Rosenpflege im Jahresverlauf - die wichtigsten Tipps

Rosenpflege im Jahresverlauf - die wichtigsten Tipps

Klassische Rose: Im Pflegeaufwand nehmen sich die einzelnen Sorten nicht vielRosen sind in jedem Garten beliebt. Sie werden auch als Königinnen unter den Blumen bezeichnet. Den Duft kann man schon von Weitem bemerken. Unzählige Farben und Arten von Rosen können im eigenen Garten angebaut und sogar gezüchtet werden. Ihre Pflege verlangt das ganze Jahr über Aufmerksamkeit.

 

Sortiert nach Quartalen lassen sich die wichtigsten Pflegemaßnahmen auf folgende Weise zusammenfassen:

 

Rosenpflege im I. Quartal

  • Winterschutz prüfen
  • zu viel Schnee

    entfernen
  • Entfernung des Winterschutzes
  • erstes Düngen mit Rosendünger

Rosenpflege im II. Quartal

  • Entfernung der Anhäufelung
  • Lockerung des Bodens
  • Schnitt der Rosen
  • Unkraut jäten
  • Mulchschicht mit Rindenmulch oder Hornspänen
  • Lockerung des Erdreichs um die Rose
  • maßvoll gießen
  • Kontrolle ob Schädlingsbefall vorliegt
  • Entfernung der wilden Triebe
  • gegebenenfalls Schädlinge bekämpfen
  • trockene und verwelkte Blätter entfernen

Rosenpflege im III. Quartal

  • Lockerung des Bodens
  • Versorgung mit Wasser
  • Schnitt (einmal blühende Rosen)
  • Kletterrosen halt geben durch Hochbinden
  • Schnitt der einmal blühenden Kletterrosen
  • Kontrolle wegen Krankheit und Maßnahmen ergreifen
  • Düngung mit Kalium

Rosenpflege im IV. Quartal

  • trockene bzw. kranke Blätter entfernen
  • Pflanzen von Rosen
  • Winterschutz
  • Anhäufeln der Erde
  • Kontrolle des Winterschutzes
  • etwas gießen

Auch Strauchrosen benötigen das ganze Jahr über AufmerksamkeitNun die Pflegeanleitung und die Pflegetipps im einzelnen. Begonnen mit der Suche nach dem richtigen Standort und der Pflanzung. Es schließt sich die regelmäßige Pflege und das Schneiden an. Zum Schluss folgen Tipps zum Veredeln, Vermehren und zum Überwintern.

 

Standort und Pflanzung

 

Bereits hier sind wichtige Entscheidungen zu treffen. Die Wahl des Standortes ist wichtig für das Wachstum der Rosen und auch für deren Anfälligkeit für Krankheiten. Folgende Standorte eigenen sich hervorragend:

  • sonnig
  • genügend Raum
  • Ost- und Westlage (Hitzestau ist bei Südlage zu befürchten)
  • humusreicher lockerer Boden
  • ein Platz unter Bäumen ist nicht zu empfehlen

Nachdem nun diese Frage geklärt wurde, ist der Boden entsprechend vorzubereiten. Es bietet sich hierfür ein im Handel erhältliches Pflanzensubstrat an. Folgende Eigenschaften sollte das Substrat erfüllen:

  • Nährstoffpufferung
  • Stabilisierung des Nährstoffgehaltes
  • gleichbleibender pH-Wert
  • hohes Porenvolumen
  • geringer Salzgehalt
  • ohne Unkraut
  • keine Stoffe die Rosen bzw. andere Pflanzen schädigen
  • hervorragende Wasserkapazität (perfekte Flüssigkeitsabgabe)
  • hohe Wasseraufnahme
  • gute Quellfähigkeit
  • Strukturstabilität

Ideal ist es, wenn man einen pH-Wert von 6 bis 7 vorfindet. Es ist sicherzustellen, dass die Flüssigkeit ungehindert abfließen kann, um eine Stauung des Wassers zu vermeiden. Ein pH-Wert Bodentester ermöglicht es, dem Hobbygärtner diesen zu ermitteln. Online wird ein solcher Test für unter 5,- Euro angeboten. Die Durchführung ist denkbar einfach.

 

Rosen-Pflanzung


  1. Wurzeln der Rosen liegen offen
  2. beste Pflanzzeit Oktober - November (gutes Anwurzeln)
  3. alternative Pflanzzeit im März
  4. Wurzeln dürfen vor dem Pflanzen nicht austrocknen
  5. (Aufbewahrung während des Pflanzvorgangs nicht in der prallen Sonne)
  6. Wässern der Rosen mindestens 5 Stunden in einem großen Gefäß
  7. Ausheben der kleinen
    Pflanzgrube: Durchmesser 40 cm, Tiefe 5 - 10 cm
  8. Rosen zu pflanzen ist das eine, sie zu erhalten und zu pflegen, das andereLockerung der Erde im Pflanzloch
  9. Veredelungsstelle mindestens 5 cm unterhalb der Erdoberfläche
  10. Rosendünger direkt in die Grube geben
  11. Kürzung der Wurzeln auf 15 - 20 cm mit der Gartenschere
  12. Einsetzen der Rosen
  13. Rosenerde vorsichtig um die Wurzel herum einfüllen
  14. Pflanze nochmals bewegen, damit die Erde die einzelnen Zweige erreicht
  15. Erde fest andrücken
  16. kleinen Damm um die Rose bilden
  17. angießen

 

Kontinuierliche Pflege und Rosenschnitt

 

Das ganze Jahr über müssen die Rosen, um sie in voller Pracht bewundern zu können, die Pflegemaßnahmen, wie das Jäten des Unkrauts, das Lockern des Erdreichs, das Gießen und die

Verhinderung des Schädlingsbefalls, durchgeführt werden. Das Schneiden der Rosen ist von der Art abhängig. Bei den Gärtnern ist ein sicherer Zeitpunkt mit dem Schneiden zu beginnen, wenn der Forsythie blüht. Bei der Beetrose werden alle Triebe kräftig zurückgeschnitten. Es ist zu beachten, dass mindestens drei bis maximal fünf Knospen erhalten bleiben. Der Schnitt erfolgt schräg nach unten verlaufend. Erfrorene und trockne Zweige werden zudem entfernt. Kleinstrauchrosen, auch als Bodendeckerrosen bekannt, werden kräftig, am besten mit einer Heckenschere zurückgeschnitten. Sie sind sehr robust und vermehren sich anschließend ausgezeichnet. Bei den Kletterrosen werden alle langen Triebe abgeschnitten und die Krone wird ausgelichtet. Bei öfter blühenden Rosen regt ein häufiger Schnitt die Bildung von neuen Blüten an. Einmal blühende Rosen sollten allerdings nur alle drei Jahre einmal ausgelichtet werden.

 

Rosen veredeln, vermehren und überwintern

 

Veredelung

  • im Sommer
  • Schneiden der Zweige
  • Blätter, Dornen und Augen an Stielen entfernen
  • Tasche in den Stängel schneiden
  • Auge in die Tasche schieben
  • fixieren
  • im Frühjahr wilde Triebe oberhalb der Veredelung kappen

Vermehrung

  • Stecklinge Ende Juni bis Anfang August schneiden
  • Entfernung der Triebe, die gerade abgeblüht sind
  • Schneiden unter dem 5. Auge
  • Blüten entfernen
  • Blätter abschneiden bis auf das oberste Blatt
  • Stecklinge in vorbereitete Erde setzen

Abdecken

  • Befeuchtung des Bodens
  • bei konstanter Witterung am Tag Abdeckung entfernen

Der Rosenschnitt gehört zu den wichtigsten PflegemaßnahmenÜberwintern

 

Hierbei ist darauf zu achten, dass die Rosen gut geschützt werden. Wegen der Luftzirkulation sollten zum Abdecken keine Tüten aus Plastik verwendet werden. Rund um die Rose wird ein kleiner Erdwall gebildet, das sogenannte Anhäufeln. Die Erde sollte hierfür zwischen 20 - 25 cm rund um das Stämmchen geschaufelt werden. Auf den Schutz der Kronen ist besonderer Wert zu legen. Diese sind sehr lichtempfindlich.

Rosen kaufen - Tipps der Redaktion

  • im Herbst wurzelnackte Rosen wählen
  • Containerrosen sind kostenintensiv
  • Gütesiegel der Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung (ADR) beachten
  • Liste der mehr als 150 geprüfte Rosen prüfen
  • festen Wurzelballen beachten
  • resistente Rosensorten wählen
  • Verzweigung mit kleinen weißen Wurzeln

Es ist am günstigsten die Pflanzen beim Gärtner zu kaufen. Dort bekommt man gleichzeitig auf Wunsch noch eine Beratung. Entschließt man sich für den Kauf im Internet, sind die Geschäftsbedingungen, wegen des Umtauschs und die weiteren Hinweise genau zu beachten.


Wissenswertes zur Rosenpflege in Kürze

 

Für besonders schöne Rosen muss ein guter Standort gewählt werden. Ihnen muss viel Pflege zuteilwerden. Die ersten Entscheidungen sind schon beim Kauf der Setzlinge oder des Samens zu treffen. Werden all diese Ratschläge beachtet, wird man sich an der Pracht der Rosen das ganze Jahr über erfreuen. Wer einige Grundregeln bei der Rosenpflege beachtet, wird merken, dass es gar nicht so schwer ist. Gewiss gibt es einige empfindlichere Sorten, die für Krankheiten oder Schädlinge empfänglicher sind, aber das ist nicht die Regel. Die meisten Rosensorten, wie auch Kletterrosen, sind absolut pflegeleicht und eine Bereicherung für jeden Garten - und sei er noch so klein! 

Am wenigsten gibt es bei der Rosenpflege im Winter zu tun, da muss nur mal Schnee von den Trieben geschüttelt werden, damit sie nicht abbrechen. Besonders bei Strauch- und Hochstammrosen ist das wichtig. Ende März kann man dann schon die Frostschutzmaßnahmen entfernen und mit speziellem Rosendünger für Nährstoffe sorgen.

Anfang April wird abgehäufelt und sobald die Forsythie blüht, ist es Zeit für den Rosenschnitt. Jetzt müssen auch der Boden gelockert und Unkraut entfernt werden. Wer mag, kann jetzt die Mulchschicht ausbringen, darf aber dabei die Hornspäne nicht vergessen. Nun ist auch die Zeit, um vorbeugend gegen Rosenkrankheiten zu spritzen. Im Mai müssen Wildtriebe entfernt werden! Erde und Mulchschicht sind zu lockern. Die ersten Schädlinge können auftreten.

Es müssen gezielt Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Im Juni sind ebenfalls Bodenpflege wichtig, die Wildtriebe und die Kontrolle auf Schädlinge. Verwelktes wird regelmäßig entfernt. Der Juli läuft ähnlich ab. Hier kommt aber der Sommerschnitt für einmal blühende Strauchrosen dazu. Auch müssen die langen Triebe der Kletterosen angebunden werden. Im August muss oft zusätzlich zur normalen Bewässerung für ausreichend Wasser gesorgt werden.. Der Schnitt für einmal blühende Kletterrosen ist fällig. Im September ist die kalibetonte Düngung wichtig. Der Boden wird nicht mehr bearbeitet. Jetzt ist die Kontrolle auf Pilzkrankheiten unerlässlich. Befallene Pflanzenteile entfernen!

Der Oktober ist der Pflanzmonat für Rosen. Ansonsten wird es ruhiger um die Pflanzen. Es muss nur noch krankes Laub entfernt werden. Im November wird der Winterschutz ausgebracht und Ende des Monats angehäufelt. Das wars eigentlich schon. Im Dezember kann der Schutz bei Bedarf noch einmal verstärkt werden.