Zwergpfeffer, Peperomia Obtusifolia - Pflege

zwergpfefferPeperomia obtusifolia ist an den fleischigen, matt glänzenden, elliptisch geformten, dunkel purpurgrünen Blättern mit stumpfer Spitze zu erkennen. Die Triebe dieses Zwergpfeffers sind zart purpur gefärbt. Die etwa 7 Zentimeter langen weißen Blütendolden bilden sich ab dem späten Frühjahr. Die Blüte kann bis in den Herbst hinein dauern. Die Pflanze wird nur selten höher als 35 cm. Es gibt verschiedene Arten, z.B. Peperomia obtusifolia Alba oder Peperomia obtusifolia  Alba-marginata.

Ursprünglich stammt Peperomia obtusifolia aus Mittel- und Südamerika. Diese Zwergpfefferart ist eine der pflegeleichtesten und

anspruchlosesten.

Standort

Der Standort für diesen Zwergpfeffer sollte hell bis halbschattig sein. Die pralle Mittagssonne ist schädlich für diese Blattpflanze. Morgen- und Abendsonne verträgt sie dagegen gut. Für Arten mit panaschierten, gemusterten Blättern ist Licht wichtig, dass sie ihre Blattzeichnung ausbilden können. Steht die Pflanze zu dunkel, bleiben die Blätter einfach grün. Die normalen Arten sind sehr genügsam und kommen auch mit indirektem Licht recht gut zurecht. Sollte die Peperomia obtusifolia schlecht wachsen und die Blätter ungesund aussehen, stellt man sie näher ans Licht. Meist ist das schon ausreichend, damit sie sich wohl  fühlt und los wächst.

Peperomia obtusifolia mag es warm. Die Pflanze kommt ganzjährig mit Zimmertemperatur zurecht. Sie kann etwas kühler überwintert werden, ebenso, wie sie im warmen Wohnzimmer verbleiben kann.

Pflanzsubstrat

Als Pflanzsubstrat eignet sich normale Blumenerde. Eine Drainage im Topfboden ist sinnvoll, da stehendes Wasser nicht vertragen wird. Wer dazu neigt, stets zu viel zu gießen, sollte ein sehr durchlässiges Substrat verwenden. Kakteenerde wäre dann gut geeignet.

Gießen

Gegossen wird nicht übermäßig, aber regelmäßig. Die Erde sollte gleichmäßig leicht feucht
sein. Das Pflanzsubstrat darf weder ganz austrocknen, noch zu feucht sein. Ein oberflächliches Antrocknen der Erde wird vertragen. Staunässe führt recht schnell zu Wurzelfäule und damit zu einem Absterben der Pflanze.
Im Winter wird weniger gegossen, vor allem, wenn kühler überwintert wird. Wichtig ist eine höhere Luftfeuchte. Man sollte die Pflanze deswegen regelmäßig besprühen. Am besten nutzt man zum Gießen und Besprühen kalkfreies oder kalkarmes Wasser.

Düngen

Zum Düngen verwendet man Langzeitdünger. Die Konzentration sollte nur halb so stark sein, wie auf der Verpackung angegeben. Wird zuviel gedüngt, wachsen die Pflanzen unnatürlich. Die Triebe werden zu lang und schwach. Die ganze Pflanze gerät aus der Form. Im Winter wird nicht gedüngt.

Überwintern

Peperomia obtusifolia kann bei normaler Zimmertemperatur überwintert werden, aber auch etwas kühler. Tiefer als 15 ËšC sollten die Temperaturen aber nicht fallen. Gegossen wird im Winter nur spärlich. Der Pflanzballen sollte nicht vollständig austrocknen, auf keinem Fall aber zu feucht sein. Je kühler die Temperaturen, um so weniger wird gegossen. Die Düngergaben werden gänzlich eingestellt. Auf die Luftfeuchtigkeit ist zu achten. Bei zu trockenen Luft können sich Schädlinge einstellen. Lieber immer mal wieder die Pflanze besprühen.

Vermehren

Die Vermehrung von Peperomia obtusifolia ist kein Problem. Selbst bei normalen Zimmertemperaturen sind sie durch Stecklinge leicht zu vermehren. Man trennt einen oder mehrere Triebe von der Mutterpflanze ab. Diese Triebe kann man in ein Wasserglas stellen, damit sie bewurzeln oder man pflanzt sie

direkt ein. Stecklinge, die gleich eingepflanzt werden, sollten etwa drei Blätter besitzen. Die Pflanztiefe liegt bei etwa drei bis fünf Zentimetern. Damit die neue Pflanze kompakt aussieht und wächst, pflanzt man immer mehrere Stecklinge zusammen. Als Pflanzsubstrat eignet sich normale Blumenerde. Günstig ist, Sand unterzumischen. Das Substrat wird während der ersten Wochen nass gehalten. Nach etwa vier Wochen reicht eine gleichmäßige Feuchtigkeit. Günstig ist, eine Plastiktüte über das Pflanzgefäß zu ziehen. So wird die Luftfeuchtigkeit erhöht. Es muss aber regelmäßig, am besten täglich, gelüftet werden, damit die Erde nicht schimmelt. Das Gefäß mit den Stecklingen stellt man hell. Direkte Sonne ist unbedingt zu vermeiden. Die Temperaturen sollten 18 bis 20 ËšC nicht unterschreiten.

Krankheiten und Schädlinge

Bei zu hoher Feuchtigkeit des Bodens und vor allem bei stehendem Wasser setzt schnell Fäulnis ein. Gelegentlich können Wollläuse auftreten. Spinnmilben treten auf, wenn die Luftfeuchte zu niedrig ist.