Elefantenfuß - Pflege, Düngen & Schneiden

ElefantenfußDer Elefantenfuß (Beaucarnea), auch Flaschenbaum, Affenbaum oder Wasserpalme genannt, ist eine sehr langsam wachsende, aus den südlichen USA und Mexiko stammende Pflanze, die bei guter Pflege sehr alt werden kann. Als Zimmerpflanze wird er 30 bis 200 cm hoch.

Pflege des Elefantenfußes

Der Elefantenfuß liebt einen sonnigen Standort. Neu gekaufte Pflanzen und Pflanzen, die aus einem dunkleren Winterquartier kommen, sollten aber langsam an die Sonne gewöhnt werden. Die Blätter können sonst einen Sonnenbrand bekommen.

Überwintern

Im Winter sollte der Standort

so gewählt sein, dass die Temperatur nicht dauerhaft unter 8° C liegt. Dann darf es auch etwas dunkler sein.

Im Winter muss der Elefantenfuß fast gar nicht gegossen werden. Die Wurzeln dürfen nur nicht vollkommen austrocknen.

Pfkanbzen und Erde

Umtopfen muss man den Elefantenfuß nur alle vier bis fünf Jahre. Er wächst sehr langsam.

Das Pflanzgefäß muss einen guten Wasserabfluss haben. Elefantenfüße vertragen keine Staunässe.

Elefantenfuss NahaufnahmeIm Sommer sollte der Elefantenfuß zwei- bis dreimal pro Woche gegossen werden. Besser zu wenig als zu viel gießen. Da der Elefantenfuß in seinem Stamm Wasser speichert, kann er Trockenheit gut überstehen.

Düngen & Vermehrung

Der Elefantenfuß braucht sehr wenig Dünger. In den Sommermonaten sollte er alle paar Wochen mit einem Grünpflanzendünger mit der Hälfte der angegebenen Konzentration gedüngt werden, von Oktober bis März überhaupt nicht.

Theoretisch kann man den Elefantenfuß aus Stecklingen ziehen. Hierzu werden Seitentriebe abgeschnitten, in Wasser gestellt und nach der Bewurzelung eingepflanzt.
Besser ist aber eine Anzucht aus Samen, da sich hierbei die typische Stammform besser entwickelt.

Wenn der Elefantenfuß zu groß wird oder man mehr Seitentriebe haben möchte, kann man ihn schneiden. Der Stamm wird dazu in beliebiger Höhe abgeschnitten und die Wunde verschlossen. Unterhalb der Schnittstelle treibt er dann zwei
oder drei Blattbüschel aus. Der Schnitt sollte zu Beginn des Frühjahrs vorgenommen werden.

Probleme bei der Pflege des Elefantenfußes
  • Die Blätter sind mit einem Gespinst überzogen, sie werden gelb oder braun:
Dies ist ein Befall mit der „Roten Spinne“.

Zur Bekämpfung der „Roten Spinne“ sollte man als zuerst die Pflanze mit lauwarmem Wasser gut abduschen. Hierbei muss man besonders auf die Blattunterseiten achten, auf denen die Eier abgelegt werden. Zusätzlich sollte der Elefantenfuß mehrmals im Abstand von einer Woche mit einem passenden Spray behandelt werden.

  • Auf den Blättern befinden sich kleine, weiße Gespinste, die wie Wattebäusche aussehen:
Hierbei handelt es sich um einen Befall mit Wollläusen., auch Schmierläuse genannt
Der Elefantenfuß muss isoliert werden um die Ausbreitung der Schädlinge auf andere Pflanzen zu verhindern. Zur Bekämpfung der Wollläuse gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten, die aber beide nicht unproblematisch sind.

ElefantenfussMan kann ein sogenanntes systemisches Mittel verwenden. Ein systemisches Mittel wird von der Pflanze über die Wurzeln aufgenommen, der Wirkstoff verteilt sich in der Pflanze und wird von der Wolllaus über den Pflanzensaft aufgenommen. Diese Präparate werden als Stäbchen oder Granulat angeboten. Problematisch hierbei ist, dass sie meistens auch Dünger enthalten. Hierdurch kommt es leicht zu einer

Überdüngung des Elefantenfußes.

Die zweite Möglichkeit ist die Verwendung eines entsprechenden Pflanzenschutz-Sprays. Bei deren Anwendung muss auf jeden Fall der angegebene Mindestabstand eingehalten werden. Diese Sprays entwickeln eine beachtliche Kälte, die die Pflanzen erheblich schädigen kann. Vorsicht ist auch bei Sprays geboten, die Öle enthalten. Diese Öle verkleben die Blattporen, was zu Blattverlust führen kann. Daher sollte man sie nicht großflächig anwenden. Die Behandlung muss nach 10 bis 14 Tagen wiederholt werden, weil von dem Pflanzenschutz-Mittel nur die Insekten, nicht die Eier abgetötet werden.

Wissenswertes zum Elefantenfuß
  • Herkunft: Dioscorea kommt aus Südafrika
  • Pflanzengestalt: Der Stamm ist das besondere an dieser Pflanze, er hat die Form einer dick verholzten Knolle mit wabenartigen Korkmantel. Aus ihm entspringen zarte Triebe mit pfeilförmigen grünen Blättern Die Sprosse brauchen eine Kletterhilfe, weil sie sonst herabhängen und so die attraktive Knolle verdecken  würden.
  • Pflege: Viel Licht ist das Wichtigste, am besten gedeiht die Pflanze am sonnigen Südfenster. Das ganze Jahr über steht der Elefantenfuß warm, auch im Winter darf die Temperatur nicht unter 18°C abfallen. Ruhezeit ist bei Dioscorea der Sommer. Dann darf die pflanze nur ganz wenig Wasser bekommen, gerade soviel, dass die erde nicht austrocknet.   Ende Juli setzt man die Pflanze in frische Kakteenerde um, bei älteren Exemplaren aber     nur alle 3 Jahre. Danach treibt sie wieder reichlicher gegossen. Alle 3 Wochen einmal verabreicht man nun eine Kakteendüngergabe. Sobald die Blätter im kommenden Frühjahr welken, beginnt die nächste Ruhezeit