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Kakteen – Schädlinge und Krankheiten
Pflanzen im Garten - Kakteen & Sukkulenten

Kakteen – Schädlinge und Krankheiten

Die Kakteen sind sehr robuste Pflanzen, die nur selten unter Krankheiten oder Schädlingen leiden. Allerdings kommen häufig unnatürliche Verwandlungen vor, die aber in den meisten Fällen auf Pflegefehler zurückzuführen sind.

Hierzu gehören z. B. Kakteen, die sehr weich werden und häufig eine gelbe Färbung annehmen. In diesem Fall wurde eindeutig zuviel gewässert und der Kaktus beginnt zu faulen. Hier hilft es nur das Wässern vollständig einzustellen. Allerdings ist in diesem Fall auch nur dann eine Besserung in Sicht, wenn die Fäulnis sich noch im Anfangsstadium befindet. Im Endstadium dagegen ist die Pflanze hoffnungslos verloren. Die Fäulnis muss aber nicht nur von zu vielem Wässern kommen, sondern kann auch durch Frostschäden verursacht werden. Deshalb Kakteen niemals zu kalten Temperaturen aussetzen und sie schon gar nicht draußen ungeschützt überwintern!

Einige interessante Kakteen und Sukkulenten:
Aasblume
Aloe Vera
Bischofsmütze
Feigenkaktus
Weihnachtskaktus

ImageTritt eine braune und korkige Verfärbung am Wurzelhals auf, spricht man von der Verkorkung, die aber bei vielen Kakteenarten ganz normal ist. Hier besteht also kein Grund zur Sorge.
Weist der Kaktus dagegen eine rötliche Verfärbung auf, so ist dies häufig ein Zeichen eines „Sonnenbrandes“. In diesem Fall sollte man ihn unverzüglich aus dem Bereich der direkten Sonneneinstrahlung entfernen. Wenn nur ein leichter Sonnenbrand besteht, ist die Chance groß, dass sich die Verfärbung langsam wieder zurückbildet.

Typische Krankheiten von Kakteen findet man kaum. Im Grunde gibt es nur eine partielle Entwicklung von schleimigen und schwammigen Stellen. Diese tritt bei einer bakteriellen Infektion der Pflanze auf. Daneben findet man nur noch Auswüchse, die nahezu dem bekannten Blumenkohl ähneln. Hier ist oft eine Viruserkrankung der Verursacher. In beiden Fällen hilft aber nur ein Mittel – rigoros müssen die befallenen Stellen ausgeschnitten oder ausgeschabt werden – und zwar sehr großzügig, damit keine weiteren Pflanzenteile beschädigt werden können.

Als Schädlinge bei Kakteen sind vor allem die Dickmaulrüssler bekannt. Sie sind insofern besonders gefährlich für die Pflanzen, da sie gegen nahezu jedes chemische Vernichtungsmittel resistent geworden sind. Sie nagen dabei nicht nur die Blätter ab, die Larven nagen häufig an den Wurzeln der Kakteen und setzen sich in den Trieben ab. Da ein Befall mit diesen Dickmaulrüsslern fast immer zum Tod des Kaktus führt, ist es wichtig, die Erde beim Umtopfen genauestens auf Spuren dieser Schädlinge zu untersuchen.
Aber auch die Spinnmilben sind ein großer Feind der Kakteen. Sie treten bevorzugt bei zu trockener Raumluft auf, insbesondere wenn die Kakteen im Gewächshaus gehalten werden. Dabei kann man diese Tierchen häufig loswerden, wenn man die Temperatur auf etwa 21° C reguliert und die Luftfeuchtigkeit deutlich erhöht. Im Gewächshaus kann man ebenfalls den natürlichen Feind der Spinnmilben, die Milbe Phytoseilus persimilis, mit einbringen. So werden die Spinnmilben auf natürliche Art und Weise vernichtet und die Kakteen nicht zusätzlich mit der chemischen Keule geschwächt.

Treten kleine, muschelförmige Erhebungen am Kaktus auf, ist dies häufig ein Hinweis auf den Befall mit Schildläusen. Hier ist es nötig, die Erhebungen abzukratzen. Bei einem geringen Befall sollte diese Maßnahme völlig ausreichen, bei stärkerem Befall dagegen müssen unbedingt systemische Insektizide angewandt werden.

Generell geht man allerdings davon aus, dass die meisten Schädlinge durch andere Pflanzen eingeschleppt werden. Deshalb ist es wichtig, neue Kakteen nach dem Kauf sofort umzutopfen und diese auf Befall mit Schädlingen oder Krankheiten hin zu untersuchen. Weiterhin sollte man die neue angeschafften Pflanzen einige Wochen lang separat stellen und diese beobachten. Denn einige Schädigungen zeigen sich erst im Laufe der Zeit. So wird trotzdem die Ansteckung der anderen Pflanzen verhindert.
 


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