Kanonierblume - Standort, Pflege und Vermehrung

Die Kanonierblume ist eine pflegeleichte Pflanze mit einer samtigen Blattstruktur, die ihren Namen der Fähigkeit verdankt, Blütenstaub ähnlich einer Kanone herauszuschießen. Doch ältere Pflanzen neigen dazu leicht zu verkahlen und werden mit der Zeit unansehnlich. Wird die Kanonierblume jedoch rechtzeitig vermehrt, kann sie neue Ableger bilden und in ihrer gewohnten Pracht erstrahlen.

Kanonierblume: Kultur und Pflegeanleitung
  • Standort
Die Kanonierblume, die auch unter dem lateinischen Namen Pilea bekannt ist, gehört zur Familie der Nesselgewächse und bevorzugt einen halbschattigen, warmen und hellen Standort. Denn erhält sie einen zu dunklen Platz wird sie ihre wunderschöne Blattfärbung und

Maserung verlieren. Kanonierblumen lieben Frischluft und Zimmertemperaturen von 18 bis 20 °C im Sommer und 13 bis 16 °C im Winter doch Zugluft sollte generell vermieden werden.
Während die attraktive Pflanze in der warmen Jahreszeit auch weiter entfernt vom Fenster stehen kann, darf sie im Winter einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Die Kanonierblume kann auch gern als schmückendes Accessoire im Frühling den Balkon oder die Terrasse verschönern doch sollte sie erst nach den Eisheiligen ab Mitte Mai ihren Standort im Freien erhalten.
  • Pflege
Pileas mögen eine hohe Luftfeuchtigkeit, sodass mit kleinen Wasserverdunstern das gewünschte Klima begünstigt werden kann. Darüber hinaus ist es empfehlenswert den Topf auf eine mit Wasser und Kies gefüllte Schale zu stellen. Dagegen schätzt sie das Besprühen mit Wasser überhaupt nicht.
  • Gießen
Bei Kanonierblumen wird das Substrat nur leicht angefeuchtet und nicht gewässert da eine zu nasse Erde zur Wurzelfäulnis und Abwurf der Blätter führt. Aus diesem Grund sollte der Topfballen vor jeder weiteren Wassergabe zu etwa 2/3 abgetrocknet sein. In der kalten Jahreszeit ist es empfehlenswert sie noch etwas weniger zu gießen.

Kanonierblume düngen - Nährstoffbedarf

Gedüngt wird die Pilea im Zeitraum zwischen April und Oktober max. alle zwei Wochen mit einem handelsüblichen Flüssigdünger, der dem Gießwasser beigemischt wird. Besteht das Substrat aus Torferde, kann auch eine stärkere Düngelösung zum Einsatz kommen.
  • Substrat und Erde
Kanonierblumen werden aus einem Gemisch bestehen aus gleichen Teilen Komposterde und Torf kultiviert. Alternativ kann aber auch Erde aus reinem Torf verwendet werden. Da die Torferde jedoch sehr nährstoffarm ist, sollte die Pflanze in diesem Fall unbedingt gedüngt werden.
  • Umtopfen der Kanonierblume
Der idealste Zeitpunkt die Pflanze umzutopfen ist das Frühjahr. Dabei bildet die Pilea kein ausgeprägtes Wurzelsystem und wächst am Besten in flachen Schalen oder halbhohen, breiten Töpfen.
  • Vermehrung der Kanonierblume
Auch wenn die Kanonierblume absolut anspruchslos ist, gerät sie bereits nach zwei bis drei Jahren aus der Form und kann durch selbst gezogene Triebe ersetzt werden. Der idealste Zeitpunkt für die Vermehrung ist das zeitige Frühjahr vor allem die Monate April bis Mai. Dafür wird ein rund 7 cm langer Steckling der Mutterpflanze direkt unterhalb seines Blattknotens abgeschnitten. Anschließend werden die Blätter entfernt und der Steckling in Erde gesetzt, die aus gleichen Teilen Sand und Torf besteht. Nachdem ein Plastikbeutel über das Pflanzgefäß gestülpt wurde, kann der Steckling an einen hellen aber nicht sonnigen Standort aufgestellt werden.

Das Substrat sollte jetzt nur mäßig gegossen werden bis sich Wurzeln gebildet haben denn die Anzuchterde ist stets nur leicht feucht zu halten. Besitzt der kleine Steckling ausreichend Wurzeln, kann er dann gemeinsam mit weiteren Exemplaren, die allerdings nicht mehr als 10 umfassen, sollten in ein größeres Pflanzgefäß
-->
umgetopft werden. Damit die jungen Kanonierblumen die Möglichkeit haben sich gut zu verzweigen sollten in regelmäßigen Abständen die Triebspitzen gekürzt werden.

Besonderheiten der Kanonierblume
  • Haupttriebe verzweigen sich bei der Pilea in der Regel meist seitlich
  • aus diesem Grund buschiger Wuchs
  • damit das Wuchsbild erhalten bleibt, werden überlange Triebe entfernt
Auch wenn die Pilea einiges aushält, so ist beim Gießen darauf zu achten das die Blätter nicht nass werden da sich anderenfalls rasch schwarze Flecken bilden können. Außerdem verliert sie ihre Blätter, wenn sie zu dunkel steht oder auch zu trocken ist.
Schädlinge der Pflanze sind:
  • Spinnmilben
Ist die Kanonierblume von Spinnmilben befallen, wirkt die Blattfarbe stumpf. Des Weiteren sind unter den Blättern Gespinste zu sehen, die nur bekämpft werden können, indem die Pflanze feucht eingetütet wird.
  • Schmierläuse
Bei einem Befall von Schmierläusen zeigt sich ein klebriger Blattbelag. An den Stängeln sitzen dann die weißen, flügellosen Schädlinge, die entweder durch Abstreifen oder mit Weißöl bekämpft werden können.

Krankheiten der Kanonierblume
  • Beginnen die Blätter der Pflanze abzufallen und sich zu verfärben ist die Ursache Staunässe. Spätestens dann sollte weniger gegossen werden.
  • Sind unter den Blättern braune Flecke mit einem mausgrauen Belag vorhanden handelt es sich um Grauschimmel, der durch die Entfernung der Blätter beseitigt wird. 
  • Bei Wassermangel reagiert die Kanonierblume mit welken und schlaffen Blättern, was durch ein regelmäßiges Gießen verhindert werden kann. 
Verwendung der Kanonierblume

Kanonierpflanzen bilden mit ihren samtigen und teils wunderschön strukturierten Blättern einen wunderschönen Kontrast zu anderen Pflanzen. Deshalb sind sie besonders ideal für Blumenampeln, flache Schalen und Töpfe geeignet. Ein faszinierendes Ensemble bildet die Pilea aber auch in Kübeln oder Pflanzschalen gemeinsam mit anderen Pflanzen.

Wissenswertes zur Kanonierblume in Kürze

Die anspruchslose Pflanze ist je nach Jahreszeit ideal für den Innen- und Außenbereich geeignet und bedarf nur einer geringen Pflege. Ist ihre kurze Lebenszeit von ca. zwei bis drei Jahren um, kann sie problemlos durch neue Triebe vermehrt werden. Bei einer regelmäßigen Pflege wird die attraktive Kanonierblume stets ihre volle Pracht präsentieren.

Pilea cadierei

  • In der freien Natur wächst die Kanonierblume in allen tropischen Gebieten, außer in Australien.
  • Sie gehört zur Pflanzenfamilie der Nesselgewächse. Als Zimmerpflanze erhält die Kanonierblume eine Wuchshöhe von 20 bis 25 Zentimetern.
  • Die Kanonierblume bevorzugt einen hellen und luftigen Standort, verträgt jedoch keine direkte Sonneneinstrahlung.
  • Damit die Kanonierblume gut gedeihen kann, darf sie nicht zu viel gegossen werden. Man sollte sie mäßig wässern und im Winter noch weniger gießen.
  • Kanonierblumen bevorzugen eine hohe Luftfeuchtigkeit, kleine Wasserverdunster begünstigen das gewünschte Klima.
  • Die Kanonierblume Pilea cadierei hat sehr schöne dunkelgrüne Blätter mit weißer Adermaserung. Bildet sich die Maserung zurück, ist das Anzeichen dafür, dass die Pflanze zu dunkel steht.
  • Die ideale Zimmertemperatur beträgt im Winter 13 bis 16 Grad Celsius und im Sommer 18 bis 20 Grad Celsius.
Man sollte die Kanonierblume rechtzeitig vermehren, da sie im Alter an Form und somit auch an Schönheit verliert. Dazu werden einzelne Pflanzenteile abgeschnitten und in ein Behältnis mit Wasser gestellt. Die Stecklinge bilden sehr schnell Wurzeln. Bei der Kanonierblume treten sehr selten Schädlinge und Krankheiten auf. Im Frühjahr kann sie umgetopft und auch zurück geschnitten werden, da sie dann buschiger wächst.

Pilea peperomoioides

  • Die Pilea peperomioides stammt ursprünglich aus China. In der Natur findet man auch diese Kanonierblume fast überall vor, außer in Australien. Auch diese Art wird wegen ihrer schönen Blätter als Zimmerpflanze kultiviert.
  • Sie bevorzugt einen halbschattigen Standort, was auch dazu beiträgt, dass ihre Blätter größer wachsen.
  • Die Zimmertemperatur sollte beständig 20 Grad Celsius betragen. Gewässert wird die Pflanze regelmäßig, erst wenn die Erde leicht abgetrocknet ist, wird sie erneut gegossen.
  • Von März bis Oktober sollte die Pilea peperomioides alle zwei Wochen mit gewöhnlichem Blumendünger gedüngt werden.
  • Vermehren kann man sie durch Triebspitzenstecklinge, die man einfach abschneidet und ins Wasser stellt, bis sie Wurzeln gebildet haben.
  • Auch die langen Triebe der Kanonierblume können im Frühjahr zurück geschnitten werden, damit sie voller nachwächst.