Empfehlenswerte Pflanzen fürs Kinderzimmer

Usambaraveilchen sind geeignete Topfpflanzen fürs KinderzimmerKinderzimmer profitieren von Zimmerpflanzen. Durch die Pflanzen wird die Luft gereinigt und das Raumklima verbessert sich. Doch nicht jede Zimmerpflanze ist für Räume, in denen Kinder leben, geeignet. Wichtig ist, dass die Pflanzen entweder unerreichbar sind oder strikt nur Zimmerpflanzen verwendet werden, die keine für Kinder giftigen Stoffe enthalten.

Erst mit dem aktiven Umgang mit Pflanzen müssen diese sich leicht pflegen und vermehren lassen, um dem Kind pädagogisch wichtige Erfolge zu ermöglichen.

Ungeeignete Pflanzen für Kinderzimmer

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Pflanzen, die giftige Pflanzenstoffe enthalten, haben in keinem Kinderzimmer etwas zu suchen. Die Gefahr, dass Kinder sie essen oder mit ihren Finger erreichen, ist einfach zu groß. Deshalb sind folgende Pflanzen überhaupt nicht für Kinderzimmer geeignet:
  • Alpenveilchen: stark giftig
  • Amaryllis: giftig - Zwiebel stark giftig
  • Becher-Primel: giftig
  • Christrose: stark giftig
  • Dieffenbachie: stark giftig
  • Herbstzeitlose: stark giftig
  • Korallenbäumchen: stark giftig
  • Madagaskar-Immergrün: giftig
  • Pracht-Lilie: stark giftig
  • Rittersterne: giftig
  • Weihnachtsstern: giftig
  • Wüstenrose: stark giftig
  • Wunderstrauch: giftig
Die Liste enthält nur die  giftigsten und zugleich beliebtesten Zimmerpflanzen. Bei der Wahl der Pflanzen für Haushalte mit Kindern sollten Sie unbedingt im Fachhandel kaufen oder vorher den Namen mit dem Zusatz Gift im Internet suchen. Es gibt mehr als 50 Pflanzenfamilien mit tausenden Unterarten, die giftig sind. Nur so können Sie sicher sein, dass die Zimmerpflanze ungefährlich für Ihren Nachwuchs ist.

Empfehlenswerte Pflanzen fürs Kinderzimmer

Alternativ können Sie aber auch eine der jetzt vorgestellten Zimmerpflanzen wählen. Diese Pflanzen sind alle gut für Kinder geeignet und in der Regel recht anspruchslos, einfach zu vermehren und trotzdem hübsch anzusehen.
  • Hibiskus kann auch im Kinderzimmer seine Farbenfreude verbreitenBergpalme: Diese Pflanze mag es warm und hell. Vermieden werden sollten Zugluft und direkte Sonnenbestrahlung. Im Sommer braucht sie mehr Wasser als im Winter. Die zierliche Bergpalme kann über Stecklinge vermehrt werden.
  • Blaues Lieschen: Prächtig gefärbte Blüten zeichnen diese Zimmerpflanze aus. Wer sie in an einem hellen Plätzchen stehen hat, regelmäßig abgestorbene Blütenblätter entfernt und die Erde immer leicht feucht, kann die Pflanze sogar über den Winter bringen. An einem kühleren Standort überwintert lassen sich aus der Pflanze Stecklinge schneiden. Sie kann aber auch ab Ende Januar aus Samen gezogen werden.
  • Dickblatt: Die Pflanze ist ein anspruchsloser Sonnenliebhaber, der nur selten gegossen werden muss. Im Winter darf die Pflanze gern in den kühleren Keller ziehen, wenn für ausreichend Licht gesorgt ist.
  • Dreimasterblume: Attraktive Pflanzengattung, die je nach Art auch dunklere Stellplätze verträgt. Direkte Sonne und Zugluft mögen diese Pflanzen weniger. Wer sie regelmäßig feucht hält, hat eine attraktive Pflanze, die sich über Stecklinge vermehren lässt.
  • Gloxinie: Die durstige Pflanze blüht prächtig, wenn sie hell, aber nicht sonnig steht. An ihr kann man das Überwintern von Pflanzen gut erklären. Dazu darf die Pflanze nach dem vergilben nicht mehr gegossen werden und sollte trocken überwintern. Im Februar kann sie bei langsam erhöhter Wasserzufuhr in frischer Erde wieder aktiviert zu werden.
  • Echeveria: Diese Pflanzengattung sieht anders aus und ist damit besonders interessant für Kinder. Die Pflanzen der Gattung mögen es sonnig und müssen nur gelegentlich gegossen werden. Eine nicht zu lange Trockenphase fördert sogar die Wurzelbildung.
  • Grünlilie: Eine robuste, ungiftige Pflanze, die Fehler bei der Pflege verzeiht und sich leicht durch ihre selbst produzierten Ableger
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vermehren lässt.
  • Hibiskus: Der Teestrauch auf der Fensterbank mag es hell, aber keine Standorte in der prallen Sonne. Mit seinen schönen Blüten ist er ein attraktiver Hingucker für kleine Gärtner.
  • Kaffeebaum: Bei viel Platz im Kinderzimmer kann es auch eine ungewöhnliche Zimmerpflanze wie der Kaffeebaum sein. Hell und warm und ausreichend gepflegt kann der Baum auch im Topf 1 bis 2 Meter groß werden und sogar Blühen und Früchte tragen.
  • Osterkaktus: Farbige Blüten sprießen aus dem Kaktus, wenn er hell steht und nicht übergossen wird. Vermehrt wird er mit Stecklingen.
  • Steckenpalme: Südsee-Flair bringt die als Topfpflanze gezüchteten Arten der Rhapsis ins Zimmer. Wer den Wechsel von indirekter Sonne im Sommer zu direkter Sonne im Winter beachtet, hat lange Freude an dieser einfach über die Bodentriebe zu vermehrenden Pflanze.
  • Usambaraveilchen: Die Pflanze ist ein schöner Farbtupfer im Kinderzimmer. Sie mag es hell und warm, aber nicht sonnig. Optimal ist zudem eine hohe Luftfeuchtigkeit, die man durch das Besprühen der Erde erreichen kann.
  • Zyperngras: Die wohl flexibelste Zimmerpflanze was den Standort angeht. Man kann sie quasi nicht übergießen, da sie nasse Wurzeln mag. Vermehrt werden kann die Pflanze über Teilung oder über vorher gewässerte Stecklinge.
  • Natürlich gibt es auch hier viele nicht erwähnte Pflanzenarten. Wenn Sie mit Ihrem Kind nach Pflanzen für das Kinderzimmer Ausschau halten, fragen Sie einfach nach, ob die Pflanze für Kinder geeignet ist. Im Kinderzimmer nichts zu suchen haben übrigens auch stark duftende Pflanzen. Da das Zimmer meist auch als Schlafzimmer genutzt wird, ist der Duft störend und kann sogar zu Kopfschmerzen führen.

    Zyperngras versorgt Kinderzimmer mit SauerstoffVorteile von Zimmerpflanzen im Kinderzimmer

    Neben dem pädagogischen Nutzen für kleine Gärtner haben Zimmerpflanzen einen nachgewiesenen, positiven Einfluss auf das Raumklima. Räume mit Pflanzen weisen eine bessere Luftqualität auf, weil die Pflanzen Schadstoffe aus der Luft filtern und die Luftfeuchtigkeit positiv beeinflussen. Gerade in beheizten Räumen sorgen schon einige Zimmerpflanzen dafür, dass die Luftfeuchtigkeit bei etwa 50% liegt. Leider liegt in vielen beheizten Räumen die Luftfeuchtigkeit bei 30% und darunter. Menschen fühlen sich aber erst in einem Bereich von 40 bis 65% richtig wohl.

    Zudem schlucken die Pflanzen Schall und dämpfen so den Geräuschpegel im Zimmer. Mit Pflanzen können Sie ein Stück Natur zurück in den Alltag Ihres Kindes bringen. Das wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden und die Psyche aus. Studien an Schulen haben ergeben, dass Kinder durch begrünte Klassenzimmer weniger gesundheitliche Beschwerden haben. Die Studie bestätigte bereits vorhandene Ergebnisse aus einer Studie zu Pflanzen am Arbeitsplatz: Der Pflanzen wirken sich positiv auf die Stimmung aus und verbessern den Stressabbau.

    Wissenswertes zu Kinderzimmerpflanzen

    Mit den richtigen Pflanzen im Kinderzimmer erreichen Sie viele positive Effekte für die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres Kindes. Grünpflanzen im Kinderzimmer sind weit mehr als Dekorationsobjekte:
    • Sie wirken ausgleichend auf die Psyche und sind darüber hinaus in der Lage, verbrauchte Luft in Sauerstoff umzuwandeln.
    • Außerdem verdunsten sie über ihre Blätter Feuchtigkeit, was sich ebenfalls positiv auf das Raumklima auswirkt.
    • Einigen besonders eifrigen Exemplaren gelingt es sogar, Schadstoffe, zum Beispiel Formaldehyd, aus der Luft zu filtern.
    Wissenschaftler haben insbesondere bei der Birkenfeige, der Strahlenaralie und der Efeutute einen Eiweißstoff nachgewiesen, der in der Lage ist, ungiftige Naturstoffe wie Aminosäuren und Zucker umzuwandeln. Allerdings schränken die Wissenschaftler ein, dass eine vollständige Entfernung der Schadstoffe selbst bei optimal gepflegten Pflanzen nicht möglich ist. Für die Pflege bleibt im Kinderzimmer ohnehin kaum Zeit. Deshalb ist es sinnvoll, sich für robuste und bewährte Pflanzen zu entscheiden, die nicht gleich die Blätter hängen lassen, wenn sie mal ein paar Tage sich selbst überlassen sind. Genügsam sind zum Beispiel: Gummibaum, Fensterblatt, Philodendron, Zimmeraralie, Efeutute, Schusterpalme, Sansevierie, Zyperngras, Grünlilie, Drazänen, Palmlilien sowie die eleganten Kentia- und Bergpalmen.

    Weitere gefährliche Pflanzen für Kinder

    Während sich die Erwachsenen an bunten Blüten und dekorativen Blättern erfreuen, haben Kinder die bunten Pflanzen oft zum Essen gern. Leider enthalten manche Gewächse Giftstoffe, die zwar im normalen Umgang mit dem grünen und blühenden Zimmerschmuck kaum Probleme bereiten. Für Kinder jedoch können giftige Pflanzen aus den Familien der Amaryllis-, Aronstab-, hundsgift-, Nachtschatten- und Wolfsmilch- Gewächse sehr gefährlich werden.
    • Dieffenbachien sind nicht für als Pflanzen für Kinderzimmer geeignetZierpfeffer: Mit den rot glänzenden Früchten würden die Kinder oft gar zu gerne spielen. Doch reinbeißen ist tabu. Nachtschattengewächse enthalten in allen Teilen Giftstoffe, der Zierpfeffer ebenso wie die einjährige Browallie, die mit Ausdauer blühende Brunfelsie, das beerenstarke Korallenbäumchen und andere dekorative Solanum- Arten.
    • Mandevilla: Vorsicht: Hundsgift- Gewächse können durch ihren Milchsaft Kindern gefährlich werden. So zum Beispiel die Mandevilla, aber auch Wüstenrose, Goldtrompete, Immergrün und die stachelige Madagaskar- Palme.
    • Dieffenbachie: Die Familie der Aronstab- Gewächse ist unter den Topfpflanzen reich vertreten. Dazu gehören Dieffenbachie, Kolbenfaden, Aloskasie, Flamingoblume, Buntwurz, Efeu- und Purpurtute, Fensterblatt, Baumfreund, Einblatt, Zimmerkalla und Zamioculcas. Alle enthalten Haut und Schleimhaut reizende Stoffe.