Zwergpfeffer, Peperomia - Pflege-Anleitung

ZwergpfefferDer Zwergpfeffer ist eine robuste Zimmerpflanze, die sehr oft unter den botanischen Namen Peperomia zu finden ist. Durch die verschiedenen Züchtungen können sich die Pflanzen jedoch in Form, Farbe, Größe und Blattstruktur teils stark voneinander unterscheiden.

Die Blüten der Peperomia sind jedoch sehr charakteristisch, sodass man den Zwergpfeffer sehr gut an ihnen erkennen kann, denn die meisten Arten bilden lange dünne, meist weiße bis cremefarbene Blütenähren aus.

Artenvielfalt der Peperomia

Da es für die richtige Pflege und Haltung entscheidend ist, welche Art von

Zwergpfeffer man in der Wohnung stehen hat, finden Sie hier erst einmal die wohl bekanntesten Züchtungen, um zu erkennen, um welche es sich bei Ihrer Pflanze handelt.
  • Sehr beliebt und deshalb weit verbreitet ist die Peperomia argyreia. Sie bildet dicke fleischige Blätter mit einer glatten Oberfläche aus. Die breiten eiförmigen Blätter laufen am Blattende zu einer Spitze zusammen und sind gut erkennbar an der silbernen Blattmaserung sowie den dunkelgrünen Blatträndern.
  • Ganz anders ist da die Peperomia caperata mit ihren herzförmigen, dunkelgrün gefärbten Blättern mit einer stark gewellten Oberfläche. In den Vertiefungen dieser Wellen wirkt die grüne Färbung fast schwarz und verleiht der Pflanze zusammen mit den rötlich bis rosaroten Blattstielen eine kontrastreiche Farbenpracht. Unter guten Haltungsbedingungen bilden sie etwa vom Sommer bis in den Herbst weiße Blütenähren in unterschiedlicher Länge aus.
  • Die Peperomia fraseri bildet zwar auch kleine herzförmige Blätter aus, welche jedoch an der Unterseite rot sind. Markant sind jedoch auch die traubig angeordneten und bis zu 65 cm hohen Blütenähren.
  • Hat der Zwergpfeffer mittelgrün gefärbte und oval geformte Blätter mit einem rosanen Blattstiel, handelt es sich sicherlich um die Peperomia glabella. Diese Art bildet ihre Triebe vor allem seitlich aus und erreicht dadurch eine Wuchshöhe von gerade einmal 15 cm.
  • Auch die Peperomia griseoargentea erreicht nur eine Wuchshöhe von circa 15 Zentimeter. Die Blätter sind jedoch gräulich grün und mit einem silbrigen Schimmer und dunkleren Adern geprägt. Die Blattstiele sind jedoch, wie bei der glabella, rosa. Mit den grünlich weißen Blütenähren erreicht diese Sorte eine Wuchshöhe von knapp 25 cm.
  • Auch sehr weit verbreitet ist die Peperomia obtusifolia mit ihren fleischigen und matt glänzenden Blättern, welche sich durch eine elliptische Form und dunkle purpurgrüne Blätter mit stumpfer Spitze erkenntlich machen. Bei einer guten Haltung bildet sie vom späten Frühjahr bis in den Herbst etwa 7 cm lange Blütendolden.
  • Oft wird die Peperomia obtusifolia mit der obtusifolia 'Alba' verwechselt! Diese zwei Arten haben zwar dieselbe Wuchsform, unterscheiden sich jedoch in der Färbung der nachwachsenden Triebe. Bei der obtusifolia "Alba" sind die nachwachsenden Triebe von einer hellgelben Farbe geprägt, die erst im späteren Verlauf ein Sattes Grün annehmen. Die gleichnamige obtusifolia 'Alba-marginata' mit ihren silber-weißen Blattsaum und der grau-grünen Blattfärbung hebt sich da schon wesentlich besser ab.

grüner ZwergpfefferEs gibt reichlich 1.000 Peperomia Arten. Viele sind beliebte Zimmerpflanzen. Besonders beliebt sind die mit bunten oder kräftig farbigen Blättern. Auffallend dunkelrote Blätter hat beispielsweise Peperomia caperata schumi red. Oft angeboten werden Peperomia asperula, Peperomia bibi, Peperomia columella, Peperomia magnoliifolia, Peperomia meridana, Peperomia rotundifolia und Peperomia verticillata.

Standort für Zwergpfeffer

Hat man seinen Zwergpfeffer in den oben beschriebenen Arten wiederfinden können, ist das für die Suche nach einem geeigneten Standort umso besser! Es gibt jedoch auch allgemeine

Faustregeln, an die man sich bei der Standortsuche halten kann. Ist der Zwergpfeffer von reinen grünen Blättern geprägt, ist ein heller Standort mit etwas Morgen- oder Abendsonne ideal. Eine direkte Sonneneinstrahlung der Mittagssonne mögen diese Pflanzen jedoch nicht. Buntblättrige Arten sind da schon wesentlich härter im Nehmen und kommen auch mit einer starken Sonneneinstrahlung zurecht, wobei es sicherlich nicht schadet, wenn diese dann doch etwas abgeschattet wird.

Peperomia gießen

Der Zwergpfeffer ist eine sehr genügsame Pflanze, was nicht zuletzt an der zarten und eher kleinwüchsigen Form liegen wird. Beim Gießen sollte man deshalb lieber sparsam sein. Es schadet den
Pflanzen also nicht, wenn die Erde zwischen den Gießeinheiten etwas antrocknet. Zwergpfefferarten mit fleischigen Blättern speichern sich ohnehin einen kleinen Vorrat in ihren Blättern, weshalb sie solche kurzen Trockenzeiten sehr gut überstehen. Zu viel Wasser vertragen diese Pflanzen nicht. Erkennen kann man das, wenn der Zwergpfeffer seine Blätter verliert. Eine dauerhafte Überwässerung führt meist sogar zum Absterben der Pflanze.

Peperomia düngen

Während den Wachstumsphasen, sprich vom Frühling bis in den Herbst, kann man die Pflanzen etwa alle 4 Wochen mit einer gering dosierten Düngerlösung gießen. Man sollte es jedoch nicht übertreiben, da übermäßiges Düngen zu einem unnatürlich weichen Wuchs der Pflanze führen kann.

Umgebungstemperatur für Zwergpfeffer

Der Zwergpfeffer stellt an die Temperatur seiner Umgebung eigentlich keine großen Anforderungen, sodass er getrost bei einer normalen Zimmertemperatur gehalten werden kann. Damit er jedoch gut gedeihen kann, sollte die Temperatur nicht unter 12 °C liegen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit kann den Wuchs positiv beeinflussen, weshalb ein Platz direkt an der Heizung eher ungeeignet ist. Bei zu trockener Luft können Schädlingsbefall und vertrocknete Blattränder die Folge sein.

Umtopfen und Beschneiden

Durch den kleinen Wuchs des Zwergpfeffers sind die Wurzeln der meisten Peperomia relativ klein und schmächtig ausgebildet, sodass sie sehr gut in kleinen Pflanzgefäßen, Töpfen, Ampeln oder flachen Pflanzschalen gehalten werden können. Je nach Bedarf kann man diese jedoch auch bedenkenlos im Frühjahr umtopfen. Geeignet ist hier eine Erdmischung auf Torfbasis. Um jedoch Staunässe vermeiden zu können, sollten die Pflanzgefäße entweder durchlöchert oder aber mit Kieseln ausgelegt sein.

Ist man einmal über dem Umtopfen, sollten auch gleich einmal die Triebspitzen ausgebrochen werden, um die Ausbildung von neuen Seitensprossen zu begünstigen. Dies führt in der Regel zu einem buschigen Wachstum. Hängende Zwergpfefferarten hingegen kann man im Frühjahr um ein Drittel der Gesamtlänge zurückschneiden, um den Trieben neue Kraft zu verleihen.

Vermehrung des Zwergpfeffers

Will man seinen Zwergpfeffer vermehren, kann man dies in Form von Kopfstecklingen machen. Dafür schneidet man circa 5-8 cm lange Triebe unterhalb eines Blattknotens ab, entfernt die unteren Blätter und stellt sie zum Wurzeln in ein Glas Wasser. Später kann man die vorgezogenen Stecklinge gruppenweise von 7-10 Stück in ein Torf-Sandgemisch einpflanzen. Will man die Stecklinge ohne das Vorwurzeln im Glas einpflanzen, sollte über das Pflanzgefäß nach leichtem Angießen eine transparente Plastiktüte gestülpt werden, um die Feuchtigkeit möglichst konstant halten zu können. Zum anwurzeln sind Temperaturen um die 18 °C ideal. An einem hellen Standort dauert die Bewurzelungsphase ungefähr 4-6 Wochen.

Zwergpfeffer umtopfenZwergpfefferarten wie beispielsweise die Peperomia argyreia, caperata oder griseoargentea kann man jedoch auch sehr gut durch Blattstecklinge vermehren. Hierzu werden junge und gut entwickelte Blätter mit einem circa 2 cm langen Stiel bis zur Blattspreite in leicht angefeuchtetes Substrat aus Sand und Torf gesteckt. Dabei dauert die Wurzelphase ungefähr 8-10 Wochen. In dieser Zeit sollten die Blattstecklinge zwar regelmäßig angegossen, jedoch auch immer wieder etwas durchgetrocknet werden.

Wissenswertes zum Zwergpfeffer in Kürze


Bei den Peperomia Pflanzen handelt es sich um eine Gattung mit recht unterschiedlichen Exemplaren. Es gibt um die tausend Arten. Zwar sind es alle niedrig wachsende Pflanzen, aber sie unterscheiden sich zum Teil erheblich in der Größe, Form, Farbe und Struktur. Man bezeichnet die Peperomia auch als Zwergpfeffer, Zierpfeffer oder Pfeffergewächse. Rankende Arten sind gut als Ampelpflanzen geeignet. Tipp: Peperomia Arten sind sehr beliebt bei Terrarienbesitzern. Die Pflanzen sind ungiftig und nehmen es nicht gar so übel, wenn sie angefressen werden.

Tipps zum Standort
  • Die ausschließlich grünblättrigen Arten der Peperomia sind empfindlicher als die mit bunten Blättern.
  • Beide Arten benötigen einen hellen Platz. Die grünblättrigen Exemplare vertragen allerdings keine Sonneneinstrahlung.
  • Zwar können sie etwas in der Morgen- oder Abendsonne stehen, Mittagssonne ist aber absolut zu vermeiden.
  • Die buntblättrigen Arten haben kein Problem mit der Sonne. Pralle Mittagssonne sollte man aber trotzdem vermeiden.
  • Ein zu dunkler Standort führt bei den buntblättrigen Arten dazu, dass sie ihre schöne Färbung verlieren. Die Blätter vergrünen.
  • Die Peperomia gedeihen gut bei normalen Zimmertemperaturen. Unter 12 °C sollte man sie nicht aufbewahren.
Tipps zum Substrat und zum Wässern
  • Das Pflanzsubstrat sollte Torf enthalten. Im Grunde eignet sich aber auch normale Blumenerde.
  • Wichtig ist immer eine Drainage am Topfboden. Ideal ist ein Gemisch aus Blumenerde, Sand und Bimskies zu gleichen Teilen.
  • Auch Humus ist gut geeignet zum Untermischen. Peperomia benötigen nicht viel Wasser. Sie müssen sparsam gegossen werden.
  • Zwischen den Wassergaben muss die Erde immer gut abtrocknen. Ständig feuchtes Pflanzsubstrat ist schädlich für die Pflanzen.
  • Oft verlieren sie ihre Blätter oder die Wurzeln faulen, dann gibt es kaum noch eine Möglichkeit zur Rettung.
  • Trockenheit dagegen schadet kaum, da die Blätter einiges an Wasser speichern können.
  • Peperomia lieben eine hohe Luftfeuchte, nur so können sie richtig gut gedeihen.
  • Vor allem bei weichblättrigen Arten ist das wichtig. Man sollte die Pflanze also regelmäßig mit Wasser besprühen.
  • Bei zu trockener Luft droht Schädlingsbefall.
Tipps gegen Schädlinge
  • Als Schädlinge treten die Rote Spinne oder Spinnmilben auf.
  • Beide überziehen die Blätter und die Blattachsen mit einem feinen Gespinst.
  • Meist hilft nur die chemische Keule, um die Tierchen wieder loszuwerden.