Aronstab (Aronstabgewächse) - Gefleckter Aronstab: Pflege, giftig, als Zimmerpflanze
Der Aronstab (Arum) ist in Mittel- und Südeuropa verbreitet und findet sich dort vor allem in Laub- und Mischwäldern. Diese Pflanze gehört zu den Aronstabgewächsen, ist sehr giftig und kann schon bei der Berührung zu Krankheitssymptomen führen. Als Zimmerpflanzen werden daher andere ...Arten dieser Pflanzengattung verwendet.
Vorkommen und Giftigkeit des Aronstabs
Der Aronstab wird bis zu 50 Zentimeter hoch und blüht von April bis Mai. Dabei bildet sich ein großes tütenförmiges Blatt, in dem sich ein meist brauner Kolben befindet. Dieser Kolben riecht nach Aas und lockt dadurch Fliegen und Mücken an, die die Blüten bestäuben. Daraufhin bilden sich ab August kleine runde Früchte, die zunächst grün sind und später rot werden. Besonders die Beeren sind für Kinder und Tiere gefährlich, weil sie süß schmecken, doch auch alle anderen Teile der Pflanze sind giftig. Sie enthalten Oxalat und weitere giftige Substanzen, die schon bei der Berührung zu Rötungen und ...
Blasenbildungen auf der Haut führen. Beim Verzehr der Beeren oder anderer Pflanzenteile kommt es meist schon innerhalb einer halben Stunde zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, weiterhin können die giftigen Stoffe eine Entzündung der Mundschleimhaut und eine Schwellung der Lippen verursachen, die mit einem Brennen der Zunge und des Rachenraums verbunden ist. Ein Verzehr einer größeren Menge Blätter des Aronstabs endet für Nutzvieh tödlich.
Aronstabgewächse als Zimmerpflanzen
Von den Aronstabgewächsen werden besonders das Einblatt, das Fensterblatt, der Baumfreund und die Dieffenbachie als Zimmerpflanzen verwendet, weil sie sehr dekorative Blätter haben. Das Einblatt (Spathiphyllum) passt wegen seiner geringen Größe gut auf die Fensterbank und hat ein weißes Hochblatt, in dem der Blütenkolben sitzt, der sich sehr lange an der Pflanze hält. Es gehört zu den Pflanzen, die auch mit wenig Licht auskommen, völlig dunkel darf der Standort allerdings auch nicht sein. Bei direkter Sonne können die Blätter des Einblatts schnell bleich werden und braune Ränder bekommen.
Das Fensterblatt klettert in seiner ursprünglichen Heimat, die in den Urwäldern Mittel- und Südamerikas liegt, mit seinen Luftwurzeln Bäume hinauf, um ans Licht zu gelangen. Fast genauso schnell wächst sie bei guter Pflege auch als Zimmerpflanze, sodass sie nach einigen Jahren für die Innenräume zu groß sein kann und zurückgeschnitten werden muss. Bei der Suche nach einem anderen Standort sollte bedacht werden, dass ein Fensterblatt ganzjährig eine Temperatur von mindestens 20° C benötigt.
Der Baumfreund (Philodendron scandens) ist wie das Fensterblatt eine Kletterpflanze und braucht daher eine Kletterhilfe. Er mag es ein wenig kühler, die Temperatur sollte jedoch immer über 15° C liegen. Der Standort für diese Pflanze sollte zwar hell sein, direkte Sonneneinstrahlung mag der Baumfreund jedoch nicht. Seine Blätter sind nicht eingeschnitten, wie das beim Fensterblatt der Fall ist.
Die Dieffenbachie ist eine sehr beliebte Zimmerpflanze und wird normalerweise nicht größer als zwei Meter, sodass sie für normale Raumhöhen gut geeignet ist. Sie hat längliche oder ovale grüne Blätter mit weißen Flecken und wirkt dadurch sehr dekorativ. Für Haushalte mit kleinen Kindern oder Tieren ist die Dieffenbachie allerdings nicht so gut geeignet, weil sie Kalzium-Oxalat Kristalle enthält, die für Mensch und Tier giftig sind.
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