 100 cm
  • Blütenfarben: je nach Sorte Weiß, Rosa, Karminrot und Tiefviolett
  • Blütezeit: Juni bis Oktober
  • Verwendung: als blühende, einfarbige oder kunterbunte Hecke am Rand der Terrasse, in Pflanzgefäßen auf dem Balkon am besten einfarbig.
  • Kaperngewächs mit etwa 200 Arten im tropischen Amerika und Nordafrika verbreitet
  • Wildarten besitzen lange Pfahlwurzeln, mit denen sie tief in Boden die notwendige Feuchtigkeit finden.
Vermehrung
Ausgesät wird im März in Saatkistchen am Fensterbrett oder auch ins warme Frühbeet bzw. Mistbeet. Der Samen keimt sehr unregelmäßig, aber nach zwei Wochen soll das erste grün erscheinen. Die Keimkraft bleibt bis zu drei Jahren erhalten. Die Sämlinge werden in Töpfe voll nahrhafter erde pikiert. Nach gutem Abhärten, etwa Mitte mai, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind, kommen die Gewächse an den vorgesehenen Platz.