Gräser richtig pflanzen - für Garten und Kübel

Pampasgras ist ein beliebtes Ziergras für den GartenBei Gräsern handelt es sich um ausdauernde, mehrjährige und krautige Pflanzen, die mit wenigen Ausnahmen nicht verholzen. Mitglieder der Familie der echten Gräser (Grami neae) weisen fast immer runde, hohe und knotig gegliederte Stängel auf. Die Blätter der Gräser sind zweizeilig und entspringen einer Scheide, welche sich entweder spaltet oder umbiegt. Die Gräserblüten präsentieren sich in Form von Trauben, Rispen oder Ähren. Die Bestäubung der Gräser findet mit Hilfe des Windes statt.


/>Klassifikation von Gräsern

Unterteilt werden die Gräser wie folgt:
  • Süßgräser (echte Gräser)
  • Bambus
  • Getreide
  • Ziergräser
  • Rasengräser
  • Ried- oder Sauergräser
  • Zyperngras (Cyperus)
  • Seggen (Carex)
  • Binsengewächse
  • Marbeln/Hainsimsen (Luzula)
  • Binsen (Juncus)

Gräserarten

Die Blätter der unterschiedlichen Gräser weisen diverse Formen, Größen, Strukturen und Farben auf. Durch die gezielte Auswahl und das geschickte Platzieren der Pflanzen können Sie Ihren Garten beleben und gestalterisch reizvolle Akzente setzen. Viele Gräser gedeihen auch gut im Kübel. Bei Kübelpflanzen ist jedoch besonders auf eine adäquate Überwinterung zu achten. Zudem können Gräser beispielsweise als Sichtschutz oder als Bodendecker gepflanzt werden. Zu beachten ist neben der Wuchsform, dass Standort, Boden und Anforderungen der Pflanze miteinander harmonieren.

Gräser ansprechend platzieren

Hohe Gräserarten wirken besonders gut, wenn sie benachbart zu krautigen Rabatten gesetzt werden. Niedrige Gräser hingegen können effektvoll einen kontrastreichen Vordergrund für ein Beet bilden. Es ist darauf zu achten, dass für einen solchen Zweck keine zu wuchsfreudigen, kriechenden Gräser gewählt werden, damit diese ihre Beetnachbarn nicht ersticken. Die meisten Gräser lieben einen freien Standort und einen durchlässigen, aber feuchtigkeitsspeichernden Boden. Für Schattige Standorte eignen sich insbesondere:
  • Riesensegge - Wuchshöhe 40 bis 100 cm
  • Breitblattsegge - Wuchshöhe 10 cm
  • Schattensegge - Wuchshöhe 20 - 40 cm
  • Waldsegge- Wuchshöhe 20 bis 50 cm
  • Hainsimse - Wuchshöhe 20 - 40 cm
  • Waldmarbel - Wuchshöhe 30 - 60 cm
Chinaschilf neigt dazu, sich stark auszubreiten - es gibt einige Gräser, denen Einhalt geboten werden sollteFür sonnige bis halbschattige Standorte sind geeignet:
  • Pampasgras - Wuchshöhe 80 und 250 m
  • Breitblattbambus - Wuchshöhe 200 - 300 cm
  • Riesenpfeifengras - Wuchshöhe 50 - 200 cm
  • Silberährengras  - Wuchshöhe 80 cm
  • Wimpernperlgras - Wuchshöhe 30 - 60 cm
  • Chinaschilf - Wuchshöhe 150 - 300 cm
  • Schillergras - Wuchshöhe 15 - 30 cm
  • Flaschenbürstengras - Wuchshöhe 50 - 90 cm
  • Schwinge - Wuchshöhe 20 - 40 cm
  • Atlasschwingel - Wuchshöhe 60 - 100 cm
  • Blaustrahlhafer - Wuchshöhe 30 - 100 cm
  • Zittergras - Wuchshöhe 20 - 40 cm
  • Rote Segge - Wuchshöhe 40 - 50 cm
  • Bergsegge - Wuchshöhe 15 cm
  • Rasenschmiele - Wuchshöhe 60 - 100 cm.
  • Federborstengras  - Wuchshöhe   80 - 90 cm
  • Büschelhaargras - Wuchshöhe 30 bis 80 cm
Für die Randbepflanzung von Gewässern sind beliebt:
  • Morgensternsegge - Wuchshöhe 25 - 50 cm
  • Cypersegge - Wuchshöhe 40 - 80 cm
  • Bunter Wasserschwaden - Wuchshöhe 70 cm
  • Zwergbinse -
    Wuchshöhe 30 cm
  • Pfeifengras - Wuchshöhe 40 - 80 cm
  • Rohrglanzgras  - Wuchshöhe 80 cm
  • Teichbinse - Wuchshöhe 100 - 150 cm
Zyperngras gehört zu den Ziergräsern, die auch im Kübel gedeihenGräser pflanzen und umsetzen

Wenn Sie ein Gras neu pflanzen oder umsetzen möchten, planen Sie dies für das Frühjahr, wenn die Pflanze austreibt. Günstig ist ein Umsetzen vor einer Regenperiode, da die umgesetzte Pflanze

bis zum erfolgreichen Anwachsen durchgängig feucht gehalten werden muss, um ein Welken und Absterben zu verhindern.

Ab Ende März sollten die meisten Gräser in nährstoffarmen Boden gesetzt werden. Sofern es sich bei den Gräsern um Waldstauden handelt, ist eine Mischung aus Erde und vorkompostiertem Laub das geeignete Substrat, während Steppengräser besonders gut gedeihen, wenn der Boden aus mit Sand vermengter Erde besteht. Bei  grünen Gräsern sollte beachtet werden: Je heller die Farbe des Grases, desto feuchter und schattiger sollte der Pflanzort sein. Weisen Gräser graue und bläuliche Halme auf, so gedeihen sie hingegen besonders gut in trockener und sonniger Lage. Matt- bunte Gräser wachsen am freudigsten an einem halbschattigen Standort in feuchter Erde. Pflanzen Sie die Gräser so, dass seine Wurzeln vollständig bedeckst sind. Gräser benötigen einen Pflanzabstand zu anderen Pflanzen, der mindestens so groß ist wie ihre endgültige Wuchshöhe. Des bedeutet für kleinere Grasarten etwa einen Abstand von 30 bis 75 cm, während für hoch wachsende Gräser ein Freiraum von 120 bis 150 cm empfehlenswert ist. Da Gräser sich nur langsam ausbreiten, kann das Beet zunächst kahl wirken. Wer daher die Pflanzabstände kleiner wählt, muss eine frühere Teilung der Gräser in Kauf nehmen.

Laufende Pflege

Die meisten Gräserarten sind anspruchslose und dankbare Gewächse, welche kaum besonderer Pflegemaßnahmen bedürfen. Die laufende Pflege beschränkt sich daher auf:

  1. Bodenvorbereitung (Mulchen, Kies und ggf. Kalziumsilikat ausbringen)
  2. Zurückschneiden (Im Frühjahr 15 cm über dem Grund)
  3. Wachstum beschränken (durch Teilung und bei Bedarf Rhizomen-Sperre anbringen)
Gräser vermehren

Ausdauernde Gräser können durch Teilung oder aus Samen vermehrt werden. Einjährige Gräser werden aus Samen (Aussaat im Frühjahr oder Herbst) vermehrt. Horstbildende Gräser werden im Frühjahr oder Herbst durch Teilung vermehrt. Bei Rhizom-bildenden Arten werden diese hierzu in Stücke geschnitten. Es ist darauf zu achten, dass jedes Teilrhizom mindestens eine Triebknospe aufweist und die feinen Wurzeln nicht verletzt werden, da sie für das Anwachsen wichtig sind.

Überwintern von Garten- und Kübelgräsern
  1. Gräser im Herbst nicht zurückschneiden
  2. Grashalme in deren Mitte und oben zu einem Schopf zusammenbinden
  3. Bei empfindlichen Gräsern die Erde rundum mit Vlies oder Laub bedecken
  4. Nicht-winterharte Gräser in Kübeln kühl, hell und frostfrei stellen
Machen Sie sich vor der Auswahl ihrer Gräser mit deren Bedürfnissen hinsichtlich des Standorts vertraut. Einem erfolgreichen Ansiedeln Ihrer Gräser im Garten oder im Kübel steht dann nichts mehr im Wege.

Hochwachsende Gräser mit langen Wedeln bilden immer einen schönen BlickfangWissenswertes zum Pflanzen von Gräsern in Kürze

Welche Gräser für welchen Garten in Frage kommen, hängt von der Größe der Pflanzen, der Laubfärbung und den Ansprüchen an den jeweiligen Standort ab, die teilweise an Gestalt und Färbung der Blütenstände abgelesen werden können.
  • Viele Ziergräser fühlen sich an offenen, sonnigen Stellen im Garten wohl. Sie sind ein beliebter Schmuck für Staudenbeete und dienen als effektvoller Hintergrund für Pflanzen mit auffallenden Blüten. Die eine oder andere großwüchsige Art kann man auch als Blickfang mitten in den Rasen oder auf eine Fläche mit einförmigem Bewuchs pflanzen.
  • Hohe Gräser wie das Pampasgras, das Riesenfedergras und das Chinaschilf kommen in einem gemischten Zierbeet am besten zur Geltung. Alle drei Arten werden zur Blütezeit bis zu 300 cm hoch und bilden üppige Horste aus grünen Blättern.
  • Mittelhohe Gräser (von 60 bis 120 cm Höhe in blühenden Zustand), die sich für Stauden- oder Blumenbeete eignen, stehen in reicher Auswahl zur Verfügung. Wenn Sie Gräser mit grünem Laub bevorzugen, können Sie zwischen Formen mit aufrechten, kompakten oder federartigen Ähren und solchen mit verzweigten Rispen wählen, deren Ährchen vom leisesten Windhauch bewegt werden.
  • Niedrige Gräser, deren Wuchshöhe etwa 45 cm nicht überschreitet, kommen am besten zur Geltung, wenn man sie an Beetränder pflanzt. Zu dieser Gruppe zählen die blaugrünen oder blaugrauen Schwingelarten und das weißberandete Honiggras.
  • Einjährige Gräser kann man an einer sonnigen Stelle als Lückenfüller zwischen Stauden oder Büsche pflanzen, sie vertragen sich aber auch gut mit anderen einjährigen Zierpflanzen.
  • Einige Süßgräser ziehen feuchten Boden oder sogar nassen Untergrund vor. Dazu gehört das etwa 60 cm hohe Pfeifengras, dessen cremeweiß gestreifte Blätter üppige Büschel bilden.
  • Die eigens geschaffene Flachswasserzone am Rand eines Gartenteichs oder der feuchte Uferbereich eines natürlichen Gewässers bietet Sumpfgräsern, Seggen, Binsen und Rohrkolbengewächsen gute Standortbedingungen. Die meisten der genannten Pflanzen bevorzugen Sonne, vertragen aber auch Schatten.