Astern / Herbstastern
Wenn die Tage allmählich wieder kürzer werden und die Sommerblumen schön langsam ihre Blühkraft verlieren, beginnt in unseren Gärten das Blütenfest der Herbstastern. Wegen ihrer späten Pracht sind sie von allen Asterngattungen am beliebtesten, setzen sie ...
doch noch einmal farbenfrohe Akzente rund ums Haus. Auch von Bienen und Schmetterlingen werden sie als meist einzige Nahrungsquelle um diese Jahreszeit dankbar angenommen. Mit ihren leuchtenden Blütensternen wollen sie uns vergessen lassen, dass das Gartenjahr sich bald zu Ende neigt. Die Herbstaster: der Abschied vom Sommer!
Aber Astern können uns auch das ganze Jahr hindurch erfreuen: Frühlingsastern begrüssen das Gartenjahr ab Mai. Sommerastern sind ideale Beetpflanzen und blühen ab Juli den ganzen Sommer hindurch. Die beliebte Herbstaster schliesst den Reigen und blüht bis in den Oktober hinein.
Die meisten Astern lieben die Sonne und einen nahrhaften, lockeren Gartenboden und sind im Grunde unkomplizierte Pflanzen – aber leider anfällig für die Asternwelke. Wenn sie an einem heissen Tag die Blätter hängen lassen, so erholen sich gesunde Blumen nach dem Giessen sehr schnell. Bleiben sie jedoch so kümmerlich, so können sie von dieser Pilzkrankheit befallen sein. Die Blumen sterben ab - ein Standortwechsel muss überlegt werden!
Astern lassen ...
keine Wünsche offen, denn kaum eine Blume erscheint in so vielfältigem Gewand wie sie. Mal schlüpfen sie in das Kleid der Gänseblümchen, mal in das der Chrysanthemen, der Margariten oder der Dahlien. Sie verblüffen uns mit ihren Kopien und begeistern uns mit schier unendlicher Farbenvielfalt, überschwenglicher Blütenfülle und aussergewöhnlichem Artenreichtum. Denn innerhalb dieser grossen Asternfamilie gibt es zahlreiche verschiedene Formen: vom mehrjährigen Zwergkissen für den Steingarten bis hin zum zwei Meter hohen Prachtexemplar bieten sie grenzenlose Verwendungsmöglichkeiten. Als Stauden bringen sie Farbe in die Beete, rahmen als Blütenpolster Rabatte ein, schmücken als Einjährige Schalen, Töpfe und Kästen, setzen bunte Kleckse in den Garten und füllen etwaige Lücken. Als Blickfang, direkt am Gartenzaun gepflanzt, erzielt man mit ihnen sogar ein wenig "Bauerngartencharakter".
Ausser der Einteilung in die zwerg- und hochwüchsigen Gattungen unterscheidet man auch aufgrund ihrer unterschiedlichen Blattbeschaffenheit zwischen Glattblatt- und Raublattastern.
Leider verkahlen sie als Stauden leicht von unten her. Um das abzuschwächen muss man sie im Frühling mit reichlich Kompost verwöhnen, eventuell die Staude mit einem Spaten teilen und auseinandersetzen, sowie nach der Blüte kräftig zurückschneiden. Doch diese kleine Schwäche gleichen sie wunderbar mit einem weiteren Pluspunkt aus: sie eigenen sich ausgezeichnet als Schnittblumen und halten sich problemlos 10 bis 14 Tage in der Vase.
"Aster" - sagen die Griechen zu einem Stern.
"Aster" - welch bezeichnender Name für diese Blume.
von Vilma-Sonja Zugmaier
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